von Florian Süßmuth
Kunstgalerie
Hier findet ihr eine Jahgangsauswahl an Werken aus unserem Kunstunterricht. Viel Spaß beim Durchschauen!
von Florian Süßmuth
Das Bild des Monats 2025
Januar 2025
ausgesucht und vorgestellt von Joline Bajorat
Mein Name ist Joline Bajorat, ich bin 14 Jahre alt und ich komme aus der Klasse 8d. Da ich es liebe, zu malen und mir Bilder anzusehen, habe ich gerne das Bild des Monats Januar ausgesucht und stelle es hier vor. An Bildern finde ich generell gut, dass man eigentlich immer eine Stimmung herauslesen kann. Dieses querformatige Bild habe ich ausgesucht, weil es mir sofort gefiel. Außerdem ist Blau meine Lieblingsfarbe. Das hier abgebildete Mädchen sieht schön aus und es wirkt, als würde sie aus dem Bild herausleuchten, weil sie inmitten der hellsten Bildzone platziert ist. Das Mädchen lächelt und schaut offensichtlich jemanden an. Da man im Hintergrund weiter keine Motive erkennen kann, scheint sie vor einer Wand zu stehen. Sie ist unten links im Bild positioniert. Den Kopf hat sie leicht nach rechts geneigt. Sie erscheint in Blau-Schwarz, weil sie anscheinend vom bläulichen Licht angeleuchtet wird. Man hat den Eindruck, dass im Bild gerade Nacht ist. Von den Farben her wirkt das Bild eher traurig, aber das Mädchen hat einen glücklichen Gesichtsausdruck. Trotzdem vermittelt das Bild einen Eindruck von Einsamkeit, denn außer dem Mädchen ist nichts an Motiven oder Personen zu sehen. Mir fällt auf, dass es hell ist, wo das Mädchen steht: Sie ist sozusagen das Licht. Das gefällt mir an diesem Bild ganz besonders gut. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mir das Bild zuhause in meinem Zimmer aufhänge.
Februar 2025
ausgesucht und vorgestellt von Lani Hißnauer
Mein Name ist Lani Hißnauer und ich komme aus der Klasse 10c. Mit Kunst verbindet mich vieles: Von klein an habe ich regelmäßig an vielen Kunst-AGs und ähnlichem teilgenommen, Kunst ist eines meiner Lieblingsfächer. In der Kunst kann man sich ausdrücken und seine Gefühle sozusagen auf Papier bringen.
Das hier vorliegende Bild habe ich für das Bild des Monats ausgesucht, weil es mir beim Anschauen vieler Bilder sofort auffiel. Es ist ganz besonders detailreich und vor allem technisch wirklich anspruchsvoll gemacht. Das Hauptmotiv hier erinnert mich sogar ein wenig an das Haus meiner Familie, obwohl hier offensichtlich das in der Wildeshauser Gegend bekannte Gebäude gemeint ist. Im Vordergrund fällt aber zunächst einmal die große Eiche auf, die wir im Anschnitt sehen und an deren Ast mit pinkem Band eine Kamera befestigt ist. Den Mittelgrund bilden der Fluss, Pflanzen, Bäume und viele bunte Blätter. Ganz rechts parallel zum Bildrand ist ein Birkenstamm zu sehen. Auf der linken Seite befindet sich das bereits angesprochene Haus. Der Himmel nimmt auffallend wenig Raum ein. Oben links im Hintergrund sind ein paar Vögel in der Ferne zu erkennen. Vor dem Haus sieht man einen Weg.
Der Betrachter steht vor dem Baum und blickt auf das Haus. Es gibt eine große Tiefenraumillusion durch Verkleinerung nach hinten. Bei der Farbgebung wurde mit vielen Farbkontrasten gearbeitet: Es gibt Komplementärkontraste, Quantitätskontraste, Qualitätskontraste und auch Hell-Dunkel-Kontraste. Sie alle verleihen verschiedenen Farbzonen viel Leuchtkraft und lenken den Blick des Betrachters.
