Das Bild des Monats 2024

Januar 2024

ausgesucht und vorgestellt von Ramin Harnisch

Mein Name ist Ramin Harnisch und ich besuche die Klasse 9d. Kunst kann aus meiner Sicht sehr vielfältig sein und diese Vielfalt ist es auch, die mir an Kunst besonders gefällt. Früher habe ich in meiner Freizeit oft gezeichnet. In letzter Zeit habe ich damit wieder angefangen.

Ich habe diese Zeichnung als Bild des Monats ausgesucht, weil mir die dunkle Atmosphäre gefällt, die hier erzeugt wird. Die Streifen seitlich am Vogel sehen wie die „Speedlines“ bei einem Comic aus und betonen, dass der Vogel sich gerade mitten im Flug befindet. Das gefällt mir auch sehr gut. Die querformatige Zeichnung wurde wahrscheinlich mit Kohle angefertigt. In der Mitte des Bildes erkennt man eine Pflanze mit mehreren Blättern. Rechts von der Pflanze fliegt der Vogel, den ich eben schon erwähnt habe. Am unteren Bildrand sind Gras und Blätter zu sehen. Oben rechts im Bild sieht man etwas, von dem man nicht sagen kann, um was genau es sich da handelt. Die Zeichnung erinnert mich insgesamt an die dunkle Jahreszeit, wo die Tage lang, trüb und kalt sind. Das Bild erzeugt bei mir Gefühle von Traurigkeit und Einsamkeit. Wahrscheinlich wurde die Zeichnung von jemandem aus der Oberstufe angefertigt. Insgesamt wirkt die Kohlezeichnung auf mich tiefgründig. Vielleicht versucht dieser Vogel gerade, vor irgendetwas zu flüchten- auf jeden Fall scheint er sehr schnell zu fliegen. Dieser Eindruck wird durch die „Speedlines“ erzeugt. Es fällt auch auf, dass der Vogel von der Flugrichtung her dem Betrachterblick quasi entgegenkommt. An dieser Zeichnung beeindruckt mich besonders der grafische Charakter: Die dunklen Linien machen die Zeichnung für mich sehr ausdrucksstark. Außerdem hat die Zeichnung insgesamt auch etwas Mysteriöses, weil nicht alle Bildgegenstände klar erkennbar sind.

Februar 2024

ausgesucht und vorgestellt von Mara Iaquinta

Mein Name ist Mara und ich komme aus der Klasse 10c. Mit Kunst verbinde ich persönlich etwas ganz Individuelles: Man kann eigene Gefühle ausdrücken und zwar einfacher und irgendwie direkter als mit Worten. Ich habe Interesse an verschiedenen künstlerischen Techniken. Früher habe ich ab und zu selber zuhause gezeichnet und gemalt und ich habe mir vorgenommen, das jetzt wieder häufiger zu machen. Ich möchte meine eigenen künstlerischen Fähigkeiten gerne verbessern.

Dieses Bild habe ich für das Bild des Monats ausgesucht, weil es mich spontan sehr beeindruckt und angesprochen hat. Das Bild wirkt sehr naturnahe und ich habe sofort an eine positive Stimmung an einem schönen Tag gedacht. Das Bild ruft bei mir sofort positive Assoziationen hervor.

Wir sehen hier ein farbiges, gemaltes Bild in einem quadratischen Format. In der Bildmitte befindet sich eine jüngere Frau, die ungefähr bis Brusthöhe zu sehen ist. Der Betrachter sieht sie in der Normalperspektive. Die Frau steht seitlich zum Betrachter, schaut aber in Betrachterrichtung. Dennoch geht der Blick nicht direkt zum Betrachter, sondern leicht an uns vorbei. Die Haare wehen im Wind. Der Gesichtsausdruck ist glücklich. Im Hintergrund sehen wir einen strahlend blauen Himmel mit fünf fliegenden Möven. Die junge Frau trägt offensichtlich ein Top, was einen warmen Sommertag wahrscheinlich macht.

