Das Bild des Monats 2026

Januar 2026

ausgesucht und vorgestellt von Thang duc Doan

Ich bin Thang duc Doan, bin 14 Jahre alt und gehe in die Klasse 9c. Für das erste Bild des Monats im neuen Jahr habe ich etwas ausgesucht, das sehr gut zum Start eines neuen Jahres passt und sofort für jeden eine Bedeutung vermittelt.

Mit Kunst verbinde ich persönlich Emotion und Kreativität und meiner Meinung nach kann man beides besonders gut in diesem Bild finden.

Das querformatige Bild zeigt zwei Hände, die Kontakt zueinander haben. Die Finger sind nur leicht miteinander verbunden und es sieht nach einer sanften Bewegung aus. Rechts im Bild sehen wir die rechte Hand einer Person und links im Bild eine linke Hand von jemandem. Insgesamt sind die Hände und die Ärmel sehr naturnah gemalt vor einem pinkfarbenen Hintergrund. Besonders der Ärmel rechts im Bild sieht sehr fotorealistisch aus. Durch den Einsatz von Licht und Schatten entsteht Plastizität. Die warme Farbe im Hintergrund betont das Motiv in der Bildmitte, weil sie einen Warm-Kalt-Kontrast zum Blau des Ärmels bildet. Wahrscheinlich wurde das Bild mit Buntstiften angefertigt und dann noch mit flüssiger Farbe weitergearbeitet.

Wenn man sich als Rechtshänder wegdreht und sich rückwärts wendet, hält man meiner Meinung nach die linke Hand nach hinten zurück. Deshalb halte ich es für wahrscheinlich, dass sich die Personen hier gerade voneinander trennen. Die Person, zu der die Hand links im Bild gehört, geht vielleicht gerade weg. Es ist aber genauso möglich, dass hier zwei Personen aufeinander zugehen. Da man nicht sieht, wie die Personen zueinander gedreht sind, weiß man als Betrachter nicht, ob sich die Personen zueinander hin- oder voneinander wegdrehen. Klar ist aber, dass wir hier einen Augenblick inmitten einer Bewegung der Hände sehen. Für den Betrachter ist völlig offengelassen, ob es eine Bewegung „zueinander hin“ oder „voneinander weg“ ist. Man kann dieses Bild also in zwei Richtungen sehen und das passt gut zum neuen Jahr: Es ist offen!

Februar 2026

ausgesucht und vorgestellt von Milas Görlich

Für diesen Monat habe ich, Milas Görlich aus der Klasse 10b, das Bild ausgesucht. Warum ich mich aus dem Pool der Bilder für dieses hier entschieden habe? Erstens, weil es mir für den Monat Februar von der Farbigkeit her passend erschien (ein Übergang von „dunkel“ zu „hell“) und zweitens hat mich dieses Bild sofort beeindruckt.

Die Technik, mit der dieses hochformatige Bild angefertigt wurde, ist schwer zu bestimmen, finde ich. Wahrscheinlich wurde es mit Acrylfarben gemalt. Da man beim genaueren Hinsehen die Struktur des Bildträgers teilweise gut sehen kann, ist auf jeden Fall klar, dass es auf Leinwand gemalt wurde. Außerdem ist es angelehnt an ein Bild von Peter Paul Rubens, das neben dem von mir ausgewählten Bild mit abgebildet ist. Das Bild von Rubens wurde teilweise abstrakt, teilweise aber auch noch motivisch nahe am Ausgangsbild dargestellt. Insgesamt ist es sehr nachvollziehbar, dass das Bild von Rubens hier Ausgangsbild war. Die zentralen Figuren im Bild des Monats finden sich erkennbar wieder. Je weiter der Blick zu den Bildrändern geht und je weiter man den Blick von den zentralen Figuren entfernt, desto verschwommener und abstrakter ist die Darstellungsweise. Außerdem werden zu den Seiten hin die Kontraste deutlich stärker, wie zum Beispiel der ausgeprägte Warm-Kalt-Kontrast rechts im Bild. Insgesamt ist das Bild des Monats leuchtender und farbintensiver als das Bild von Rubens, was auch noch einmal eine Ausdrucksstärke verleiht. Es fällt auf, dass alles im Bild fließend dargestellt ist, fast alles verschwimmt ineinander und geht ineinander über. Das ist es übrigens auch, was mir sofort besonders gefallen hat an diesem Bild: Der fließende Farb- und Formübergang, kombiniert mit der eher abstrakten Darstellungsweise, wobei man trotzdem das Ausgangsmotiv gut wiedererkennen kann.