Mir fällt auf, wie viele Details man im Hintergrund ganz präzise sehen kann: Hier gibt es keine Luftperspektive. Dadurch kommen die Motive im Hintergrund nach vorne.
Ich denke, der oder die Urheber/in des Bildes wollte auf jeden Fall eine große Bildwirkung durch Farbe erreichen und auf das Fotografieren in der Landschaft irgendwie hinweisen. Vielleicht ist hier auch eine Art Selfie in der Landschaft gemeint, denn die Kamera könnte zu diesem Zweck im Baum hängen.
Ich würde mir dieses Bild zuhause aufhängen und es gefällt mir wirklich sehr gut.
März 2025
ausgesucht und vorgestellt von Lina Herzog
Mein Name ist Lina Herzog, ich besuche die Klasse 7d und ich habe das Bild des Monats März ausgesucht und möchte hier meine Gedanken dazu vorstellen. Mit Kunst verbindet mich, dass sie mir Entspannung gibt: In meiner Freizeit male ich gerne beim Hören von Musik und entspanne mich so.
Ich habe dieses Bild ausgesucht, weil ich die Atmosphäre beruhigend finde. Die hier dargestellte Tageszeit könnte der Sonnenauf- oder der Sonnenuntergang sein. Ich denke aber, dass es ein Sonnenaufgang ist. Im Handy auf dem Bild steht „6:24 Uhr“, also wird es ein Sonnenaufgang sein. Das Bild ist technisch beeindruckend gemalt, es sieht alles ganz naturnah aus. Sogar die Spiegelung der Sonne im Wasser wurde naturnah dargestellt, das wirkt sehr echt. Das Bild wurde im Querformat gemalt und hat dadurch so eine leichte Panoramawirkung. Links am Rand sieht man im Anschnitt ein Gebäude am Fluss, vielleicht ist es eine Kirche. Die Sonne in dieser Landschaft geht gerade links am Horizont auf, während rechts ein Flugzeug startet. Unten rechts im Bild sieht man eine Hand mit einem Handy darin, die das Flugzeug anscheinend gerade fotografiert. Etwas unterhalb der Bildmitte erkennt man ein Hünengrab, so wie man es hier aus der wildeshauser Gegend kennt.
Im Bild gibt es einige Farbkontraste: Warm-Kalt-Kontraste, Komplementärkontraste und Hell-Dunkel-Kontraste. Insgesamt leuchten einige Stellen im Bild dadurch noch intensiver. Der Betrachterblick wird hier im Bild zuerst auf die Sonne, dann auf den Fluss, den Himmel und dann erst auf das Flugzeug gelenkt. Dass das Flugzeug fotografiert wird, bemerkt man erst spät.
Meiner Meinung nach wollte der Urheber hier schon irgendwie einen Bezug zur wildeshauser Gegend herstellen, wobei aber der Himmel und das Flugzeug meiner Meinung nach im Vordergrund stehen.
Mit dem Flugzeug verbinde ich persönlich Urlaub, Sonne, Freiheit. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mir dieses Bild zuhause aufhänge, denn das Bild macht mir gute Laune. Außerdem passt es zu Wildeshausen und da ich schon mein ganze Leben lang in Wildeshausen wohne, passt das.
April 2025
Mein Name ist Erdenekhangai Yesun-Erdene, ich bin 14 Jahre alt und gehe in die Klasse 9c. Mit Kunst verbinde ich generell Freiheit.
Unter den ganzen Bildern fand ich dieses hier besonders interessant und habe es für den April ausgesucht, weil es einen neuen Charme auf ein altbekanntes Bild wirft. Es ist ganz klar, dass sich dieses Bild auf das berühmte Bild „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Jan Vermeer bezieht.
