Fortbildungen

Tagung in Bonn 2025

Am 12. Und 13.11 fand in Bonn im Gustav-Stresemann-Institut die Tagung zum fachlichen Monitoring für laufende Erasmus-Projekte statt. Es gab viele interessante Vorträge mit Informationen zur aktuellen Erasmus-Runde, ein Ausblick auf den kommenden Antragszeitraum und einen Vortrag zur Wirkung von Erasmus+ in den Schulen. Ergänzt wurde das Programm mit Workshops mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und gelungenen Beispielen aus der Praxis.
Darüberhinaus blieb auch noch Zeit zum Austausch und zur Vernetzung mit anderen KollegInnen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen Anregungen für weitere Projekte und Hilfe für die Verwaltung von Erasmus+.
Katharina Heuwagen, Kollegin vom GAG, war ebenfalls anwesend. Im Rahmen der “Europaschulen in Niedersachsen” sind das GAG und das Gymnasium Wildeshausen schon bestens vernetzt. Bei regelmäßigen Treffen tauschen sich beide Schulen bereits intensiv über Projekte aus. Diese Zusammenarbeit soll nun in Zukunft auch stärker bei Erasmus+ vertieft werden.

Nordic BeNelux Seminar 03.-05.04.2025

Wie findet man eTwinning Partner aus Skandinavien, den BeNeLux-Staaten oder sogar der Karibik? Man reist nach Den Haag!

Vom 03.-05.04.2025 lud die niederländische eTwinninng Agentur zum NordicBenelux Seminar nach Den Haag ein. Ziel dieses Seminars war es, LehrerInnen aus Skandinavien, den BeNeLux Staaten und Deutschland, die bisher noch keine oder nicht viel Erfahrung mit eTwinning Projekten, zusammenzubringen.
Nach interessanten Vorträgen und Erklärungen zum eTwinning war dann auch schon die erste Aufgabe, sich zu den verschiedenen europäischen Werten ein Projekt zu überlegen. Daraus entstanden dann eine Vielzahl neuer Projekte und Partnerschaften zwischen verschiedenen Nationen, welche bei gemeinsamen Unternehmungen (gemeinsames Abendessen, Besuch des Friedenspalasts) weiter geplant wurden. Die größte Überraschung für viele TeilnehmerInnen: auch die Karibik, als Teil er Niederlande, war vertreten! Eine Schule aus Curacao ist auch Teil eines Projektes, welches unser Gymnasium im nächsten Schuljahr gemeinsam mit Schulen aus den Niederlanden, Norwegen, Finnland, Berlin und eben Curacao starten wird.

Wir freuen uns auf diese neuen Partnerschaften!

„Teaching and Learning Democratic Values in Europe Today“

Bericht über die Erasmus+ Veranstaltung in Weimar, 7.-9. Mai 2025

„Teaching and Learning Democratic Values in Europe Today“ Unter diesem Titel trafen sich 250 Lehrkräfte, Erasmus-Beauftragte und Wissenschaftler aus
(fast) allen EU-Staaten zu einer Tagung in Weimar. Auch das Gymnasium Wildeshausen war als akkreditierte Europaschule vertreten.
Am ersten Tag fand eine Exkursion zum nahe Weimar gelegenen Konzentrationslager Buchenwald statt. An diesem Ort ermordeten die Nationalsozialisten fast 60.000 Menschen aus vielen europäischen Ländern. In der jüngeren Vergangenheit machte die Gedenkstätte wiederholt Schlagzeilen, da rechtsradikale Kreise an diesem Ort der Erinnerung den Holocaust geleugnet bzw. die NS-Verbrechen relativiert haben.
Passend hierzu stellten Teilnehmer der Erasmus+ Veranstaltung eine gemeinsames polnisch- griechisch-französisches Projekt unter dem folgenden Titel vor:
"History and memory: from the horrors of the Second World War to the defence of human rights (Erasmus+ Small Partnership)"
Andere Projekte beschäftigten sich mit Fragen der Nachhaltigkeit (sustainability) und was besonders wir Europäerinnen und Europäer hierzu beitragen können.
Daneben arbeiteten die Konferenzteilnehmer in Kleingruppen zu diversen Themen wir zum Beispiel dem Umgang von Schulen mit Desinformation oder mit sehr umstrittenen Themen innerhalb der Schülerschaft.
Über allem stand aber das Zusammenkommen von Menschen aus dem Bildungsbereich verschiedenster Länder und das Knüpfen von Kontakten.
In einer politisch unsicheren und sehr anspruchsvollen Zeit hat diese Veranstaltung wieder
deutlich werden lassen, was uns Europäer:innen zusammenhält. Es sind die – bei allen regionalen Unterschieden – sehr ähnlichen Vorstellungen von Demokratie, Mitmenschlichkeit, Offenheit und vor allem die Erkenntnis, dass wir in Europa nur gemeinsam die Zukunft gestalten, den Frieden sichern, den Klimawandel bekämpfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern können.