Mir fällt auf, dass es teilweise noch weitere Abweichungen gibt vom Ausgangsbild: Oben links im Bild wurde die Figurengruppe „Mutter und Kind“ im Bild von Rubens hier nun ersetzt durch eine Art Herz. Die Gesichter von Mutter und Kind gehen also „im Herz“ ineinander über. Es gefällt mir, wie hier ein Symbol eingesetzt wurde. Auffällig im Bild sind außerdem die Wurzeln, die auch eine Art symbolische Funktion haben meiner Meinung nach: Die Liebe der dargestellten Königin zu ihrem Sohn (siehe Bildtitel) ist so groß, dass sie „zusammengewurzelt“ sind.

Es wurde noch etwas anderes im „Nachbild“ umgeändert, was mir gut gefällt: Im Bild von Rubens hält die Person rechts im Bild einen hellen Blitz wie eine Waffe in der Hand. Im Bild des Monats schlägt der Blitz sozusagen sichtbar in die Hände von Königin und Sohn ein und erhellt sie stark, sie strahlen dadurch regelrecht. Ich finde, man könnte das so deuten, dass eine wahre Verbindung nur noch stärker wird, wenn sie Schlimmes überstanden hat. Im Bild von Rubens sind die Gesichter und Blicke von Mutter und Sohn klar erkennbar und mit etwas Abstand zueinander dargestellt. Im Nachbild sind die Gesichter wie „ineinander übergehend“ dargestellt, wodurch die enge Beziehung der beiden noch klarer wird.

Das Bild gefällt mir wirklich gut und ich würde es mir auch aufhängen. Es ist natürlich kein Bild für die Küche oder ähnliches, aber wenn man ein Wohnzimmer hat mit etwas dunkleren Wänden, dann würden die leuchtenden Farben sehr gut zur Geltung kommen und das Bild hätte einen guten Platz.

April 2026

ausgesucht und vorgestellt von Luis Fortmann

Das Bild des Monats habe ich ausgesucht: Ich bin Luis Fortmann aus der Klasse 7d, werde demnächst 14 Jahre alt und interessiere mich ganz besonders für alles rund ums Zeichnen. Zuhause zeichne ich sehr viel mit Blei-, Bunt- und Filzstiften. Warum habe ich also ein Bild für den April ausgesucht, das gar nicht gezeichnet wurde? Dieses Bild hier hat mich sofort angesprochen und ich war von den Farbübergängen zwischen dem Weiß und dem Grau gleich fasziniert. Dargestellt ist hier bestimmt eine Art Station in einer Eislandschaft, was auch etwas geheimnisvoll wirkt. Man kann gut erkennen, dass hier eine winterliche Landschaft zu sehen ist, obwohl es sehr schwer ist, Schnee überhaupt zu malen. Der Zaun im Vordergrund mit seinem Pfeiler sieht verrostet und gleichzeitig vereist aus. Er wurde sehr detailliert gemalt. Der Boden sieht gefroren aus und die Bagger werfen Schatten dorthin. Im Hintergrund sind Berge in der Ferne zu sehen. Insgesamt sieht es so aus, als wäre es eine Tageszeit kurz vor Anbruch der Nacht, weil man einen Übergang sieht von Hell zu Dunkel. Bei den Baggern vermute ich, dass die Arbeiter gerade eine Pause machen, denn es werden weder Löcher gegraben noch sieht man frische Spuren von Erdarbeiten. Vielleicht sind die Bagger auch außer Betrieb, denn man sieht deutlich Eiszapfen am Bagger selbst, zum Beispiel am Bagger links im Bild. Der Baggerarm ist deutlich vereist.

Bestimmt wollte die Person, die dieses Bild gemalt hat, etwas über sich ausdrücken: Dass sie in einer düsteren Phase war, zum Beispiel, denn die Nacht dämmert hier im Bild und alles wirkt grau und einsam. Für mich drückt das Bild aber eine ruhige Stimmung aus, was mich sehr anspricht, obwohl es ein eher düsteres Bild ist. Außerdem finde ich das Bild technisch sehr gut gemacht und das beeindruckt mich auch.