Auch dieses Bild ist - genau wie das berühmte Bild von Vermeer- im Hochformat angelegt. Dem Mädchen wird anscheinend gerade der Ohrring reingesteckt oder abgenommen. Dem Mädchen gefällt dieser Prozess anscheinend nicht, es empfindet offensichtlich Schmerz. Das Mädchen wurde in Grautönen gestaltet und hat auffallend rote Lippen, die Kleidung hat aber dieselbe Farbe wie im Gemälde von Vermeer. Die Hände, die wie von außerhalb des Bildes kommend mit den Ohrringen beschäftigt sind, wurden in Hautfarben gestaltet und tragen einen Ring. Die Ärmel sind recht farblos und wirken skizzenhaft. Der Hintergrund ist insgesamt leer, er wurde nicht farbig gestaltet. Durch die Farbgestaltung wird das, was den Wiedererkennungswert ausmacht und auch die ins Bild greifenden Hände betont. Ich vermute, dass dieses Bild mit Bunt- und Bleistiften gezeichnet wurde.
Meiner Vermutung nach wollte die oder der Urheber des Bildes den Prozess davor oder danach darstellen, also zeitlich vor oder nach der auf Vermeers Ölbild gezeigten Situation. So entsteht eine neue Perspektive auf das Bild von Vermeer. Das ist es, was Kunst macht: Mehrere Perspektiven zeigen. Ich persönlich hänge zuhause nicht häufig Bilder auf, aber dieses hier würde ich mir vielleicht aufhängen. Wenn ich es mir an die Wand hängen würde, dann allerdings nur im Doppelpack: Neben einer Reproduktion des Original-Gemäldes.
Mai 2025
Wir sind Lukas Bagge und Alexander Jerebic aus der Klasse 8d und wir sind beide dreizehn Jahre alt. Mit Kunst verbinden wir Freiheit.
Nachdem wir zunächst auch andere Bilder im Fokus hatten, haben wir uns dann doch schnell auf dieses Bild geeinigt für das Bild des Monats Mai. Auf uns wirkt dieses Gemälde spannend und gleichzeitig ruhig. Das Format ist quadratisch und es wurde mit Acrylfarbe gearbeitet. Da nur Weiß, Schwarz und Grau benutzt wurde, kommt eine Art farblose Wirkung zustande.
Man sieht auf dem Bild drei Hände, jeweils mit Unterarm. Zwei Hände sind im unteren Bereich zu sehen. Sie sind im Begriff, etwas aufzufangen, wahrscheinlich ist das Geld. Wenn man ganz genau hinsieht, dann kann man vermuten, dass es sich bei dem Geld um ein 10- und ein 20-Cent-Stück handelt. Die gebende Hand kommt von links in den Bildraum, eher von oben nach unten gerichtet. Die beiden anderen Hände reichen von unten rechts aus in das Bild. Obwohl es kaum Bildmotive gibt: Dadurch, dass von beiden Bildseiten her Hände in das Bild ragen, wirkt das Bildformat ausgefüllt. Wir finden es passend, dass die gebende Hand weiter oben im Bild angeordnet ist. Sie ist sowohl im Format „weiter oben“ als auch inhaltlich: Sie hat das Geld. Die Gestik der beiden parallelen Hände ist sehr bittend. Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Geld ganz dringend gebraucht wird. Bei der gebenden Hand wirkt die Geste so, als würde es sich hier nicht um eine herzliche Gabe, sondern eher um ein lässiges Fallenlassen der Geldstücke handeln. Es fällt sofort auf, dass man die Hände von zwei Personen, aber gar kein Gesicht sieht. Die handelnden Personen sind dadurch völlig anonym, es könnte jeder sein. Interessant finden wir auch die Anordnung rund um die Bildmitte: Die tatsächliche Mitte ist leer, dort befindet sich nichts. Trotzdem ist das genau die Stelle, wo man zuerst hinsieht und als nächstes erst auf das Geld.
Wir denken, dass es ganz einfach um das Geben und Nehmen geht in diesem Bild und dass der Gedanke von Gleichgewicht dahintersteht. Es steckt auch die Aufforderung darin, bei Bedürftigkeit zu geben, egal, wer die andere Person ist.
