Bündnis90/Die Grünen und Susanne Mittag (SPD) gewinnen die Juniorwahl am Gymnasium Wildeshausen

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Stimmabgabe zur Juniorwahl 2021 am Gymnasium Wildeshausen [zum Vergrößern anklicken].

Mehr als eine Millionen Schülerinnen und Schülern gaben in der letzten Woche bundesweit im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimme ab. Seit 1999 wird die Bundestagswahl dabei detailgetreu simuliert und hat sich fest als wichtige demokratiefördernde Maßnahme für junge Menschen etabliert.
Auch das Gymnasium Wildeshausen nahm als eine von über 4500 Schulen teil. Als freiwillige Wahlhelfer:innen haben sich diverse Schüler:innen aus dem Jahrgang 10 sowie der Oberstufe gemeldet, die gemeinsam mit den Politiklehrer:innen dafür sorgten, dass die Jahrgänge 8 bis 13 in den Pausen sowie nach der 6. Stunde ihre Stimme abgeben können. In den Wochen zuvor wurde die Wahlsimulation im Fachunterricht Politik-Wirtschaft vorbereitet: Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich u.a. mit dem Wahlverfahren an sich sowie mit den Wahlprogrammen der Parteien.
Insgesamt nutzten 75,5% der 612 wahlberechtigten Schüler*innen die Möglichkeit, ihre politische Präferenz auszudrücken. Die Anzahl der Wähler*innen liegt somit nur knapp unter der Beteiligung der stimmberechtigten Bürger*innen bei der Wahl des 21. Deutschen Bundestages (76.6%). Besonders hoch war die Beteiligung in der Qualifikationsphase, was sicherlich auch auf die engagierte Podiumsdiskussion im Vorfeld zurückzuführen ist, über die wir kürzlich hier bericDiagrammhteten.

Das Ergebnis des Gymnasiums Wildeshausen weicht jedoch deutlich vom vorläufigen amtlichen Wahlergebnis ab: Bündnis 90/Die Grünen bekamen die meisten Zweitstimmen (31,5%), an die Sozialdemokraten gingen 23,5%, dicht gefolgt von der FDP (22,2%). Die CDU konnte nur 8,4% der Schülerinnen und Schüler unserer Schule für sich gewinnen. Der Linken (5,6%), der Partei „Die PARTEI“ (1,9%), Volt (1,5%) sowie der AfD (1,3%) gelang es ebenfalls, einige Stimmen für sich gewinnen.
Bei den Erststimmen sah die Verteilung ähnlich aus: Die Direktkandidatin der SPD, Susanne Mittag, setzte sich hier allerdings sich mit 147 zu 126 Stimmen gegen ihre Mitbewerberin von den Grünen, Christina-Johanne Schröder, durch.
Vergleicht man die Ergebnisse am Gymnasium Wildeshausen mit den bundesweiten Ergebnissen der Juniorwahl (https://www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html), fällt insbesondere auf, dass es den Grünen an unsere Schule gelang, deutlich mehr Stimmen auf sich zu vereinigen (Gymnasium Wildeshausen: 31,5%; bundesweit: 20,6%), die AfD konnte hingegen weniger Wähler*innen von sich überzeugen konnte (Gymnasium Wildeshausen: 1,3%%; bundesweit: 5,1%).
Im Vergleich zur Juniorwahl 2017 gab es gravierende Unterschiede im Wahlverhalten der Schüler:innen: Mit Blick auf das bundesweite Ergebnis ist festzustellen, dass die CDU die deutliche Verliererin des Wahlabends ist, die Liberalen hingegen ihr Ergebnis nahezu verdoppeln konnten. Dass die Ära der Volksparteien vorbei zu sein scheint, manifestiert sich somit auch im Wahlverhalten der Jugend.

Interessierte Schüler*innen des Gymnasium verfolgten am Sonntagabend in lockerer Atmosphäre die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl und diskutierten die Ergebnisse der Juniorwahl. Die Wahlparty schloss das Programm rund um die Bundestagswahl am Gymnasium Wildeshausen ab. 

Abschließend möchte sich die Fachgruppe Politik noch einmal bei unseren Wahlhelfer:innen bedanken, die die Wahl so zuverlässig durch- und ausgeführt haben:
Dario Agresti, Henrieke Bretschneider, Anna-Britt Dannhorn, Niklas Henke, Heleen Hoffrogge, Theo Janotta, Sophie Just, Mette Meyer, Felix Nordbruch, Bozhidar Samardzhiev, Max Templin und Clara Vogelsang.
Ein besonderer Dank geht an Elias Lührsen, Johannes Hertrampf und Malte Rademacher von der Technik-AG, die das Programm rund um die Juniorwahl hervorragend begleitet haben, sowie Niklas Henke, der die Ergebnisse in der angehängten Präsentation aufbereitet hat.

 


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