Veranstaltungen zum Thema Europa

Auf dieser Seite stellen wir vielfältige Aktivitäten unserer Schule vor, die sich mit Europa und der Europäischen Union befassen und das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an diesem Thema wecken sollen. Durch unser besonderes Engagement in diesem Bereich wurde uns im Schuljahr 2020/21 der Titel „Europaschule in Niedersachsen“ verliehen.

Neben einem großen Angebot von Austauschfahrten, Projekten im Bereich eTwinning und der Teilnahme an europäischen Wettbewerben soll über Projekttage und europabezogene Aktivitäten das Verständnis unserer Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung der Europäischen Integration gestärkt und konkrete Handlungsmöglichkeiten im Kontext Europa aufgezeigt werden.

Die hier vorgestellten Projekte geben beispielhaft Einblicke in unsere aktive Europaarbeit.

Fachtagung für Europaschulen in Niedersachsen am 07.11.2023

Am Dienstag, 07.11., fand in Soltau die diesjährige Fachtagung für Europaschulen in Niedersachsen statt. Nach der Begrüßung und übermittelten Grußworten von Frau Hamburg, hielt Frau Monika Budde von der Universität Vechta einen Vortrag zur Sprachenvielfalt in Europa und wie sich diese im Klassenraum widerspiegelt. Sie betonte die Wichtigkeit für Lehrer, ein Sprachbewusstsein und auch eine Sprachreflexion in den Lerngruppen zu entwickeln. An konkreten Beispielen verdeutlichte sie ihre These und betonte die Chancen, die sich sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte ergeben, wenn alle im Klassenraum vorhandenen Sprachen (Ukrainisch, Russisch, Arabisch, Türkisch etc.) einbezogen werden. Anschließend gab es Aktuelles aus dem Niedersächsischen Kulturministerium. Leider gibt es immer noch keine echte Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit an den Europaschulen in Form von extra für diese Arbeit zur Verfügung gestellte Stunden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden zwei Workshoprunden zu vielfältigen Themen angeboten:

  • Europa an der Grundschule

  • Europa in der Sek I

  • Europa in der Schule fächerübergreifend verankern

  • Europa erfahrbar machen – Brüssel als außerschulischer Lernort

  • Das EU-Portal Europass für alle

  • Europawahl 2024 – Beteiligungsformen für junge Menschen

  • Europawahl 2024: The privilege to vote

Wie immer gab es auch Gelegenheit zum interessanten Austausch mit Kolleginnen und Kollegen von anderen Schulen und Schulformen. Diese Treffen sind immer eine Bereicherung für die konkrete Arbeit an den Schulen und bieten viel Input.
Stephanie Rasche

Brieffreundschaften in Europa

Zum Internationalen Tag der Freundschaft haben wir uns vom „Seminarfach Europa“ eine Aktion übergelegt, mit der wir den Austausch der Schüler*innen innerhalb Europas ermöglichen wollten. Trotz der ganzen Social Media Plattformen, haben wir uns entschlossen, uns ganz altmodisch auf Briefe und klassische Brieffreundschaften zu konzentrieren. Eine erste Kontaktaufnahme und Anfrage, ob unsere Partnerschulen Briefe von unseren Schüler*innen bekommen möchten, stieß auf große Resonanz.

Um die Hemmschwelle von „Was soll ich bloß schreiben…?“ bis „Mein Englisch ist bestimmt nicht so gut!“ so niedrig wie möglich zu halten, haben wir im Seminarfach Briefbögen entwickelt, die unsere Schüler*innen mit großer Freude ausgefüllt haben. Außerdem wurden in den Pausen Freundschaftsarmbänder geknüpft und mitgeschickt. Ende Mai war es dann soweit. Wir haben Hunderte Briefe an unsere Partnerschulen in Warschau (Polen), Ivančice (Tschechien), Camarles (Spanien), Madrid (Spanien), Monza (Italien), Cluj-Napoca (Rumänien) und Budapest (Ungarn) verschickt.

Auf Antworten mussten wir nicht lange warten: Von einigen Schulen kamen Paket mit Briefen zurück und einige Schüler*innen haben weiterhin Kontakt über Social Media.

Da wir uns als Europaschule auf die Fahnen geschrieben haben, den europäischen Gedanken zu leben und weiterzutragen, sind wir begeistert, dass die Aktion auf so große Resonanz gestoßen ist - bei unseren Schüler*innen aber auch bei unseren Partnerschulen in Europa. Es ist erstaunlich, dass intereuropäischer Kontakt ohne große Hindernisse und in kürzester Zeit aufgebaut werden kann.

Wir haben zu der Aktion und zu unseren sonstigen Europa-Aktivitäten im Rahmen der Erasmus Days eine kleine Ausstellung in der Schulstraße aufgebaut (siehe Fotos).

Studienfahrt der Seminarfächer „Europa“ und „Psychologie“ nach Brüssel 2023

Die letzte Fahrt unserer Schullaufbahn war angebrochen. Los ging es zu humaner Stunde am Sonntagmorgen um 9 Uhr und wir lernten zunächst unseren sympathischen Busfahrer Helmut kennen. Während der Fahrt bereiteten sich die Schüler:innen auf die Abenteuer in der belgischen Hauptstadt vor und schliefen erst einmal ausgiebig.

Um unseren ersten Eindruck von Brüssel am besten beschreiben zu können, haben wir Kommentare der Schüler:innen gesammelt. Betont wurde vor allem die Vielfalt, die Brüssel bietet: Seien es die verschiedenfarbigen Müllsäcke, welche das Straßenbild prägen oder die farbliche Fülle vom Gold und den Prunkbauten des Grand Place hin zu dem Grau des Viertels Moolenbeek. Insbesondere dieser aufregende Mix führte dazu, dass sich eine Vielzahl von uns direkt in die Stadt verliebten und Frau Krönke und Rasche demonstrativ ein Herz des Zutrauens formten.

Der zweite Tag der Seminarfachfahrt wurde vor allem von der dreistündigen Stadtführung geprägt. Unser Tourguide, eine echte Belgierin, konnte uns neben architektonischen Fakten und Hintergründen über die Stadt Brüssel sogar noch Berufstipps mitgeben: Wenn ihr also noch nicht wisst, was ihr werden wollt, das EU-Parlament braucht immer Übersetzer für slowenisch und maltesisch.