Wir finden das Bild super. Von weiter weg sieht es übrigens ganz naturnah aus, je näher man an das Bild geht, desto mehr erkennt man die Spuren der Maltechnik. Mit diesem Motiv und diesen eher neutralen Farben passt das Bild unserer Meinung nach an jede Wand, selbst eine farbige. Wir würden uns das Bild auf jeden Fall zuhause aufhängen.
Juni 2025
Wir zwei kommen aus der Klasse 6d und heißen Lina Schriever und Franziska Wodtke. Mit Kunst verbinden wir beide vor allem Farbe und Malen. Uns gefällt an Kunst, dass man ganz unterschiedlich malen kann, es gibt da erst einmal eigentlich kein Richtig und kein Falsch.
Wir haben zusammen das Bild des Monats Juni ausgesucht und uns für dieses Bild entschieden, weil es uns beiden sehr gut gefällt. Wir finden, dass es sehr gut gemacht ist und viel Ausdruck hat. Zuerst haben wir uns beide gefragt, ob das überhaupt ein gemaltes Bild ist oder eher so etwas wie ein professioneller Comic. Das Bild hat ein quadratisches Format. Das Motiv ist eine junge weibliche Person. Sie schaut uns an. Man sieht sie bis zu den Schultern. Sie ist dunkel gekleidet, hat dunkle Haare und nur einen kleinen Übergang ins Blonde. Außerdem hat sie Sommersprossen und grüne Augen. Man sieht ihr rechtes Ohr, an dem zwei Ohrringe stecken. Auf Höhe ihrer Schultern ist die Signatur der Malerin oder des Malers platziert. Der Blick ist auffällig, denn sie guckt nicht fröhlich. Wir haben eben auch durch Ausprobieren herausgefunden, dass sie einen immer anzuschauen scheint, egal, wo man steht und von wo man das Bild ansieht. Der Hintergrund ist hellgrau und sie selber bildet mit den dunklen Farben einen starken Kontrast dazu. Ihre Haare sehen etwas zerzaust aus, die Nase wirkt sehr naturnah, nur die Umrisslinie der Nase sieht nicht naturnah aus. Die Lippen glänzen: Die Unterlippe ist hell vom Licht, die Oberlippe ist eher dunkel. Das Licht kommt insgesamt von links, weil rechts die Schatten zu sehen sind.
Wir denken, dass die Person, die dieses Bild gemalt hat, etwas Besonderes ausdrücken wollte: Dass jeder Mensch anders ist und dass jeder Mensch Gefühle hat. Die junge Frau im Bild sieht etwas ängstlich aus, sie hat vielleicht gerade Angst. Wir vermuten, dass sie vom Alter her etwas älter ist als wir, aber sie könnte auf jeden Fall auch eine Schülerin sein. Man sieht, wie sie sich fühlt. Sie schaut den Betrachter an. Aufhängen würde man sich dieses Bild bestimmt nur dann, wenn man dunkle Farben mag. Obwohl die Frau im Bild einen traurigen Blick hat, würden wir beide uns dieses Bild auch zuhause aufhängen. Für uns zeigt das, dass man so sein kann, wie man sich gerade fühlt und dass man das auch zeigen kann.
Juli 2025
Wir sind Tamara Carstens und Mia Damm, sind beide 14 Jahre alt und gehen in die Klasse 8a. Während ich (Mia) gerne kreativ bin und zuhause oft und gerne male, verbinde ich (Tamara) mit Kunst Individualität und spiele mit der Familie zuhause manchmal ein Kunstspiel: Jeder beginnt, ein Bild zu zeichnen und nach fünf Minuten werden die Bilder getauscht und von einem anderen Familienmitglied weitergezeichnet. Zum Ende des Spiels schauen wir uns gemeinsam an, was da durch uns alle für Zeichnungen entstanden sind.
Weil wir beide also bunte Bilder lieben, haben wir uns für dieses Bild entschieden und es zum Bild des Monats Juli gekürt. Das ist ein Bild, auf dem sofort ganz viel zu sehen ist. Trotzdem kann man es greifen, die Dinge wirken vertraut und auch realitätsnah.
