Schülerlabor der Uni Osnabrück besucht Gymnasium Wildeshausen

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Annabelle Kirchner und Anton Bokeloh untersuchen die Wirkung von Superabsorbern in der Windel (Foto: V. große Hackmann).
Das mobile Schülerlabor zu Besuch in Wildeshausen [zum Vergrößern anklicken].

Was haben Babywindeln mit Mikroplastik zu tun? Schüler des Chemie Leistungskurses forschen zu den Umweltauswirkungen von Mikroplastik

Wenn Nachhaltigkeit auf dem Stundenplan steht, gibt es viel zu entdecken. Diese Erfahrung konnten am Donnerstag, den 24. März, die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten beim Besuch des mobilen Schülerlabors machen.

In 8 experimentellen Stationen forschten die naturwissenschaftlich interessierten Schüler unter Anleitung von Wissenschaftlern der Universität Osnabrück rund um das Thema Mikroplastik. Das eigenständige Experimentieren machte den Schülern nicht nur Spaß, sondern sorgte auch für Verblüffung! Mit Erstaunen konnten die Schüler feststellen, dass herkömmliche Windeln dank mikroplastischer Superabsorber einen Liter Flüssigkeit aufnehmen. Das hatte man aus Kindheitstagen wohl nicht mehr so erinnert und mit Plastik schon gar nicht in Verbindung gebracht! Dass Mikroplastik in Kosmetika steckt, liegt da schon näher. In anschaulichen Experimenten übten sich die Schüler darin, das Mikroplastik in Kosmetikprodukten ebenso wie in Abwasserproben nachzuweisen. Doch wie kommt das meiste Plastik eigentlich in die Umwelt? Diese Frage sorgte für großes Aufsehen, denn mit der anschließenden Antwort des Osnabrücker Doktoranden hatte niemand gerechnet.

“Der größte Teil des Mikroplastiks wird durch Reifenabrieb in die Atmosphäre eingebracht“. Der Anstoß für eine intensive Debatte zur globalen Plastikproblematik war damit gelegt. Dass das Thema Nachhaltigkeit nicht mit dem Verlassen des Schulgebäudes endet, mag manchen Schüler noch auf seinem Heimweg begleitet haben - am nachhaltigsten wohl die in Bus und Auto.

 


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