2. Bewegende, humorvolle und sehr persönliche Worte zur Verabschiedung

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Durch das abwechslungsreiche Programm der Verabschiedung führten Herr Sudholz und Herr Holthaus, die Herrn Schirakowski einluden, dieses gemeinsam mit ihnen von den Campingstühlen des Bühnenbildes heraus zu beobachten.
Verabschiedung auf dem Campingstuhl [Zum Vergrößern anklicken]

Bereits das von Frau Hoffmann und Herrn Zunk liebevoll gestaltete Bühnenbild, bestehend aus einer recht naturgetreuen Nachbildung eines VW T5 mit Karmann-Aufbau sowie der dazugehörigen Camping-Szenerie, verwies auf eine Freizeitbeschäftigung unseres (nun ehemaligen) Schulleiters, auf die nahezu alle Beiträge des Festaktes zur Entlassungsfeier Bezug nahmen: Für das Reisen mit der Familie soll jetzt im wohlverdienten Ruhestand mehr Zeit bleiben.

Durch das abwechslungsreiche Programm der Verabschiedung führten Herr Sudholz und Herr Holthaus, die Herrn Schirakowski einluden, dieses gemeinsam mit ihnen von den Campingstühlen des Bühnenbildes heraus zu beobachten.

Auf einen schwungvollen musikalischen Beitrag der Chor-AG von Frau Niemann (Always look on the bright side of life), der an die Verabschiedung durch die Klassen in der 3. und 4. Stunde anknüpfte, schloss die Rede des stellvertretenden Schulleiters, Herr Sudholz, an. Mit dem geschulten Blick des Mathematikers benannte er einige beeindruckende Zahlen, u. a. 45.000 unterschriebene Zeugnisse, 90 eingestellte Lehrkräfte, 300.000 zurückgelegte Kilometer etc. Vor allem aber erwähnte er die über 20 Jahre als Schulleiter bei uns an der Schule, in der er zahlreiche Umbauten bzw. auch Neubauten sowie Neuerungen und Herausforderungen begleitet hat (Ganztagsschule, inklusive Schule, eigenverantwortliche Schule, Flüchtlingskrise).

Als nächster Redner betonte auch Herr Landrat Harings die baulichen Veränderungen, welche die Schule seit der Übernahme des Landkreises als Schulträger im Sinne einer positiven Weiterentwicklung geprägt haben. Deutlich wurde in dieser Rede insbesondere die konstruktive Wertschätzung der Zusammenarbeit, die von dem gemeinsamen Ziel, eine gute Lernlandschaft für die zukünftige Generation zu schaffen, getragen worden sei. Als besonderen Dank und Ehrengabe überreichte der Landrat Herrn Schirakowski ein Bild des Wildeshauser Künstlers Hartmut Berlinicke.

Einige Tipps zur gelingenden Umsetzung eines stilvollen Abschiedes gaben Frau Rick und Herr Müller mit einer Schülergruppe der DS-Kurse. Die Gruppe demonstrierte humorvoll die Entstehung des Abschiedsgrußes aus der Wikingerzeit und zeigte sehr eindrucksvoll Umsetzung und Ablauf einer Abschiedssituation, damit diese zu einer echten "Wink-Wink-Situation" wird.

Von seinem Campingstuhl aus konnte Herr Schirakowski als Nächstes der Rede der Elternvertreterin Frau Stöver-Wulf folgen. Diese erläuterte humorvoll die Probleme, die sich beim Verfassen einer solchen Rede zwangsläufig stellen: Wie z. B. sollen gleichzeitig der intellektuelle Anspruch, der Unterhaltungswert und die Gefühle berücksichtigt werden. Gebündelt wurde dies in einem Zitat Goethes: "Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden." Abschließend bedankte auch sie sich bei Herrn Schirakowski für die gute und wertschätzende Zusammenarbeit.

Auf die sehr gefühlvolle und ausdrucksstarke musikalische Darbietung des Liedes "Shallow" von Maria Stöver (Gesang) und Marcel Mirsa (Gitarre und Gesang) folgte die Rede der Schülervertretung. Elissa Jäschke, Luca Wübbenhorst und Jannis Wibben illustrierten mit Hilfe einer kreativ gestalteten Flipchart-Präsentation zentrale Veränderungen in unserer Schule, die während der Amtszeit von Herrn Schirakowski stattfanden. Dabei stellten sie insbesondere viele Kleinigkeiten, den Schulalltag aber sehr bereichernde Punkte heraus, wie z. B. die neuen Klettergeräte im Außenbereich. Am Ende ihrer Rede stand die Frage nach der Zukunft und die Vorstellung, Zauberkräfte entwickeln zu können, mit deren Hilfe Herr Schirakowski wieder zurückgeholt werden könnte.