Das Bild wurde im Querformat gemalt, wahrscheinlich wurde Wasserfarbe verwendet. Im Zentrum erkennt man eine Blume in einer Vase. Die Blume ist eine Art Blickfang, dort schaut man automatisch zuerst hin. Etwas weiter links im Bild vor der Vase liegt ein Handy. Links vom Handy steht ein gelber Kaffeebecher vor einem gerahmten Bild im Hintergrund. Das Glas vom Bilderrahmen dieses Bildes scheint gerade zu zerspringen, denn man sieht einen großen Riss und es fallen Glasscherben herunter. In der oberen rechten Ecke von unserem Bild des Monats sieht man das typische Akkuzeichen, das auf Displays immer am Rande zu sehen ist und den Akkustand anzeigt. Deshalb wirkt alles so, als sei es gar nicht ein echtes Stillleben, sondern nur eine Abbildung, die auf einem PC zu sehen ist. Erst zum Schluss haben wir den Rahmen um das Bild und die Monitorhalterung ganz unten gesehen. Was uns schneller aufgefallen ist, sind die „groben Pixel“, die im ganzen Bild stellenweise zu finden sind.
Wir denken, dass die oder der Urheber des Bildes eine Botschaft vermitteln wollte. Wahrscheinlich geht es hier vom Inhalt her darum, dass auch auf digitalen Geräten immer alles ganz naturnah, also wie „echt“ aussieht, dass aber nicht alles perfekt oder echt ist: Die Pixel beweisen es. Außerdem könnte gemeint sein, dass nach einer Zeit alles nachlässt, alles kann sich verändern. Digitale Geräte können die Wirklichkeit nie ersetzen, sie können sie abbilden. Wir würden uns beide dieses Bild auch zuhause aufhängen, denn die Gedanken, die dieses Bild auslöst, finden wir gut und bedeutsam.
August 2025
ausgesucht und vorgestellt von Caspar Flohr
Mein Name ist Caspar Flohr, ich bin 15 Jahre alt und besuche die Klasse 10c. Ich interessiere mich sehr für Kunst. Mit meinen Eltern habe ich inzwischen schon viele Kunstausstellungen in verschiedenen Ländern besucht und bin immer wieder überrascht und fasziniert, wie unterschiedlich Kunstwerke sein können. Ich denke, dass durch Kunst in unterschiedlichsten Ausdrucksweisen ganz verschiedene Emotionen, Lebenssituationen und Blicke auf etwas ausgedrückt werden können.
Das Bild des Monats auszusuchen, war gar nicht so einfach, denn ich konnte mich zunächst gar nicht spontan für ein Bild entscheiden. Schließlich habe ich mich aber dann für dieses Bild entschieden und es zum Bild des Monats August gemacht: Dieses Bild sieht insgesamt sehr anders aus als die, die wir hier schon als Bild des Monats hatten. Zu einem neuen Schuljahr passt doch auch ein neuartiges Bild, das war mein Gedanke dahinter. Außerdem spricht mich dieses Bild mit den vielen fließenden Farben sehr an, es gefällt mir persönlich sehr.
Hauptbestandteil des hochformatigen Bildes sind die Farben, die optisch vertikal von oben nach unten zu fließen scheinen. Die Farben Rot und Weiß sind besonders dominant. Außerdem sind noch Farbklekse zu sehen, die sich in die Fließbewegung einfügen: Es entsteht ein großes Ganzes. Bildgegenstände sind nicht erkennbar, aber wenn man länger auf das Bild schaut, beginnt die Fantasie, doch irgendwo Figuren oder Dinge „einzubauen“. Trotzdem ist klar, dass es hier in diesem Bild um Farbe geht und nicht um irgendwelche Bildgegenstände oder Motive. Dabei gibt es einige reine, leuchtende Farben und auch gebrochene Farben, die entweder aufgehellt sind oder abgedunkelt. Der Betrachterblick folgt automatisch von oben nach unten dem Fließen der Farbe. Die Klekse, die sich alle eher im Randbereich befinden, sind wahrscheinlich so satt als Farbtupfer mit dem Pinsel aufgetragen worden, dass auch hier die Farbe anschließend nach unten geflossen ist. Das Bild ist sicher auf einem schrägen Untergrund liegend entstanden. Die Farbklekse, die sternenförmig auseinanderstreben, wurden wohl mit Schwung auf das Bild geklekst. Hier wurde viel mit dem Prinzip Zufall gearbeitet. Durch die Farben und den „Fluss“ von oben nach unten wirkt das Bild sehr dynamisch.