Axel Meentzen

Lehrkräfte als Brückenbauer: Europaweit vernetzt mit eTwinning

Fortbildung zum modernen Fremdsprachenunterricht: Erasmus+ interkulturell, digital und kreativ: eTwinning

Vom 10. bis 11. März 2025 fand in Bonn eine spannende Fachtagung zum modernen (Fremdsprachen)Unterricht statt. Unsere Kollegin Frau Christine Sperling hatte die Gelegenheit, an dieser Fortbildung teilzunehmen und sich intensiv mit innovativen Methoden zur digitalen und interkulturellen Unterrichtsgestaltung auseinanderzusetzen.

Ein zentrales Thema der Tagung war eTwinning, eine europaweite, datenschutzkonforme Plattform, die es ermöglicht, aus der Ferne heraus Partnerschulen im europäischen Ausland kennenzulernen und gemeinsam digitale Projekte durchzuführen. Schülerinnen und Schüler aus Deutschland arbeiten dabei mit Lernenden z. B. aus Polen, Spanien oder auch EU-Antragsstellerstaaten wie der Türkei zusammen. Die Projekte befassen sich häufig mit gesellschaftlich relevanten Themen wie ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit oder Feste und Traditionen.

Die Vorteile solcher eTwinning-Projekte sind vielfältig: Sie fördern nicht nur den Fremdsprachenerwerb, sondern auch interkulturelle Kompetenz, digitale Medienkompetenz und Teamarbeit. Gerade in einer pluralen und globalisierten Welt ist es essenziell, sich in andere Kulturen hineinzuversetzen, Unterschiede wertzuschätzen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Auf der Tagung wurden inspirierende Praxisbeispiele präsentiert, darunter ausgezeichnete eTwinning-Projekte. Besonders beeindruckend waren Projekte zu Themen wie Fast Fashion und Fair Fashion, die sich mit nachhaltigem Konsumverhalten auseinandersetzen. Es gab zudem konkrete Anregungen für die Unterrichtsgestaltung – von Projekten für die Unterstufe (Klasse 5/6) bis hin zur Sekundarstufe II auch über den Fremdsprachenunterricht hinaus.

Neben den fachlichen Impulsen bot die Tagung ein besonderes Highlight: Die eTwinning-Plattform feierte ihr 20-jähriges Jubiläum! Zu diesem Anlass wurden die Teilnehmenden zu einer Schifffahrt auf dem Rhein eingeladen. Auf der „Moby Dick“ konnte man sich bei einem festlichen Abendessen mit Lehrkräften aus ganz Deutschland vernetzen und die Inhalte der diversen Vorträge und Workshops im Gespräch vertiefen.

Frau Sperling kehrte mit vielen neuen Ideen zurück und freut sich darauf, das bestehende Repertoire an eTwinning-Projekten an unserer Europaschule bald zu erweitern und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern neue Kontakte ins Ausland zu knüpfen.

 

Weitere Infos dazu, was eTwinning ist, finden sich hier

https://erasmusplus.schule/etwinning

 

Fachtagung „Europaschulen in Niedersachsen e.V.“ in Soltau 06.03.-07.03.25

Am Donnerstag startete die jährlich wiederkehrende Fachtagung für Europaschulen in Soltau mit einem sehr spannenden Vortrag von General a.D. Hans-Werner Wiermann (NATO in Brüssel) zum Thema „Aktuelle Herausforderungen in der Sicherheitspolitik Europas“. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fanden nachmittags Workshops zu verschiedenen Themen rund um Europa und ein Barcamp zu aktuellen Themen statt. Dort und auch beim anschließenden gemeinsamen Abendessen war Zeit für den wichtigen Austausch unter KollegInnen und zum Netzwerken.

Der Freitag startete mit einer Mitgliederversammlung des Vereins Europaschulen in Niedersachsen e.V. Anschließend gab es ein persönliches Grußwort der niedersächsischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Wiebke Osigius, die sich auch den zahlreichen Fragen stellte.