Am Atomium, einem der populärsten Wahrzeichen Belgiens, angekommen, machten sich die zuvor angekündigten 200 Regentage des Landes im Jahr bemerkbar. Es begann in Strömen zu regnen. Glücklicherweise verzog sich das schlechte Wetter aber pünktlich zum zweiten Teil der Stadttour, der zu Fuß stattfand und bei der wir auch historische Fakten lernten wir. Zum Beispiel, dass Brüssel 979 entstand und Belgien 1830 die Unabhängigkeit erlangte. Des Weiteren bedeutet der Name Brüssel so viel wie “Siedlung am Sumpf”. Als gebührendes Finale der Tour wurde “Manneken Pis”, eines der Wahrzeichen Brüssels, gewählt. Das Manneken Pis ist den Belgiern so wichtig, dass der französische König Ludwig XV sich sogar persönlich entschuldigte, als seine Soldaten versuchten die Brunnenfigur zu stehlen. Nach dem misslungenen Kidnapping-Versuch mussten die Soldaten jedes Mal, wenn sie am Manneken Pis vorbeikamen, salutieren und es wurde sogar zum Ritter geschlagen.

Nach dem Stadtrundgang machten wir uns für die Pub-Crawl-Tour fertig. Wer wollte, konnte nämlich am Abend gemeinsam mit den Lehrerinnen das Brüsseler Nachtleben erforschen und in gemütlichen Bars den Rest des Abends gemeinsam genießen.

Am dritten Tag unserer Seminarfahrt ging es zunächst zum „House of European History“. Um überhaupt ins Museum zu gelangen, mussten wir als Erstes eine Sicherheitskontrolle durchlaufen. Danach ging es zuerst in die unterste Etage, in der wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Aktuell wird dort eine Ausstellung zur „Geschichte des Mülls“ in Europa sehr interessant dargestellt. Unter anderem wurde z. B. auch versucht zu definieren, was Müll überhaupt ist:
„Rubbish is something that we really can’t use at all anymore. It is used once and then it's finished, it can be burnt, it can be destroyed.“ (Definition von Benoit Vandevelde)
Die weiteren Etagen zeigen die Geschichte Europas vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit. Besonders interessant fanden wir neben politischen Themen auch die Darstellung des gesellschaftlichen Alltagslebens mit vielen interaktiven Möglichkeiten. Auch die Ausstellungen zu den beiden Weltkriegen haben uns sehr beeindruckt, aber auch mitgenommen:
„Das Bild des Krieges war nüchtern, grau und rot seine Farben, das Schlachtfeld eine Wüste des Irrsinns.“ (Ernst Jünger, 1920)
Immer wieder läuft einem ein Schauer über den Rücken; die ganzen Ausstellungsstücke zu sehen, wie z. B. die alten Gasmasken oder Waffen. Flugblätter, Judensterne, Kriegsgefangenpost und viele Bilder von Arbeitern, Frauen und Kindern usw. schicken einen gedanklich zurück in die Vergangenheit. Eine Etage höher rückten wir zeitlich immer näher an das 21. Jahrhundert heran. Der erste Fernseher, das erste Auto, Kinderwagen und Friseurstühle wurden dort ausgestellt. Ein weiteres wichtiges Ereignis, das dargestellt wird, ist auch der Mauerfall in Berlin 1989. In der letzten Etage wurde die Zukunft dargestellt. Mithilfe von Tablets konnte man anhand vieler Collagen rückblickend die Entwicklungen und Fortschritte der verschiedenen Länder aus Europa betrachten.
Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, die Etagen zu durchlaufen und wie in einer kleinen Zeitreise Europa zu durchleben und zu entdecken. Gemeinsam können wir festhalten, dass uns das Museum positiv überrascht hat und wir es definitiv weiterempfehlen können.

Nach den Pommes bei Maison Antoine, Angela Merkels favorisierter Frittenbude, ging es für uns weiter zum Europäischen Parlament. Meterhohe verspiegelte Glasfassaden und wir mittendrin! Wir wurden einer eingehenden Sicherheitskontrolle unterzogen und durften anschließend in den 5. Stock fahren, wo uns ein freundlicher Herr vom parlamentarischen Dienst empfing und uns engagiert für die anstehende Europawahl begeisterte.

Zuerst gab er uns ein paar interessante Informationen über das Parlament: Das EU-Parlament feierte dieses Jahr seinen 65. Geburtstag und die Vielfalt innerhalb Europas. Es bildet, zusammen mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Rat, den dritten Bestandteil des europäischen Dreiecks.
Unser Lieblingszitat während unserer Tour war: „Europapolitik bedeutet nicht nur, seinen Horizont zu erweitern und Brücken zu bauen, sondern Regeln mit den Bekloppten jenseits der Grenze zu machen“. Anschließend durften wir selbst im Plenarsaal sitzen und einer spannenden Diskussion über Agrarwirtschaft lauschen. Mit unserem abschließenden Bild vor den Flaggen der 27 Mitgliedsstaaten und unserer spontan eingeübten Choreografie wurden wir in den Nachmittag entlassen.

Am Mittwoch unternahmen wir einen Tagesausflug nach Gent, einer charmanten Universitätsstadt nahe Brüssel. Die Stadt ist bekannt für ihre malerischen Kanäle und ihr mittelalterliches Zentrum.

Zunächst machten wir alle gemeinsam eine Bootsrundfahrt, um von den Kanälen Attraktionen wie Burg Gravensteen, ein Kloster und viele historische Gebäude zu betrachten. Dabei grüßten uns viele freundliche Menschen von den Brücken und Ufern aus.

Nach der Bootstour hatten wir Freizeit in Gruppen. Einige von uns genossen lokales Essen, erkundeten die faszinierenden Graffitis der Stadt, testeten belgische Waffeln oder gingen auf Einkaufstour. Gent entpuppte sich als echtes Shopping- Paradies und wir fanden einige Geschäfte unseres Geschmacks. Nach einigen Stunden in Gent traten wir wieder die Rückreise nach Brüssel an, voller Eindrücke und Erinnerungen an einen gelungenen Tagesausflug.