Mich persönlich sprechen die vielen Farben, die Machart und die entstehenden Muster sehr an und es erinnert mich an den Künstler Jackson Pollock. Wenn das Originalbild ein kleines Format hat, würde ich es mir auf keinen Fall in meinem Zimmer aufhängen. Wenn das Bild im Original ein richtig ordentliches Großformat hat, dann würde es meiner Meinung nach eine beeindruckende Wirkung erzielen und ich würde es mir mit Sicherheit aufhängen.
September 2025
ausgesucht und vorgestellt von Hannah Singer und Luis Fortmann
Wir sind Hannah Singer und Luis Fortmann, gehen beide in die Klasse 7d und stellen hier das Bild des Monats September vor, das wir auch selbst ausgesucht haben. Sonnenuntergänge und warme Rottöne mögen wir beide gerne. In diesem Bild gibt es diese warmen Rottöne, so etwas wie einen Sonnenuntergang und auch noch einen schönen Übergang von Blau zu Orange, der uns auch sehr gut gefällt. Das Bild erinnert uns beide an einen Blick aus dem Fenster oder am Strand, abends in den Sommerferien bei Sonnenuntergang. Deshalb haben wir uns für dieses Bild entschieden.
Das Bild ist im Querformat gemalt worden. Wir vermuten, es wurde mit Acrylfarben gemalt. Ganz sicher sind wir uns darin, dass es mit Pinseln und flüssiger Farbe gemalt wurde, denn man sieht die Pinselspuren. Im oberen Bereich sieht man Violett, ganz unten Orange und im mittleren Bereich getrübte Mischfarben aus diesen Farbtönen. Die Übergänge von einem Farbton zum nächsten sind gleichmäßig und es entsteht keine klare Abgrenzung. In den Wolken erkennt man deutlich Pinseltupfer. Die Hintergrundfarbe wurde aber mit dem Pinsel von links nach rechts, hin und her aufgetragen. Unten ist das Bild insgesamt heller. Wir sehen sechs Wolken vor einem Himmel. Manche Wolken sind größer, manche sind kleiner. Die Wolken sind in Weiß und in etwas Grau gemalt worden, wir haben aber auch ganz kleine Farbakzente in den Wolken entdeckt: Farben aus dem Hintergrund tauchen hier wieder auf. Die Wolken haben unterschiedliche Formen, sind aber unten eher gerade und oben rundlich. Links und rechts im Bild sieht man nur eine halbe Wolke, weil sie aus dem Bild verschwindet. Im oberen Bereich des Bildes sehen wir keine Wolken. Insgesamt sind die Wolken immer etwas versetzt im Bild angeordnet.
Uns fällt besonders der Warm-Kalt-Kontrast auf: Oben im Bild sieht man kalte Farben und unten warme Farben. Insgesamt wurden für den Himmel eher Sekundärfarben benutzt, ansonsten ein wenig Gelb und Blau.
Wir vermuten, dass die Person, die dieses Bild gemalt hat, einen Sonnenuntergang malen wollte, der eine schöne und ruhige Abendstimmung zeigt. Unserer Meinung nach ist das ein schönes „Sommer-Ende-Bild“, weil im September der Sommer fast vorbei ist.
Oktober 2025
ausgesucht und vorgestellt von Jana Kern
Heute werde ich, Jana Kern aus der Klasse 7d, das Bild des Monats Oktober vorstellen, das ich auch ausgesucht habe. Ich bin 12 Jahre alt und mag gerne künstlerische Dinge. Da ich mich auch für Musik begeistere, spiele ich Violine. In meiner Freizeit sehe ich mir aber auch gerne Bilder an.
