Hallo,
wir sind Mariette und Jule aus dem 10. Jahrgang. Wir waren vor kurzem mit einem Erasmus+ Stipendium für 5 Wochen  in Spanien, um genauer zu sein in Katalonien an der Küste südlich von Barcelona. Wir haben für diese Zeit in zwei sehr gastfreundlichen und zuvorkommenden Gastfamilien gelebt. Innerhalb unseres Aufenthaltes haben wir die spanische Gesamtschule Instituto de Camarles besucht und am regulären Unterricht teilgenommen. Bereits am ersten Tag konnten wir einige Unterschiede zum Gymnasium Wildeshausen feststellen. Beispielsweise weist die Schüler-Lehrer-Verbindung deutlich weniger Respekt und Autorität auf und es scheint eher wie ein freundschaftliches Verhältnis. Auch die räumliche oder technische Ausstattung lässt sich nicht mit der Ausstattung in unserer Schule vergleichen. So hat man nach und nach auch einige kulturelle Unterschiede gemerkt.
Während unseres Austausches hatten wir die Möglichkeit, an dem Programm von einem einwöchigen Austausch von der Schule in Camarles mit einer deutschen Schule aus Gießen teilzunehmen. Unter anderem haben wir Exkursionen in die nächstgrößere Stadt, zu einem lokalem Reismuseum und in das Naturschutzgebiet Delta de Ebro gemacht. Außerdem konnten wir zusammen mit den anderen deutschen Austauschpartnern traditionelle Spiele und Tänze kennenlernen.
Mariette hat in der kleinen Stadt Camarles gelebt, in der sich auch die Schule befindet und Jule hat direkt am Meer in einem Hafenort namens l´Ampolla gelebt. Trotzdem konnten wir an den Wochenenden zusammen mit unseren Gastschwestern viele Ausflüge machen. So haben wir zum Beispiel Barcelona besucht oder konnten eine Bootstour machen. Auch das Leben in der Gastfamilie war deutlich anders als wir es gewohnt sind, aber dennoch haben wir uns sehr wohl gefühlt und es ist für uns ein zweites zu Hause geworden, weil sich die Familien sehr gut um uns gekümmert haben.
Obwohl die Menschen alle sehr freundlich waren, war die Integration schwerer als gedacht, da die Spanier vor Ort, unter anderem aus politischen Gründen, nur Katalanisch sprechen und wir konnten leider nichts verstehen und die Menschen mussten für uns die Sprache ändern.
Trotzdem hat uns beiden die Erfahrung sehr gut gefallen und die Erasmus+ Stipendien bieten eine großartige Möglichkeit für Schüler/innen einen Auslandsaufenthalt zu machen, da alle Kosten übernommen werden und man sich komplett auf seinen Austausch konzentrieren kann.

Wir freuen uns sehr, im Februar unsere spanischen Gastschwestern begrüßen zu dürfen und ihnen unsere Heimat und Schule zu zeigen.