Erasmus in Corona-Zeiten: Was macht „Footprints“?

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Vom 2.3. bis zum 6.3.20 fand die letzte Mobilität unseres Erasmus-Projektes nach Straßburg statt. Ein paar Tage später wurde das gesamte Elsass zum Risikogebiet erklärt, am 16.3.20 war Schluss mit Schule in Niedersachsen. Unseren Partnerländern erging es nicht anders. Über kurz oder lang fand auch in Italien, Polen und Portugal der Unterricht nur noch aus der Distanz statt. Aber bedeutete das, Erasmus war lahmgelegt? Weit gefehlt!

Zum Glück steht unser Projekt auf zwei Säulen. Die eine bilden die Fahrten, die natürlich nicht durchgeführt werden konnten. Die andere Säule ist das gemeinsame Arbeiten an Aufgaben über das Internet. Obwohl wir unsere Gäste nicht wie geplant im Mai in Wildeshausen empfangen konnten, haben die Schüler/-innen trotzdem an den vorbereitenden Aufgaben für dieses Treffen gearbeitet. Für das Thema „Kultur der Arbeit“ begann ein Teil der Teilnehmer/-innen, ältere Verwandte über ihr Berufsleben zu interviewen. Außerdem wurden heutige Berufe, die für die jeweilige Region typisch sind, auf einer Präsentationsplattform dargestellt. Auch wenn die Zusammenkunft in Wildeshausen auf Mai 2021 verschoben werden musste, ist ein Teil der Arbeit schon gemacht.

Um den Kontakt zu unseren Partnern auch weiterhin zu pflegen, wurden zwei digitale „Corona-Aktivitäten“ ins Leben gerufen, bei denen sich die Schüler/-innen aus allen vier Ländern über die bedrückende Situation austauschen und sich gegenseitig Mut machen konnten.

Die das Projekt betreuenden Kolleginnen waren inzwischen überwiegend mit Kommunikation per E-Mail und Videokonferenz beschäftigt: einerseits mit unseren nationalen Agenturen in den Kultusministerien, um organisatorische und rechtliche Fragen zu klären; andererseits mit den Partnerschulen, um die Mobilitäten und Aufgaben neu zu terminieren.

Wenn die Situation es zulässt, sind ab dem 2. Halbjahr wieder Mobilitäten geplant. Insgesamt wird das Projekt bis Ende Oktober 2021 verlängert werden, um es dann hoffentlich zur Zufriedenheit aller abschließen zu können. Im Sinne unserer Schüler/-innen wünschen wir uns sehr, dass uns die Pandemie nicht noch einen weiteren Strich durch die Rechnung macht!

 

Antje Grützmacher und Tanja Krönke

 


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