Da mich die Farben sofort angesprochen haben, kam dieses Bild gleich für mich in die engere Wahl für ein „Bild des Monats“ und dann habe ich mich ziemlich schnell ganz für dieses Bild entschieden. Der Nebel im Bild erinnert mich an den frühen Morgen: Gerade eben bin ich mit dem Fahrrad durch Wildeshausen gefahren und habe auch den Morgennebel gesehen. Außerdem liebe ich Landschaften. Mit meiner Familie bin ich oft im Urlaub in der Natur.
Das Bild wurde im Querformat gemalt. Wir sehen ein Haus in einer hügeligen Landschaft. Im Mittel- und Hintergrund sind einige Windräder zu sehen sowie Baumreihen und Nebel. Im Hintergrund erkennt man ein Flugzeug und weitere bewaldete Hügel. Im Vordergrund schlängelt sich ein Fluss durch das Bild. Von links aus führt ein Weg am Haus vorbei zu einer runden Stelle ohne Rasen. Am Fachwerkhaus hängt ein Wassermühlenrad, das aber nicht mehr funktioniert, weil dort gar kein Wasser mehr ist. Hinter dem Haus sieht man eine Mülltonne und links neben dem Gebäude liegt etwas im Gras.
Der Betrachter blickt von weiter oben aus der Vogelperspektive auf die Landschaft. Ich denke, dass dieses Bild mit flüssiger Farbe gemalt wurde, denn man erkennt an manchen Stellen die Pinselspuren, zum Beispiel beim Wasser.
Insgesamt ist das Bild sehr farbenfroh. Es wurden viele Grün- und Blautöne verwendet, dann Rot für das Haus, Violett neben dem Weg links, und auch gelblich-orangene Farbtöne im Hintergrund. Im Bild sind viele Hell-Dunkel-Kontraste zu finden, der Komplementärkontrast und auch ein Warm-Kalt-Kontrast. Das ganze Bild wirkt friedlich, leise und eher kühl.
Wer dieses Bild gemalt hat, wollte wahrscheinlich etwas Kontrastreiches zeigen. Es gibt sowohl einen Bezug zur Vergangenheit (Wassermühle, altes Haus) als auch zur Gegenwart (Windräder, Müll).
Ich persönlich verbinde mit diesem Bild meine Eindrücke aus den Urlauben: Wir sind immer viel mit dem Wohnmobil unterwegs und ich sehe beim Reisen gerne aus dem Fenster. Diese Landschaft hier erinnert mich an eine Harzlandschaft. Das Bild würde ich mir aufhängen, denn ich finde es richtig schön. Wenn ich das Bild sehe, muss ich sofort an Ferien, Urlaub und Reisen denken.
November 2025
ausgesucht und vorgestellt von Janne und Mara
Wir sind Janne und Mara, beide 15 Jahre alt, aus der Klasse 10b.
Mit Kunst verbinden wir Kreativität und Einzigartigkeit. Wir zeichnen beide gerne und holen uns Inspirationen aus der Natur. Wir haben uns schnell auf dieses Bild geeinigt für das Bild des Monats November, weil wir es beide sofort interessant fanden: Man sieht viel Dynamik, kann aber alle Bildgegenstände gar nicht sofort auf den ersten Blick voll und ganz erfassen. Man muss genauer hinsehen. Auch, dass es abstrakt ist, gefällt uns sehr. Von der Farbgebung her passt das Bild außerdem sehr gut zum November: Das leuchtende Orange sieht man gerade überall auch in der Herbstlandschaft, genauso wie das Grün, das ins Orange regelrecht hineinfließt. Dazu kommt noch, dass das Bild einen Eindruck vermittelt von „Wind“ und Bewegung, das passt auch sehr gut zum Herbst und dessen Wetter.