Am vierten und letzten ganzen Tag unserer Reise, dem Donnerstag, hatten wir keine festen Programmpunkte mehr. Alle konnten diesen Tag nach eigenen Vorlieben gestalten und u. a. auch dafür nutzen, die für die Studienfahrt gewählten Projektthemen zu bearbeiten. Einige von uns besuchten das Museum of Illusion, andere das Comic Museum und wieder andere genossen eine süße Zeit im Schokoladenmuseum. Einige verbrachten den Tag mit ausgiebigem Shoppen in der Stadt, während andere sich ein letztes Mal in einem gemütlichen Restaurant verwöhnten ließen. Am Abend kamen wir alle in einer Karaoke-Bar zusammen, um unsere Seminarfachfahrt gebührend ausklingen zu lassen. Es war ein wundervoller Abschluss unserer Reise.

Am letzten Tag unserer Seminarfachfahrt stand die Abreise auf dem Programm. Aufgrund von viel Verkehr, Staus und geplanten Pausen zog sich die Rückreise auf 7 Stunden und 45 Minuten Fahrtzeit hin.

Helmut, unser Busfahrer, war von uns und unserem vorbildlichen Verhalten begeistert. Er äußerte sich lobend: "Ihr wart ein super Team. Was die Sauberkeit betrifft, bekommt ihr eine super Eins. Solche Gruppen möchte ich öfter betreuen."

Mit diesen Worten und vielen unvergesslichen Erinnerungen an unsere Seminarfachfahrt nach Brüssel endete unsere Reise.

Hier gehts zu unserem persönlichen Reiseführer für Brüssel.

Paula Debbeler, Jette Schachtschneider, Finn Drews, Ole Kropp, Anna Kropp, Elin Fink, Miriram Worch, Hilda Hakemann, Mariella Hake, Emma Beckmann, Lina Straßburg, Lilli Abel und Johanna König

Fachtagung „Europaschulen in Niedersachen e.V.“ am 09. Und 10. März 2023 in Soltau

Zwei spannende und intensive Tage mit tollem Austausch und viel Input für die weitere Arbeit – das beschreibt die Fachtagung vielleicht am besten.

Der Donnerstag startete mit einem Impulsvortrag von Dr. Martina Oberle, Professorin für Politikwissenschaft und Didaktik an der Universität Göttingen, zum Thema Europabildung im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung. Sehr anschaulich erklärte Frau Fr. Oberle wie man die Themen Nachhaltigkeit, bzw. BNE und Europa im Schulkanon verbinden kann
Auf der anschließenden Mitgliederversammlung des Vereins für Europaschule in Niedersachsen e.V. wurde betont, dass sowohl mehr personelle als auch finanzielle Ressourcen von der niedersächsischen Landesregierung für Europaschulen bereitgestellt werden müssen. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die gute Arbeit für Europa, die an den Schulen geleistet wird, angemessen honoriert werden müsse. Gemeinsam wurde eine Petition verfasst, die an unsere Kultusministerin Frau Hamburg übermittelt werden soll.
Der Abend klang mit einem gemeinsamen Abendessen und vielen interessanten Gesprächen aus.

Der Freitagvormittag begann mit einem aufgezeichneten und daher wenig persönlichen Grußwort von Frau Hamburg. Im Anschluss schaltete sich David McAllister aus Brüssel live zu Konferenz dazu und berichtete über neue Entwicklungen in wichtigen Bereichen im Europäischen Parlament. Er ging sehr ausführlich auf Fragen und auch Bedenken der Teilnehmenden ein. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen war der Krieg in der Ukraine und der Umgang Europas mit Russland.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde in unterschiedlichen Workshops thematisch gearbeitet oder spannende Projekte vorgestellt. Hier bot sich noch mal die Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen von anderen Schulen und Schulformen, die sehr bereichernd waren.
Die Abreise um 16 Uhr wurde begleitet von einer Vorfreude auf die Tagung im kommenden Jahr.

Auszeichnung „Europaschule in Niedersachsen“ - Feierstunde im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses

Bereits im August 2021 wurde das Gymnasium Wildeshausen in Anerkennung der besonderen schulischen Förderung des Europagedankens mit dem Titel „Europaschule in Niedersachsen“ zertifiziert. Seitdem sind bereits viele weitere europabezogenen Projekte und Aktionen durchgeführt worden, z. B. im Rahmen des Erasmus+-Projektes „B.R.I.D.GE the gap“, Austauschfahrten, das eTwinning-Projekt „Help the Ukraine“ sowie eine Briefaktion mit unseren Partnerschulen in Europa, an der alle Lerngruppen der Schule beteiligt waren.

Die offizielle Feierstunde zur Zertifizierung wurde nun am Freitag, dem 30.06.2023 in einer dem Anlass entsprechenden würdigen Feierstunde im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses nachgeholt.

Auf eine stimmungsvolle musikalische Eröffnung der Veranstaltung durch die Eurovisionsfanfare folgten Grußworte von Volker Bajus, Mitglied des niedersächsischen Landtages und Beigeordneter der Stadt Osnabrück, Thomas Schippmann, kommissarischer Behördenleiter des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Osnabrück, und Jens Gieseke, Mitglied des Europäischen Parlaments.

Alle drei würdigten die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an Europaschulen, die es sich zur besonderen Aufgabe gemacht haben, lebendige Orte des Lernens mit konkreter Kopplung an Europa zu schaffen und dabei internationale Zusammenarbeit zu fördern.

Auch Gastredner Clemens Terhorst, Europadezernent des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Osnabrück, hob in seiner Ansprache hervor, dass Europa mehr als nur ein geographischer Raum ist. Er betont die Rolle von Europaschulen als Brückenbauer zwischen Menschen in Europa und sieht in der Ausbildung einer europäischen Identität einen entscheidenden Beitrag zur Förderung von Toleranz, Empathie und interkultureller Kompetenz. Gerade in Zeiten drängender Probleme wie dem Krieg in der Ukraine, der anhaltenden Flüchtlingskrise und dem Klimawandel ist laut Terhorst ein gemeinsames europäisches Handeln dringend erforderlich.