Das Motiv erinnert an einen schönen Tag im Sommer, an Glück, Gelassenheit und Unbeschwertheit. Der leicht zur Seite gedrehte Kopf lässt vermuten, dass da noch jemand oder etwas außerhalb des sichtbaren Motives ist, das den glücklichen Gesichtsausdruck auslöst. Die Möven erinnern an Strand und Meer.

Von der Farbgebung her sticht besonders der Warm-Kalt-Kontrast hervor: Der Blick fällt sofort auf die roten Lippen, die im starken Kontrast zum blauen Hintergrund stehen.

Die Anordnung der Möven im Bild ist auch interessant. Zwei Möven sind links vom Kopf und drei rechts vom Kopf platziert. Alle Möven sind am Fliegen und zwar alle in dieselbe Richtung, nach links. Sie sind sozusagen um den Kopf der jungen Frau herum verteilt.

Durch die Platzierung der Frau in der Bildmitte entsteht durch die Bildsymmetrie der Eindruck von Ruhe. Dem entgegen wirken die Bewegung und Dynamik, die durch die wehenden Haare, die fliegenden Möven und den schräg angewinkelten Arm entstehen.

Ich finde, dass das inhaltlich ein offenes Bild ist, denn der Betrachter sieht vieles nicht. Man weiß zum Beispiel nicht, wohin genau der Blick der jungen Frau geht. Der Betrachter muss diese Lücken mit der eigenen Fantasie füllen. Auf jeden Fall denkt man aber sofort an einen schönen Tag in Freiheit und Unbeschwertheit.

Dieses Bild kann ich mir sehr gut an der Wand in einer Ferienwohnung vorstellen. Schön wäre es zum Beispiel, wenn das Bild so hängen würde, dass der Blick nach dem Öffnen einer Tür sofort auf dieses Bild fallen würde.

März 2024

ausgesucht und vorgestellt von Enora Priser

Ich bin Enora Priser aus der Klasse 7d. Kreativität mag ich sehr gerne. Mir gefällt an künstlerischen Bildern besonders, dass man den Gedankenlauf in einem Bild sehen kann. Diese Zeichnung habe ich für das Bild des Monats ausgewählt, weil ich finde, dass das eine besonders gute Bleistiftzeichnung ist. Es spricht mich persönlich sehr an, wie naturnahe gezeichnet wurde. Selbst die kleinsten Details sind zu sehen. Außerdem ist hier eine Figur aus einer bekannten Filmreihe dargestellt und die Ähnlichkeit mit dieser Figur ist beeindruckend.

Die Zeichnung wurde im Hochformat angefertigt. Offensichtlich kamen Bleistifte unterschiedlicher Härtegrade zum Einsatz. Der Umhang ist so tiefschwarz, dass er wahrscheinlich mit Kohle gezeichnet wurde. Im Hintergrund ist so etwas wie eine Dünenlandschaft erkennbar. Der Vordergrund wird von der männlichen Figur eingenommen, die frontal bis fast in Brusthöhe dargestellt ist. Die Figur befindet sich im Bildzentrum und schaut den Betrachter direkt an.

Das Dargestellte erinnert mich an die Saga, die in einer Filmreihe erzählt wird und die ich sehr gerne anschaute, als ich noch jünger war. Beim Anschauen der Zeichnung werden bei mir positive Erinnerungen hervorgerufen. Die oder der Zeichner hat sich wahrscheinlich deshalb für diese Figur als Motiv entschieden, weil auch sie oder er gerne die Filme angesehen hat. Es fasziniert mich an dieser Zeichnung besonders, wie sehr naturgetreu die Person gezeichnet wurde. Selbst die kleine Narbe am Auge und der Faltenwurf des Stoffes wurden bis ins Detail gezeichnet. Diese Zeichnung würde ich mir zuhause aufhängen, weil ich sie sehr schön finde und sie mich immer an die Saga erinnern würde.

April 2024

Ich bin Anselm Rüchel und gehe in die Klasse 9d. Zur Kunst bin ich eigentlich über die Musik gekommen, denn ich höre sehr gerne und sehr viel Musik und zeichne häufiger dabei. Musik ist für mich auch manchmal eine Inspiration für neue Bildmotive.

