Unser Praktikum im Ausland

Wir, Josée und Joanna Sataipoum aus der 11d, haben unser zweiwöchiges Praktikum in einem Jugend- und Familienzentrum (MJC MPT Camille Claude) in Lognes, Frankreich, absolviert. Während dieser Zeit waren wir bei unserer Tante, die in Paris wohnt, untergebracht. Am 13.01.2024 kamen wir mit dem Zug gegen 18:00 Uhr in Paris Est bei unserer Tante an, welche sich sehr freute uns seit langem wiederzusehen.

Der Direktor des Jugend- und Familienzentrums hat sich während unseres Praktikums viel Zeit für uns genommen. So sind wir häufig mit ihm ins Gespräch gekommen und konnten ihm Fragen über das MJC stellen. Er erzählte uns von der Gründungsgeschichte des MJCs und erklärte uns deren Werte. Das MJC wurde 1945 nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Ziel war es, Menschen mit den verschiedensten Hintergründen und Nationalitäten zusammenzubringen, um gegen Vorurteile, Rassismus und gegen Radikale vorzugehen. Also gründeten sie einen Ort, an dem die verschiedensten Menschen zusammenkommen konnten, um voneinander zu lernen und zu lernen sich zu akzeptieren. Das alles spiegelt sich im heutigen Lognes wider. Hier gibt es eine große Diversität an Menschen mit den verschiedensten Kulturen.

In Frankreich gibt es mehrere MJCs rund um Paris, wo sich eine Zentrale befindet. Von dort aus arbeitet ein Team von Mitarbeitern, welches aus den Präsidenten der verschiedenen MJCs besteht. Jedes MJC arbeitet unabhängig voneinander. Je nach Ort gibt es in den MJCs unterschiedliche Zahlen an jugendlichen Besuchern. Im MJC Lognes gibt es beispielsweise mehr 6-12-jährige Teilnehmer als 13-18-Jährige. Allgemein gibt es dort Teilnehmer im Alter von 3 bis 80 Jahren. Um an den Programmen vom MJC teilzunehmen zu können, muss man angemeldet sein und für die jeweiligen Kurse einen Beitrag zahlen. Das Geld fließt dann in die Bezahlung der Mitarbeiter und Kursleiter.

Während unseres Praktikums waren noch zwei weitere Praktikanten aus Frankreich im MJC tätig, mit denen wir uns täglich austauschten und anfreundeten. Im MJC besuchten wir unter anderem verschiedene Sprachkurse. Wir durften im Unterricht hospitieren und die Kursteilnehmer der Französisch- und Englischkurse bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben unterstützen. In den Kursen befanden sich Frauen und Männer aus den verschiedensten Ländern wie Vietnam, Kambodscha, Pakistan, Mali und Guinea. In Lognes befindet sich nämlich eine große asiatische Gemeinschaft. Wir besuchten auch Englisch- und Französisch-Kurse für Kinder, was sehr schön war. Zum Beispiel haben wir gemeinsam Kinderlieder auf Englisch gesungen und sind Vokabeln durchgegangen. Auch haben wir den Kindern bei der Bearbeitung der Arbeitsblätter geholfen. Joanna hat einmal einen Chinesisch-Kurs besucht und zum Beispiel gelernt, wie man jemanden auf Chinesisch begrüßt und wie man sich auf Chinesisch verabschiedet. Wir haben zudem Tanz- und Kunstkurse begleitet. So hat Josée zum Beispiel zusammen mit einem Kurs eine Choreografie einstudiert, was für sie eine tolle Erfahrung war. Insgesamt konnten wir uns gut mit den Kindern und den Lehrern unterhalten. Die Kinder sprachen zwar schnell, aber trotzdem gab es keine Probleme, sich mit ihnen auf Französisch zu verständigen und wir lachten viel gemeinsam. Besonders schön war auch der Spielabend, den wir für Familien organisierten.

An unserem letzten Tag beim MJC gab es ein kleines Teamessen, welches wir als Praktikanten gemeinsam zubereitet haben. Noch einmal zusammen als Team gegessen zu haben, war sehr schön. Die Verabschiedung war zwar nicht einfach, aber wir verabschiedeten uns mit Umarmungen.

Seid auch Ihr daran interessiert, in Jahrgang 11 ein Praktikum im Ausland zu absolvieren? Dann meldet euch bei Frau Albers (al@gymnasium-wildeshausen.de).

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