Der Abschluss der Veranstaltung war ein interessanter Fachvortrag von Dr. Michael Lewandowsky von der Uni Mainz zu „Europas Demokratien in Gefahr? Populismus als gesellschaftliche Herausforderung. Analyse und Lösungsansätze

Alle Programmpunkte waren mal wieder eine tolle Bereicherung und haben spannenden Input für die weitere Arbeit gegeben.

Stephanie Rasche

Interkulturelles Vorbereitungseminar für Langzeitmobilitäten in Bonn

Am 10. und 11. September fand ein interkulturelles Vorbereitungsseminar für Langzeitmobilitäten im BaseCamp in Bonn, eine besonders beeindruckende Location, statt.
Nach einem kurzen Kennenlernen haben die Schülerinnen Johanna Pauli, Lillemor Kröger und Lisa Jung in Kleingruppen in Workshops gearbeitet, die von der Agentur InterCultur aus Hamburg geleitet wurden. Zuerst wurde erläutert, was eine Kultur überhaupt ist und wie man sich seiner eigenen Kultur bewusst wird. Dann wurden Kommunikationsstrategien erarbeitet, um im Ausland in der Gastfamilie Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden. Die begleitenden Lehrkräfte haben Erfahrungen ausgetauscht und vom Pädagogischen Austauschdienst nützliche Tipps an die Hand bekommen.
Abends wurde gemeinsam gegrillt. Am nächsten Tag gab es weitere Erfahrungsberichte und ein interkulturelles Simulationsspiel. Nach einem kurzen Abstecher ins Haus der Deutschen Geschichte, ging es mit dem Zug wieder nach Hause. Die Schülerinnen und Frau Rasche waren sich einig, dass dieses Seminar eine tolle Erfahrung war und für den bevorstehenden Austausch mit Italien sehr nützlich war.

Fachtagung für Europaschulen in Niedersachsen am 07.11.2023

Am Dienstag, 07.11., fand in Soltau die diesjährige Fachtagung für Europaschulen in Niedersachsen statt. Nach der Begrüßung und übermittelten Grußworten von Frau Hamburg, hielt Frau Monika Budde von der Universität Vechta einen Vortrag zur Sprachenvielfalt in Europa und wie sich diese im Klassenraum widerspiegelt. Sie betonte die Wichtigkeit für Lehrer, ein Sprachbewusstsein und auch eine Sprachreflexion in den Lerngruppen zu entwickeln. An konkreten Beispielen verdeutlichte sie ihre These und betonte die Chancen, die sich sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte ergeben, wenn alle im Klassenraum vorhandenen Sprachen (Ukrainisch, Russisch, Arabisch, Türkisch etc.) einbezogen werden. Anschließend gab es Aktuelles aus dem Niedersächsischen Kulturministerium. Leider gibt es immer noch keine echte Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit an den Europaschulen in Form von extra für diese Arbeit zur Verfügung gestellte Stunden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden zwei Workshoprunden zu vielfältigen Themen angeboten:

  • Europa an der Grundschule

  • Europa in der Sek I

  • Europa in der Schule fächerübergreifend verankern

  • Europa erfahrbar machen – Brüssel als außerschulischer Lernort

  • Das EU-Portal Europass für alle

  • Europawahl 2024 – Beteiligungsformen für junge Menschen

  • Europawahl 2024: The privilege to vote

Wie immer gab es auch Gelegenheit zum interessanten Austausch mit Kolleginnen und Kollegen von anderen Schulen und Schulformen. Diese Treffen sind immer eine Bereicherung für die konkrete Arbeit an den Schulen und bieten viel Input.
Stephanie Rasche

Fachtagung „Europaschulen in Niedersachen e.V.“ am 09. Und 10. März 2023 in Soltau

Zwei spannende und intensive Tage mit tollem Austausch und viel Input für die weitere Arbeit – das beschreibt die Fachtagung vielleicht am besten.

Der Donnerstag startete mit einem Impulsvortrag von Dr. Martina Oberle, Professorin für Politikwissenschaft und Didaktik an der Universität Göttingen, zum Thema Europabildung im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung. Sehr anschaulich erklärte Frau Fr. Oberle wie man die Themen Nachhaltigkeit, bzw. BNE und Europa im Schulkanon verbinden kann
Auf der anschließenden Mitgliederversammlung des Vereins für Europaschule in Niedersachsen e.V. wurde betont, dass sowohl mehr personelle als auch finanzielle Ressourcen von der niedersächsischen Landesregierung für Europaschulen bereitgestellt werden müssen. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die gute Arbeit für Europa, die an den Schulen geleistet wird, angemessen honoriert werden müsse. Gemeinsam wurde eine Petition verfasst, die an unsere Kultusministerin Frau Hamburg übermittelt werden soll.
Der Abend klang mit einem gemeinsamen Abendessen und vielen interessanten Gesprächen aus.