Im Anschluss an die musikalische Abrundung der Veranstaltung durch die Europahymne lud Herr Dr. Ulrich Schulte-Wieschen, der als Koordinator für Europa des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Osnabrück die Veranstaltung moderierte, zu einem Empfang im Foyer des Rathauses ein.

Den Titel „Europaschule in Niedersachsen“ nimmt sich das Gymnasium Wildeshausen als Anlass, den Europagedanken in der Schulgemeinschaft in den kommenden Schuljahren durch weitere Maßnahmen und Aktionen zu stärken.  

Das Gymnasium Wildeshausen ist Europaschule

Mit einem Jahr coronabedingter Verspätung feierte die Schulgemeinschaft endlich die offizielle Ernennung zur „Europaschule in Niedersachsen“ und befindet sich damit in Gesellschaft von knapp 200 weiteren Schulen, die es sich zum Ziel gemacht haben

„(…) Kenntnisse über Europa und europäische Institutionen zu fördern, die aktive Teilnahme an der Unionsbürgerschaft sowie die Mehrsprachigkeit zu stärken und in besonderem Maße die Entwicklung interkultureller Kompetenzen zu ermöglichen und zu unterstützen. Das Schulprogramm ist an diesem Europaprofil ausgerichtet. Entsprechende unterrichtsergänzende Aktivitäten sind fester Bestandteil des schulischen Lebens.“ (Nieders. Kultusministerium)

Der Festakt zur Verleihung des Zertifikats fand am 5. Juli 2022 im Forum mit geladenen Gästen wie der für das Gymnasium zuständigen Dezernentin, Frau Voigtländer-Kunze, dem Landrat des Landkreises Oldenburg, Dr. Christian Pundt, dem Bürgermeister Wildeshausens, Jens Kuraschinksi, und natürlich interessierten Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern aus der Europa-AG und der Schülervertretung statt.
Nach einem stimmungsvollen musikalischen Auftakt durch Charlotte Fischer und Fiete Beuke begrüßte Schulleiter Andreas Langen die Gäste. Er griff in seinem Grußwort ein Zitat Jean-Claude Junkers auf („Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen“), um darauf hinzuweisen, dass Frieden - selbst in Europa - keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Umso wichtiger sei das Engagement für den europäischen Zusammenhalt - gerade in der Schule - und er führte an:

„Die Formulierung „Europaschule in Niedersachsen“ transportiert eine Dialektik, die sich ganz konkret auf das alltägliche Schulleben auswirkt. Zum einen zeigt sich in der Verleihung des Zertifikates ein deutlicher Zuspruch an uns, an die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Wildeshausen. In dem Bewerbungsverfahren muss eine Schule darlegen, dass sie sich dem europäischen Geist verschrieben hat, dass sie europäische Themen und Inhalte in die Lehrpläne und Curricula, d.h. in den konkreten Unterricht der einzelnen Fächer integriert hat, dass sie den europäischen Gedanken im Schulleben aktiv lebt, dass sie im Austausch mit anderen Schulen in Europa an Erasmus+-Projekten teilnimmt. All dies hat das Gymnasium Wildeshausen bereits geleistet und leistet es weiterhin.“

Die Schüler/-innen der Europa-AG und all diejenigen, die an Erasmus Plus-Projekten teilnehmen, sprach Herr Langen direkt an:

„Ihnen und euch möchte ich sagen: Freuen wir uns heute über das Erreichte und blicken wir trotz der Krisen und Konflikte zuversichtlich in die Zukunft. Mit jedem Kontakt in euren Erasmus+-Projekten mit einer Mitschülerin, einem Mitschüler aus einem anderen Partnerland, mit jeder ertragreichen Zusammenarbeit, jeder tollen Begegnung knüpft ihr mit an dem Netz der Einheit Europas.“

Gerade die Jugendlichen sollten an diesem Tag im Zentrum stehen. So beschäftigten sich alle Schüler/-innen des Gymnasiums in der 5. und 6. Stunde parallel zum Festakt mit einer speziellen, altersgemäßen Unterrichtseinheit zur Europa-Hymne und deren Werten. Den kreativen Abschluss bildete die Gestaltung von Fähnchen zum Thema, die anschließend in der Schule ausgestellt wurden.
Aber auch der Festakt selbst wurde von Schüler/-innen mitgestaltet. So berichteten Lateinschüler/-innen des 8. Jahrgangs von ihrer Auseinandersetzung mit der lateinischen Version der Europahymne, in deren Zentrum die Werte unitas (Einheit), libertas (Freiheit), patria (Heimat), iustitia (Gerechtigkeit), diversitas (Vielfalt) und fides (Vertrauen) stehen. Zoe Pietsch zog das Fazit:

„Wie Sie sehen, ist die Hymne nicht nur irgendein Lied, das alle vier Jahre bei der Fußball EM gespielt wird. Nein, es geht um viel mehr als nur Noten und Töne. Die Werte, die aus dem lateinischen Text hervorgehen, sind so wichtig für ein faires Miteinander. Sie können Leben verändern und Kriege beenden. Und so fanden wir es vor allem in diesen Zeiten wichtig, über sie zu informieren und an sie zu erinnern.“

Davon, dass die Europa-Arbeit ein fester Bestandteil des Unterrichts und AG-Lebens unserer Schule ist, zeugten Präsentationen eines eTwinning-Projektes durch Schüler/-innen des Jahrgangs 11 und der Bericht über ein 2021 abgeschlossenes Schulpartnerschaftsprojekt durch Abiturientin Tabea Rodehüser. Auch an das neueste Projekt „B.R.I.D.G.E the Gap“ werden von Vertreter/-innen der Europa-AG Erwartungen formuliert. So sagt Hannah Oltmann: „Ich erhoffe mir für die Zukunft noch viel mehr Zeit mit meiner neuen AG“. Und für den Besuch der Partnerschulen in Wildeshausen im September 2022 ist sich Hannah sicher, „dass wir alle viel dazulernen können, sowohl in der Sprache als auch über Europa.“

Und so fühlte es sich richtig an, als Herrn Langen schließlich die Urkunde überreicht wurde. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch zwei mitreißende Beiträge der Schulband, so dass der Festakt bei Snacks und Getränken in ausgezeichneter Stimmung zu Ende ging.

