Knoblauch gegen Corona?

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Auslandskorrespondentin Julia Jaroschewski bringt unseren SchülerInnen bei, wie Falschnachrichten identifiziert werden können.
6.-KlässlerInnen knacken Falschnachrichten im Internet [zum Vergrößern anklicken].

Was haben Knoblauchgetränke gegen Corona und ein Hai auf der Autobahn gemeinsam? Über beide Fälle wurde im Internet ausgiebig berichtet, die Nachrichten sogar in mehrere Sprachen übersetzt, gar tausendfach über WhatsApp geteilt. 

Gegen Falschnachrichten wie diese hat die 6a nun ein hochwirksames Hilfsmittel erprobt. Gemeinsam mit der Auslandskorrespondentin Julia Jaroschewski, die u.a. für Die Welt, Spiegel-Online und das WIRED-Magazin tätig ist, haben die Schüler neun Werkzeuge erfahren, die falschen Behauptungen im Netz den Kampf ansagen und nicht authentische Bildercollagen identifizieren. 

Im Rahmen einer 90minütigen Videokonferenz lernten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse mit ihrer Klassenlehrerin V. gr. Hackmann verschiedene Strategien wie den Quellen-Check oder die Bilderrückwärtssuche kennen, die sie gegen „mediale Fakes“ immun machen. Die Journalistin Jaroschewski arbeitet mit der international tätigen Organisation Lie Detectors zusammen. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, manipulative Informationen in den sozialen Medien zu erkennen. Dass dies gelungen ist, zeigt die Aufdeckung der Falschnachrichten durch die Schüler, die sich mit dem Kurs zu Lügendetektoren fortgebildet haben.

Dieser Onlinekurs hat nicht nur zum Aufbau von Medienkompetenz beigetragen, sondern den Schülern auch die Entstehung von Nachrichten und das Berufsfeld von Journalisten nähergebracht: “Ich hätte nicht gedacht, dass die Arbeit als Reporterin so spannend ist“, stellt eine Schülerin am Ende der Veranstaltung fest. Beiläufig verrät sie auch noch, dass sie seit heute einen neuen Berufswunsch hegt.


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