Der Freitagvormittag begann mit einem aufgezeichneten und daher wenig persönlichen Grußwort von Frau Hamburg. Im Anschluss schaltete sich David McAllister aus Brüssel live zu Konferenz dazu und berichtete über neue Entwicklungen in wichtigen Bereichen im Europäischen Parlament. Er ging sehr ausführlich auf Fragen und auch Bedenken der Teilnehmenden ein. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen war der Krieg in der Ukraine und der Umgang Europas mit Russland.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde in unterschiedlichen Workshops thematisch gearbeitet oder spannende Projekte vorgestellt. Hier bot sich noch mal die Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen von anderen Schulen und Schulformen, die sehr bereichernd waren.
Die Abreise um 16 Uhr wurde begleitet von einer Vorfreude auf die Tagung im kommenden Jahr.

„In Europa Zuhause“ – Studienfahrt für Lehrkräfte an Europaschulen in Niedersachsen nach Brüssel 2022

Reisegruppe vor dem NATO-Gebäude in Brüssel

Vom 25.09 – 27.09.2022 wurde vom NlQ eine Studienfahrt nach Brüssel angeboten, an der der ich teilnehmen durfte. Ich kannte das Programm und habe mich besonders auf den Besuch bei der NATO gefreut, hatte aber nicht so richtig eine Vorstellung von dem, was mich erwarten würde und stieg am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr mit etwa 50 weiteren Lehrkräften aus Niedersachsen in Hannover in den Bus.

Am Nachmittag erreichten wir unser Hotel, wo wir nur schnell eincheckten und uns anschließend sofort auf eine Stadtführung begaben. Ich war total überrascht davon, wie schön Brüssel ist. Der Grande Place war abends einfach wahnsinnig toll beleuchtet und die Stimmung war ganz besonders. Wir erfuhren viel über die Geschichte, die Architektur und die Bevölkerung der Stadt.

Den Montagvormittag verbrachten wir in der niedersächsischen Landesvertretung. Dort wurden wir vom „Hausherrn“, Herrn Michael Freericks, begrüßt und erfuhren dann von Frau Robertson-Liersch, wie Lobbyarbeit zum Thema Bildung im europäischen Parlament funktioniert. Anhand von zwei konkreten Gesetzesentwürfen zur Inklusion und zum GreenComp wurde sehr anschaulich verdeutlicht, wie umfangreich und vielfältig die Arbeit ist. Nach einer typisch belgischen Pommes mit typischen Saucen an dem Stand, wo nach Aussagen von Frau Robertson-Liersch auch Angela Merkel nach langen Sitzungen im Parlament ihre Pommes genossen hat, besuchten wir das Europäische Parlament. Wir durften den großen Plenarsaal betreten und kamen anschließend mit einer Abgeordneten des Europaparlaments aus Niedersachsen ins Gespräch. Gegen Abend stand noch der Besuch im „Haus der europäischen Geschichte“ an, ein wirklich beeindruckendes Museum über die Geschichte Europas von den Anfängen bis heute.

Am Dienstagmorgen stand mein persönliches Highlight auf dem Programm: der Besuch bei der NATO. Beim Eingang mussten wir uns strengen Sicherheitsvorkehrungen unterziehen und alle Mobilgeräte abgeben. Dann wurden wir durch das imposante Gebäude geführt und sahen sowohl den militärischen als auch den zivilen Bereich. In einem großen Konferenzraum lernten wir in einem Vortrag viel über die vor allem diplomatische Arbeitsweise der NATO, z.B. im Hinblick auf den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die geplante NATO-Erweiterung von Finnland und Schweden.

Dienstag Nachmittag saßen wir wieder im Bus auf dem Weg in die Heimat und ich muss sagen, dass mich diese 3 Tage total begeistert haben. Die Stadt ist toll und auch alle Programmpunkte, so anstrengend und fordernd sich auch in dieser Dichte waren, haben mir wirklich gut gefallen. Es hat etwas gedauert, um den ganzen Input und alle Informationen in dieser Fülle zu verarbeiten, aber es war eine tolle Erfahrung.

Stephanie Rasche