Politk zu Zeiten des Ukrainekriegs - Europaabgeordnete zu Gast am Gymnasium

von Ella Vianden, 10c

Am Freitag, den 03.03.2023, besuchte uns die Grüne/Bündnis 90-Abgeordnete des Europäischen Parlaments Fr. von Cramon-Taubadel und erzählte von ihrer Arbeit besonders in Bezug auf ihre Arbeit für die Ukraine.

Hierfür hatte sie eine Präsentation vorbereitet mit einigen Fotos und Landkarten, um unter anderem auch zu zeigen, wie sie sich mit den politischen Geschehnissen bei ihrer Arbeit befasst. Besonders beeindruckend und erschreckend zugleich war, dass sie noch kurz vor Beginn des Krieges in der Ukraine vor Ort war und eine Einweihung begleitet hat. Darauf folgten dann Bilder von Hilfszentren und leider auch zerstörten Dörfern sowie Städten. Es war äußerst interessant, ihr dabei zuzuhören, da einige Informationen und Bilder so sonst nicht zugänglich sind.
Zudem hat sie kurz die Arbeitsweise der drei Instanzen des Europäischen Union (Kommission, Parlament und Rat) dargelegt.

Nach ca. 30 Minuten Vortrag von ihrer Seite ging es dann über zur Fragerunde. Und diese wurde eindeutig sehr begrüßt. Obwohl zu Beginn erst kaum Hände oben waren, wurden es von Frage zu Frage immer mehr und es war abzusehen, dass wohl kaum alle beantwortet werden können. Frau von Cramon gab auf jede Frage sehr ausführliche und breit gefächerte Antworten. Für unser Format dauerte das leider zum Teil etwas zu lange und Fragen wurden zu ausschweifend beantwortet. Dennoch war die Fragerunde interessant, da es inhaltlich vom Ukrainekrieg über das Thema Raumordnung bis hin zur Energiewende ging.

Zum Abschluss lässt sich festhalten: es ist sehr interessant, einmal eine Europapolitikerin bei sich zu haben, und zu sehen, dass ihre Arbeitsbereiche gar nicht so fern sind, wie es immer scheint.

„In Europa Zuhause“ – Studienfahrt für Lehrkräfte an Europaschulen in Niedersachsen nach Brüssel 2022

Reisegruppe vor dem NATO-Gebäude in Brüssel

Vom 25.09 – 27.09.2022 wurde vom NlQ eine Studienfahrt nach Brüssel angeboten, an der der ich teilnehmen durfte. Ich kannte das Programm und habe mich besonders auf den Besuch bei der NATO gefreut, hatte aber nicht so richtig eine Vorstellung von dem, was mich erwarten würde und stieg am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr mit etwa 50 weiteren Lehrkräften aus Niedersachsen in Hannover in den Bus.

Am Nachmittag erreichten wir unser Hotel, wo wir nur schnell eincheckten und uns anschließend sofort auf eine Stadtführung begaben. Ich war total überrascht davon, wie schön Brüssel ist. Der Grande Place war abends einfach wahnsinnig toll beleuchtet und die Stimmung war ganz besonders. Wir erfuhren viel über die Geschichte, die Architektur und die Bevölkerung der Stadt.

Den Montagvormittag verbrachten wir in der niedersächsischen Landesvertretung. Dort wurden wir vom „Hausherrn“, Herrn Michael Freericks, begrüßt und erfuhren dann von Frau Robertson-Liersch, wie Lobbyarbeit zum Thema Bildung im europäischen Parlament funktioniert. Anhand von zwei konkreten Gesetzesentwürfen zur Inklusion und zum GreenComp wurde sehr anschaulich verdeutlicht, wie umfangreich und vielfältig die Arbeit ist. Nach einer typisch belgischen Pommes mit typischen Saucen an dem Stand, wo nach Aussagen von Frau Robertson-Liersch auch Angela Merkel nach langen Sitzungen im Parlament ihre Pommes genossen hat, besuchten wir das Europäische Parlament. Wir durften den großen Plenarsaal betreten und kamen anschließend mit einer Abgeordneten des Europaparlaments aus Niedersachsen ins Gespräch. Gegen Abend stand noch der Besuch im „Haus der europäischen Geschichte“ an, ein wirklich beeindruckendes Museum über die Geschichte Europas von den Anfängen bis heute.

Am Dienstagmorgen stand mein persönliches Highlight auf dem Programm: der Besuch bei der NATO. Beim Eingang mussten wir uns strengen Sicherheitsvorkehrungen unterziehen und alle Mobilgeräte abgeben. Dann wurden wir durch das imposante Gebäude geführt und sahen sowohl den militärischen als auch den zivilen Bereich. In einem großen Konferenzraum lernten wir in einem Vortrag viel über die vor allem diplomatische Arbeitsweise der NATO, z.B. im Hinblick auf den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die geplante NATO-Erweiterung von Finnland und Schweden.

Dienstag Nachmittag saßen wir wieder im Bus auf dem Weg in die Heimat und ich muss sagen, dass mich diese 3 Tage total begeistert haben. Die Stadt ist toll und auch alle Programmpunkte, so anstrengend und fordernd sich auch in dieser Dichte waren, haben mir wirklich gut gefallen. Es hat etwas gedauert, um den ganzen Input und alle Informationen in dieser Fülle zu verarbeiten, aber es war eine tolle Erfahrung.