Man kann ganz gut an den Spuren des Farbauftrags erkennen, dass es sich hier um eine Buntstiftzeichnung handelt. In dem querformatigen Bild sind vom Motiv her zwei Schachfiguren dargestellt, jeweils in Blau und Rot. Außerdem sind sehr viele Details überall zu sehen. Das Bild ist kompositorisch zweigeteilt. Der Hintergrund besteht aus einer grünen und einer orangenen Fläche und zeigt darüber hinaus noch Muster, Linien und Formen.
Vom Motiv her ist es wie beim Schachspielen: Eine Figur versucht, die andere zu besiegen. Beide Figuren sehen hier im Bild angeschlagen aus, haben Risse und sind teilweise zerstört. Wir beide kennen uns nicht ganz so gut in Schach aus, aber trotzdem ist uns klar, dass es sich bei der Figur links im Bild um ein Pferd und in der rechten Bildhälfte um den König handelt. Das Pferd hat den König hier „geschlagen“. Für uns interessant ist besonders die Gestaltung des Pferdes, denn es sieht sowohl abstrakt als auch gleichzeitig sehr nach „Drache“ aus, während die rechte Figur etwas Turmähnliches hat. Im blauen Bereich gibt es viele Hell-Dunkel-Übergänge. Das Pferd sieht aus, als ob es im wahrsten Sinne des Wortes Feuer gefangen hätte. Die Farben finden wir insgesamt sehr ansprechend und leuchtend.
Für den Betrachter wird schnell klar, dass es hier um Schachfiguren geht. Trotzdem wird im Bild viel Freiraum gelassen für eigene weitere Gedanken und Assoziationen, weil es neben der Figürlichkeit viele abstrakte Elemente gibt.
Wir würden uns beide dieses Bild nicht in unsere Zimmer zuhause hängen- es würde nicht zum Einrichtungsstil passen. Aber wir könnten uns vorstellen, dass es woanders im Haus hängt.
Dezember 2025
ausgesucht und vorgestellt von Ella
Mein Name ist Ella Hormann und ich gehe in die Klasse 7d.
Aus der Auswahl an Bildern habe ich dieses hier für das Bild des Monats ausgesucht. Dieses Bild sticht durch die Farbkontraste und die weihnachtliche Stimmung hervor. Man sieht einen Platz draußen am Abend, überall sind Lichter, etwas Schnee und Weihnachtsmarktstände. Das Bild wurde im Hochformat gemalt. Ich denke, dass es mit Aquarellstiften gemacht wurde, denn an vielen Stellen gehen Farben ineinander über, man sieht die Spuren der Überarbeitungen mit Wasser. Die Konturlinien der Personen und auch der Weihnachtsbaum wurden aber gezeichnet, man kann hier die Linien und Zeichenspuren klar erkennen. Das ganze Bild wurde eher naturnah gemalt, aber nicht ganz: Die Konturlinien der Menschen erinnern an einen Comic und es gibt im Bild auch keine wirklichen Schatten. Insgesamt ist das Hauptmotiv eine Ansicht von einer Art Dorf und dort wird ein kleiner Weihnachtsmarkt veranstaltet. Die Farben Braun, Grün und Grau überwiegen und deshalb fallen die Komplementärkontraste im Bild besonders auf: Das Grün und Rot beim Weihnachtsbaum, das Orange mit dem Blau und auch das Gelb und das Violett bei den Buden. Es gibt auch wenige Hell-Dunkel- Kontraste und Warm-Kalt-Kontraste. Durch diese ganzen Kontraste und Farbzusammenstellungen wirkt das Motiv vom Weihnachtsmarkt warm und herzlich. Der Weihnachtsbaum sticht hervor und auch die Buden mit den warmen Lichtern fallen besonders auf. Wenn ich an ein Weihnachtsbild denke, dann habe ich ungefähr so ein Motiv im Kopf wie das hier auf dem Bild. Mir gefällt die ruhige, fröhliche Weihnachtsstimmung und deshalb würde ich mir dieses Bild auch in der Weihnachtszeit aufhängen.