Mai 2026

ausgesucht und vorgestellt von Isabella Keller

Für den Monat Mai habe ich das Bild des Monats ausgesucht. Mein Name ist Isabella Keller und ich gehe in die Klasse 5d. Kunst ist für mich etwas Besonderes: Man drückt aus, wie man sich gerade fühlt.

Dieses Bild habe ich ausgewählt, weil es mich sehr anspricht. Ich finde die Farbkombination sehr schön. Außerdem ist es ganz anders als die anderen Bilder, auf denen meistens Gegenstände, Häuser, Menschen oder Pflanzen zu sehen sind. Und: Ich mag die Farbe Blau!

Auf dem Bild sieht man den Himmel. Man kann sehen, dass in vielen Schichten mit der flüssigen Farbe gemalt wurde. Ich denke, dass hier erst mit der dunkleren Farbe begonnen wurde und danach die hellen Farben eingesetzt worden sind. Benutzt wurden die Farben Dunkelblau, Hellblau und Weiß. Das hellere Blau wurde mit Weiß gemischt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man auch noch ganz wenig Violett, Grau und eine leicht Beige-artige Farbe. Das Bild ist im Querformat. Es wurde mit Sicherheit mit einem Pinsel gemalt, aber es könnte auch mit Gegenständen oder etwas Spitzem in der nassen Farbe gearbeitet worden sein, denn man sieht Spuren. Die Farbe wurde sicher aufgetupft, teilweise auch leicht gestrichen. Die Wolken gehen von links nach rechts schräg etwas nach unten und wirken bewegt, als ob es gerade sehr windig wäre im Himmel.

Ich finde, das Bild zeigt einen Himmel, wie man ihn im Frühling oder wie im Herbst sieht: Es ist eher dunkler, Regen zieht auf.

Mir gefällt das Bild so gut, dass ich es mir auch zuhause aufhängen würde: In meinem Zimmer oder sogar im Wohnzimmer.

Juni 2026

ausgesucht und vorgestellt von Emily und Leni

Das Bild des Monats Juni haben wir beide ausgesucht: Wir sind Emily und Leni aus dem 11. Jahrgang und werden 2028 das Abitur am Gymnasium Wildeshausen machen. Mit Kunst verbinden wir Freiheit, Kreativität, Ablenkung vom Alltag, Museum und Geschichte. Kunst ist eigentlich überall zu finden- auch Architektur gehört beispielsweise zum Bereich Kunst.

Wir haben uns sofort gemeinsam für dieses Bild entschieden, weil es uns direkt auf den ersten Blick besonders gefallen hat. Aus unserem eigenen Kunstunterricht wissen wir, dass die Zentralperspektive in Klasse 9 thematisiert und gelernt wird. Deshalb ist uns klar, dass dieses Bild von einer Schülerin oder einem Schüler aus dem 9. Jahrgang stammen muss. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie schwer uns als 9.Klässlerinnen das Zeichnen einer zentralperspektivischen Konstruktion gefallen ist. Umso mehr sind wir von dieser Bleistiftzeichnung beeindruckt. Besonders gut gefällt uns der naturnahe Einsatz von Licht- und Schattenpartien in diesem Innenraumbild. Es sind außerdem viele Details zu sehen, wie zum Beispiel ein Bücherregal, Vasen, ein „Bild im Bild“ und vieles mehr. Man kann auch noch das „X“ erkennen, das den Fluchtpunkt markiert. Obwohl das Bild ganz klar von Hand gezeichnet wurde, wirkt es durch die Präzision in der Ausführung fast schon wie ein Ausdruck eines mit technischen Mitteln erstellten Bildes. Eine ganz besondere Herausforderung beim Zeichnen muss die Dachschräge gewesen sein, die vom Winkel her nicht einfach so mit der zentralperspektivischen Konstruktion gezeichnet werden kann. Wer auch immer das gezeichnet hat, hat auch diesen Schwierigkeitsgrad wirklich gemeistert. Neben der Anwendung der Zentralperspektive wurden hier noch weitere Mittel zur Tiefenraumerzeugung eingesetzt: Verkleinerung nach hinten, nach hinten hin wird es immer heller, Überschneidungen und der gezielte Einsatz von Licht und Schatten. Die Linien am Boden wurden so gewählt, dass die Tiefe des Raumes noch betont wird.

Wir denken, dass hier keine tiefere Aussageabsicht dahintersteht, sondern dass es in erster Linie um die richtige Anwendung der Technik geht. Wir finden, es ist trotzdem ein kreatives Ergebnis entstanden.