Stephanie Rasche

Europa: Projekt-Bausteine aus dem Unterricht

Als Europaschule haben wir die Integration europäischer Themen fest in unser Schulprogramm und in die Inhalte einzelner Fächer eingebunden. Einen Einblick in die Arbeit an europabezogenen Themen in verschiedenen Klassenstufen und Fächern gibt die kleine „Ausstellung“ an Postern und Plakaten, die zurzeit auf den Stellwänden in der Schulstraße zu finden ist (und auch unter diesem Artikel):

So hat die Klasse 5b im Erdkundeunterricht eine Sequenz zu Europa durchgeführt, in der sie den Alltag und die Kultur anderer Kinder aus europäischen Ländern kennengelernt und sich über die europäische Zusammenarbeit, z. B. in der EU, über den europäischen Naturraum und über die Staaten Europas informiert hat. Als Abschluss haben die Schüler:innen ein europäisches (z. T. auch eurasisches) Land ihrer Wahl in Form eines Plakats vorgestellt.

Die Klasse 9c hat sich den jedes Jahr im Februar weltweit durchgeführten Aktionstag „Safer Internet Day“ als Anlass genommen, im Englischunterricht Poster und Präsentationen zu verschiedenen sozialen Netzwerken zu präsentieren. In diesem Zusammenhang wurde auch eigenes Nutzungsverhalten reflektiert und auf mögliche Risiken der Internetnutzung eingegangen, z. B. wurden Probleme wie Cyber-Mobbing, Fake-News und Hass im Netz in den Blick genommen.

„Fit für die Demokratie, stark für Gesellschaft“, so lautet das Motto der Safer Internet Days 2022.  Die Bedeutung dieses Mottos sowie die Stärkung gemeinsamer europäischer Werte werden vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen besonders sichtbar.

Europa macht Schule 2021/22

Das Gymnasium Wildeshausen hat im Schuljahr 2021/22 erstmalig an dem Programm „Europa macht Schule“ teilgenommen. Ziel dieses Programms ist es, internationale Studierende und Schulklassen zusammenzubringen und damit den europäischen Zusammenhalt unter jungen Menschen zu stärken. Während des Projekts gehen Studierende aus verschiedenen Ländern Europas in deutsche Schulen und gestalten mit den Schülerinnen und Schülern den Unterricht. Von einer solchen Zusammenarbeit profitieren alle!

Gemeinsam mit Frau Ahmad als Politiklehrerin, die das Projekt initiiert hat, und der Studentin Stenia Drakopoulou aus Athen beschäftigte sich die Klasse 11b während der Projektumsetzung mit der griechischen Kultur und Tendenzen der Globalisierung. Da Frau Drakopoulou internationale Politik studiert, konnte sie fachkundig über das Thema der Verschuldung Griechenlands und den Rettungsschirm Auskunft geben. Frau Drakopoulou war am 16. und 22.6. in Wildeshausen, um mit der Klasse an diesem Thema zu arbeiten. Am 16. haben die Schüler:innen ihr die Stadt gezeigt und ihr einen Einblick in ihre Welt gegeben. Nach dem ersten Kennenlernen haben die Schüler:innen sich dann eigenständig überlegt, welche Aspekte der Globalisierung sie vertiefen möchten. Auf diese Aspekte ist Frau Drakopoulou bei ihrem zweiten Besuch am Gymnasium Wildeshausen am 22.6. eingegangen. Im Anschluss an dieses Treffen arbeiteten die Schüler:innen während des Politikunterrichts weiter an dem Thema; die Ergebnisse wurden von Johanna zu einer Präsentation zusammengeführt.

Den Abschluss des Projekts bildete am 4. Juli ein gemeinsames Treffen aller beteiligter Schulen im Haus der Wissenschaft in Bremen. Hier stellten Lucas und Ella die Ergebnisse der Klasse vor. Nach den Präsentationen gab es ein Quiz rund um Europa, bei dem die Schüler:innen gut abschnitten. Während der Veranstaltung wurden aber nicht nur aktuelle und gesellschaftspolitisch spannende Informationen über die verschiedenen Länder dargeboten, zusätzlich konnte man leckere Gerichte probieren und die unterschiedlichsten Musikstile hören. Ganz am Schluss wurden die Teilnahmezertifikate überreicht.

Einblicke in das Projekt bieten die nachfolgende Präsentation "Globalisierung ind Griechenland" und die Bildergalerie:

Wir feiern die Erasmus-Days 2021!

Mitte Oktober - bei uns durch die Herbstferien etwas verzögert - feiern die europäischen Schulen, die im Erasmus-Programm engagiert sind, traditionell ihre gemeinsame Arbeit. Egal ob Ausstellungen, Poster, Aktionen vor Ort, alle Formen der Bekanntmachung der EU-Programme und der schulischen Europa-Aktivitäten sind willkommen.
In diesem Jahr hat die Europa-AG ein interaktives Poster über ihre Abschlussfahrt nach Warschau gestaltet.

Einfach die Anwendung vergrößern und Sie/ihr könnt sehen, lesen und hören, was auf dieser Fahrt erlebt und gestaltet wurde:

Safer Internet Day 2021 - gemeinsam für ein besseres Internet

„Gemeinsam für ein besseres Internet“, so lautet das Motto des diesjährigen internationalen Aktionstages für mehr Sicherheit im Netz. Der Safer Internet Day ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die weltweit Aktionen zum Thema Internetsicherheit organisiert. In Deutschland werden diese von der EU-gestützten Plattform klicksafe koordiniert, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Medienkompetenz zu stärken.

Das Gymnasium Wildeshausen hat sich den Safer Internet Day zum Anlass genommen, den neuen Leitfaden zum angemessenen Verhalten im Netz (Netiquette) sowie Projektergebnisse aus dem Unterricht vorzustellen. Diese sind sowohl auf Stellwänden in der Pausenhalle unserer Schule als auch als kleine digitale Galerie bzw. zum Download am Ende dieses Artikels zu finden.