Zwischenzeitlich wurde das Begleitprogramm auf dem Campingplatz-Bühnenbild für Herrn Schirakowski zunehmend herausfordernder: Nachdem dieser zuvor bereits "Selfies" mithilfe eines Handysticks aufnehmen musste, stand nun ein "Trinkspiel" an, bei dem Getränke Herkunftsländern bzw. -orten zugeordnet wurden, bis später noch der "Proust’sche Fragebogen" Aufschluss über recht private Einstellungen geben sollte. Fraglich bleibt wohl, was er von der Umgestaltung der Schullandschaft in Wildeshausen gemäß der "Roadmap 2143" zum "Co-Working-Space" zur Erhöhung des "Resulter-Outputs" halten sollte.

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war die beeindruckende Darbietung von Fiete Beuke, der am Klavier Claude Debussys "Claire de Lune" spielte.

Für das ganze Kollegium hielt Dr. Carsten Lange eine Rede, in der er sich als besondere Herausforderung die kaum lösbare Aufgabe stellte, die Namen aller an dem Schulalltag Beteiligten in einer Reizwortgeschichte unterzubringen. Diese Reizwortgeschichte sollte zudem noch in Form von Tagesordnungspunkten strukturiert sein. Was kaum möglich schien, setzte Herr Lange mit sprachlicher Virtuosität gekonnt um und begeisterte so das Publikum. Schlüssig endete die Rede auch mit einem Wortspiel als Rat an Herrn Schirakowski: Es sei nun die Zeit zum Zulassen und zum Loslassen; dies alles sei weder schierer Unsinn noch schierer Wahnsinn, sondern „schira“ „Kowski“. 

Anschließend bereicherte der Pop-Chor von Frau Niemann das Verabschiedungsprogramm durch das Lied „Africa“ von Toto.

Die offizielle Verabschiedung seitens der Schulbehörde in Osnabrück erfolgte durch Frau Voigtländer-Kunze. Mit dem besonderen Interesse des Schulleiters für das Zeitunglesen vertraut, entwickelte sie ihre Rede in Form einer Sonderausgabe als „Chronik eines Schullebens“. In dieser stellte sie Stationen in der dienstlichen Laufbahn von Herrn Schirakowski aktuellen Ereignissen gegenüber und plauderte auch ein bisschen aus dem Nähkästchen, da wohl kaum jemandem der Anwesenden zuvor bekannt gewesen ist, dass Herr Schirakowski zweimal in den Dienst vereidigt werden musste. Mit der Überreichung der offiziellen Urkunde sprach die Dezernentin dem scheidenden Schulleiter Dank und Anerkennung des Kultusministers aus.

Musikalisch klang die Veranstaltung mit zwei besonderen Liedern aus. Für den bewegenden Titel "Die Zeit ist reif" von Dr. Walter Bialek versammelten sich alle Chöre, verstärkt durch einige Kolleginnen und Kollegen sowie ein Schülerstreichquintett, auf der Bühne. Allerletzter Programmpunkt war das Lied "Bello Ciao", für welches alle Fachschaften und das Sekretariat eigene Strophen extra für diesen Anlass gedichtet hatten. Der Vortrag der knapp zwanzig Strophen wurde dadurch besonders unterhaltsam, dass immer die Lehrkräfte des betreffenden Faches von ihren Plätzen aus stehend ihre Strophe mitsangen. Besondere Aufmerksamkeit und kräftiges Mitklatschen unterstützten nicht zuletzt Herrn Gewald, der sein Fach Informatik als Solist im Publikum vertrat.

Nicht nur für Herrn Schirakowski wird dieser Festakt sehr bewegend gewesen sein: Gemeinsam haben wir zurückgeblickt, aber auch vorausgeschaut, haben gelacht, sind aber auch wehmütig angesichts dieses Abschieds.

 

Weitere Bilder der offiziellen Verabschiedung [Zum Vergrößern anklicken]:


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