Angesichts der Zunahme von Falschmeldungen und Hate Speech in den sozialen Netzwerken und der unmittelbaren Relevanz des Themas für junge Menschen hat sich z. B. die Klasse 10d im Rahmen eines eTwinning-Projektes mit dem Thema „My digital life balance“ beschäftigt. Anstoß zu dem Projekt gab das Thema des 68. Europäischen Wettbewerbs „Digital EU and YOU?!“ Für den Wettbewerbsbeitrag arbeiten die deutschen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Partnerschulen in Spanien, Polen, Italien und Griechenland. Die Schülerinnen und Schüler erstellen in transnationalen Teams Umfragen zum Umgang mit sozialen Medien, interaktive Poster und digitale Präsentationen. Dabei umfassen die bearbeiteten Themen ein breites Spektrum von bekannten Problemen der Internetnutzung, wie z. B. „Cyberbullying“ und „Fake News“, bis zu neu entstandenen Phänomenen wie „Nomophobia“, „Phubbing“ und „Oversharing“. Einige kreative Beiträge der kollaborativen Teamarbeit sowie Erklärungen dieser Begriffe finden sich in einem von der italienischen Kollegin erstellten Padlet (= digitale Tafel, die gemeinsam bearbeitet werden kann):

https://padlet.com/daisydegio/SID21

Vorbereitend wurden in dem Projekt verschiedene Apps vorgestellt und für kleinere Aufgaben, die mit dem Thema im Bezug stehen, auf ihren Nutzen hin ausgewertet. Thematische Bezugsthemen, wie z. B. Netiquette, Hate Speech sowie ein digitales Wörterbuch in den Sprachen der Partnerländer, ergänzen die Arbeit an dem eigentlichen Wettbewerbsthema.

Allgemeine Informationen über den Safer Internet Day und Aktionen, die an diesem Tag durchgeführt wurden, sind auf der Webseite von klicksafe veröffentlicht:

https://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2021/

Weitere Informationen sind auch auf unserer Seite zum eTwinning zu finden - schauen Sie doch mal vorbei!

Europa und die Welt - bundesweiter Vorlesetag 2020

Lese AG bereitet Vorlesetag vor.

Auch in diesem Jahr nimmt unsere Schule am Bundesweiten Vorlesetag teil. Vor dem Hintergrund der geltenden Hygienevorschriften müssen die einzelnen Aktionen natürlich in einem deutlich kleineren Rahmen stattfinden als in den vergangenen Jahren. Dennoch ist ein interessantes Angebot gelungen, das vielen Schülerinnen und Schülern Angebote zum Weiterlesen eröffnet.

Passend zum Motto des diesjährigen Vorlesetages haben zum Beispiel die Teilnehmerinnen der Lese-AG aus den Jahrgängen 9 und 10 einen Europa-Lesetisch zusammengestellt. Hier finden sich ganz unterschiedliche Bücher zum Thema Europa, z. B. praktische Reisetipps (auch in englischer Sprache), Sachbücher über politische Zusammenhänge und geschichtliche Hintergründe oder auch Karikaturen. Besonders spannend sind die Leseempfehlungen unserer Partnerschulen aus Portugal, Polen und Italien, die sich aus unserer Arbeit an dem Erasmus-Projekt „Footprints“ ergeben haben. Alle Bücher sind in der Schulbibliothek entleihbar. Hier befindet sich gerade eine neue Abteilung „Europa“ im Aufbau.

Die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Lese-AG aus den Jahrgängen 5 und 6 haben im Rahmen des Deutschunterrichts in ihren Klassen über den Vorlesetag informiert und Texte zum Thema Europa vorgelesen. Gemäß dem Motto wurden hierbei auch fremdsprachliche Texte mit aufgenommen. Ergänzt wurden diese durch selbst geschriebene Geschichten und Gedichte zum Thema Europa. In der AG selbst wurden darüber hinaus Geschichten aus den unterschiedlichen Herkunftsländern der AG-Teilnehmer*innen aufgegriffen.

Link zur offiziellen Seite des Bundesweiten Vorlesetages:

https://www.vorlesetag.de

Erasmus Days 2020

Die Erasmus Days feiern traditionell Aktivitäten, die im Rahmen der EU-Bildungsprogramme unternommen werden. Dabei sind alle möglichen Formen denkbar, zu denen auch die Öffentlichkeit eingeladen werden kann und sollte.

Da es coronabedingt nicht möglich ist, eine Aktion mit vielen Menschen zu organisieren, haben wir zusammen mit Maria, Selma und Nick aus dem Erasmus+ Projekt „Footprints“ eine kleine Ausstellung der Europa-Aktivitäten an unserer Schule gestaltet, die im Eingangsbereich besichtigt werden kann. Zu sehen sind Produkte aus dem „Footprints“-Projekt, u.a. eine Aufstellung und Evaluation aller digitalen Werkzeuge, die bisher genutzt wurden, Poster zu den aktuellen eTwinning-Projekten und Beiträge zum Europäischen Wettbewerb.

Außerdem können interessierte Schüler/-innen Wünsche für zukünftige eTwinning-Projekte auf ein Poster eintragen.

Unter https://www.erasmusdays.eu findet man die ErasmusDays-Aktion unserer Schule auf einer interaktiven Europakarte.

Wenn ich an Europa denke... - Geschichtenwettbewerb 2020/21

Das Plakat zum Wettbewerb.

...So ging es los...

Der Kontinent Europa steht im Mittelpunkt des diesjährigen Geschichtenwettbewerbs der Lese- und Schreib-AG unserer Schule. Der Wettbewerb soll Jugendlichen Anstoß geben, sich mit dem Thema Europa zu beschäftigen, die Geschichten sollten also einen klar erkennbaren Europabezug aufweisen. Inhaltlich sind der Fantasie darüber hinaus kaum Grenzen gesetzt: So kann es zum Beispiel um Begegnungen in europäischen Ländern, Zeitreisen in Epochen der europäischen Geschichte oder auch in ein Europa der Zukunft gehen. Es kann um Verständigungsprobleme oder verschiedene Sprachen in Europa, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Feste, Ernährungsgewohnheiten, Vorurteile und vieles mehr gehen.

...Und das ist dabei herausgekommen...

In diesen besonderen Zeiten war unser Schreibwettbewerb eine echte Herausforderung: Alle Geschichten mussten digital eingereicht werden, die Jury – bestehend aus vier Schülerinnen (Paula Debbeler, Marua Haji,  Kaya Langebröker und Alexandra Nienaber) und den AG-Leiterinnen Tanja Krönke  und Gabriela Wünsch - konnte ausschließlich via Videokonferenz arbeiten und die Siegerehrung musste gleich um mehrere Monate verschoben werden. Aber: Krisenzeiten befördern die Kreativität und so konnte die Jury über eine große Zahl sehr gelungener Beiträge staunen.

Die Gewinnergeschichte in Jahrgang 5 beschreibt eine Traumreise in die Heimatländer berühmter Europäerinnen und Europäer von Agnetha Fältskog, Sängerin der schwedischen Popgruppe ABBA, bis zu Prinz Philip in Großbritannien. Eine richtig tolle Geschichte.
„Tour Europa“ von Rebecca Faber, Klasse 5a

Auch in Jahrgang 6 überzeugt eine Europareise, allerdings eine aus tierischer Sicht. Eine stetig größer werdende Gruppe ganz unterschiedlicher Tiere bereist verschiedene europäische Länder. Die gemeinsamen Erlebnisse schweißen die Gruppe zusammen und so verwundert es nicht, dass diese final den Freundschaftsgedanken Europas beschwört.
„Auf vier Pfoten durch Europa“ von Sophia Bergmann (6e) und Marie Bramlage (5d)

Die Autorin der Gewinnergeschichte in den Jahrgängen 7-9 dürfte allen bekannt sein, denn sie gewinnt immer einen Preis – einfach weil sie es verdient! In diesem Jahr ist es eine Liebesgeschichte aus zwei Perspektiven erzählt, mit tragischem Beginn, die zu einem Plädoyer für die Freude am Leben wird. Tolle Idee und großartig geschrieben.
„Um die halbe Welt und noch weiter“ von Anna Belland, Klasse 8a

Den Jahrgang 10 haben wir in diesem Jahr mit der Oberstufe zusammengefasst. Alle Beiträge sind ausnahmslos außerordentlich gut geschrieben und von großer Vielfalt: politische Statements, ein Tagebuch-Roman, Geschichtliches, Wehmütiges und auch sehr Persönliches. Doch es gibt ja immer die eine Geschichte, die etwas ganz Besonderes ist. Unsere Wahl fiel auf eine rundum gelungene, wunderschöne Geschichte, die nach den europäischen Sternen greift: Freundschaft, Vielseitigkeit, Mut!
„Only the Sky ist the Limit“ von Ella Kramer, Klasse 10d

Der ein oder andere wird sich an die letztjährige Siegerehrung erinnern und an das Versprechen unseres ehemaligen Schulleiters, Herrn Schirakowski, in Zukunft einen Sonderpreis auszuloben. Nun haben wir in diesem Jahr tatsächlich eine Geschichte, die eines Sonderpreises absolut würdig ist. EUROPA als skurril-schräges Familienessen! Was da alles auf den Tisch kommt, kann man sich vorstellen … Ironisch, manchmal geradezu sarkastisch, mit interessanten Wendungen und sprachlich brillant. Chapeau!
„Europäische Familie“ von Steffen Henkensiefken, Klasse 9d

Zu unserem Bedauern konnte Herr Schirakowski pandemiebedingt nicht an unserer Siegerehrung teilnehmen. Wir bedanken uns für den Sonderpreis und senden herzliche Grüße nach Oldenburg.

Herzlichen Glückwunsch an die Autor*innen unserer Gewinnergeschichten  und ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten für die tollen Geschichten. Es war uns – wie immer – eine Freude, sie zu lesen!

sieger

Die Gewinner*innen Rebecca, Marie, Steffen, Sophia, Ella und Anna (von links nach rechts).

Junior-Europawahl 2019

Stimmabgabe

Am Gymnasium Wildeshausen haben die Schülerinnen und Schüler von sechs 10. und vier 11. Klassen im Mai 2019 im Politikunterricht eine „Europa-Juniorwahl“ durchgeführt.

Die Art der Vorbereitung war unterrichtsbedingt sehr unterschiedlich: Während das Thema „Europäische Union“ in den zehnten Klassen zurzeit sowieso Schwerpunkt ist, mussten die elften Klassen in der Regel auf Kenntnisse aus dem letzten Schuljahr zurückgreifen und aktuelle Wahlkampfwerbung und –berichterstattung zu Rate ziehen. Die meisten Schülerinnen und Schüler nutzten auch den „Wahlomat“ der Bundeszentrale für politische Bildung, um sich im breiten Angebot von 40 Parteien eine Orientierung zu verschaffen.

Das Ergebnis zeigt, dass auch in Wildeshausen die Präferenzen der Jugendlichen (am Gymnasium) erhebliche Abweichungen zum Wahlverhalten der Erwachsenen aufweisen:

Wahlergebnisse der Junior-Europawahl 2019 am Gymnasium Wildeshausen:

Anzahl der abgegebenen Stimmen: 199

(Alle Klassen in Jg. 10 und 11, außer 11a)

 

Parteien

Europawahl

%

CDU

13

6,53

SPD

42

21,11

GRÜNE

83

41,71

AfD

3

1,51

DIE LINKE

4

2,01

FDP

15

7,54

PIRATEN

6

3,02

Tierschutzpartei

12

6,03

NPD

0

0,00

Die PARTEI

9

4,52

FAMILIE

0

0,00

FREIE WÄHLER

0

0,00

Volksabstimmung

0

0,00

ÖDP

2

1,01

DKP

1

0,50

BP

0

0,00

MLPD

0

0,00

SGP

0

0,00

TIERSCHUTZ hier!

0

0,00

Tierschutzallianz

2

1,01

Bündnis C

0

0,00

BIG

0

0,00

BGE

0

0,00

DIE DIREKTE!

1

0,50

Demokratie in Europa

4

2,01

III. Weg

0

0,00

Die Grauen

0

0,00

DIE RECHTE

0

0,00

DIE VIOLETTEN

1

0,50

LIEBE

0

0,00

DIE FRAUEN

0

0,00

Graue Panther

0

0,00

LKR

0

0,00

MENSCHLICHE WELT

0

0,00

NL

0

0,00

ÖkoLinX

0

0,00

Die Humanisten

1

0,50

PARTEI FÜR DIE TIERE

0

0,00

Gesundheitsforschung

0

0,00

Volt

0

0,00

ungültige Stimmen

0

0,00

Abweichungen von 100 % ergeben sich aus den mathematischen Rundungen.