Dieses Bild habe ich für den April als Bild des Monats ausgewählt, weil mich der Kontrast zwischen der überwiegend schwarz-weiß dargestellten Bildfläche und den leuchtenden Farben beindruckt hat. Die Farben wirken auf der grauen Fläche noch leuchtender und das Grau sieht im Kontrast zu den leuchtenden Farben noch „grauer“ aus. Die Stadtlandschaft wurde im Querformat gezeichnet. Man kann viele Hochhäuser erkennen. Es handelt sich um eine zentralperspektivische Konstruktion mit einem Fluchtpunkt. Der Betrachter schaut aus der Vogelperspektive auf die Stadt. Auf einigen Häusern befinden sich bunte Monsterwesen. Hier wurde viel mit Licht und Schatten gearbeitet und so wirken die Monsterwesen und auch die Hochhäuser dreidimensionaler.  Das Bild sieht aus, als ob es jemand mit sehr viel Erfahrung und Übung im Zeichnen angefertigt hat. Zum Zeichnen wurden vermutlich Bleistift und Filzstifte benutzt.

Mich erinnert diese Stadtlandschaft an einen verlassenen Ort. Es scheint, als wären die Menschen ausgestorben und eine andere, monsterartige Lebensform würde nun diese Stadt bewohnen. Bei dieser Zeichnung handelt es sich sicher um eine Illustration. Die Geschichte, die dazu gehört, würde ich gerne lesen. In meinem Zimmer aufhängen würde ich mir diese Zeichnung nicht, denn sie würde so gar nicht zu meinem Zimmer passen. Aber ich finde es interessant, mir diese Zeichnung anzusehen.

Mai 2024

Wir haben heute zu zweit ein Bild des Monats ausgesucht und stellen es hier auch gemeinsam vor. „Wir“, das sind Merle (13 Jahre alt) und Alexander (12 Jahre alt) aus der Klasse 7d. Für uns ist Kunst zum einen wie ein Ort zum Entspannen, zum anderen aber auch eine Möglichkeit, Gefühle herauszulassen.

Wir haben uns dieses Bild ausgesucht, weil es sehr farbenfroh und interessant ist und gleichzeitig irgendwie neuartig, modern wirkt. Das hochformatige Bild zeigt so etwas wie eine fantastische „Wasserlandschaft“. Wir vermuten, dass das Bild mit Wasserfarben gemalt wurde. Die Farbe Blau dominiert das Bild. Der Himmel im Hintergrund ist hellblau und nimmt etwa ein Drittel des Bildes ein. Die unteren zwei Drittel in dunklerem Blau könnten so etwas wie das Meer darstellen. Man sieht drei Gebilde, die aussehen, als ob sie auf der Wasseroberfläche stehen würden. Man erkennt auch Stützen darunter. Es wirkt, als wären die Stützen unter Wasser. Eines dieser Gebilde befindet sich in der Mitte und ist sehr groß. Weiter hinten befindet sich ein weiteres Gebilde links und eines rechts. Diese Gebilde sind jeweils umschlungen von zwei Schläuchen. Es sieht so aus, als ob eine grüne Flüssigkeit darin wäre. Die schmalere, eher runde Mitte der Körper bildet immer eine hellgrüne Form, die wichtig erscheint, weil sie im Zentrum des Gebildes liegt und weil sie von den Schläuchen umgeben ist.

Wir vermuten, dass eine Schülerin oder ein Schüler aus einem höheren Jahrgang dieses Bild gemalt hat, da es technisch sehr gut gemacht ist. Insgesamt erinnert uns beide das Bild an eine Fabelwesenserie. Auf jeden Fall regt dieses Bild die Fantasie an. Wir sehen hier etwas, das es so nicht in der Wirklichkeit gibt. Hier könnte zum Beispiel auch die Zukunft dargestellt sein. Uns gefallen hier ganz besonders die Farbkombination aus Blau- und Grüntönen, die Farbübergänge und der Hell-Dunkel-Kontrast. Wir sind beide der Meinung, dass man sich dieses Bild gut zuhause aufhängen könnte, weil es faszinierend wirkt.

Juni 2024

Wir sind Loreena Zieten und Alina Thiel aus der Klasse 10c und haben gemeinsam das Bild für den Juni ausgesucht, das wir hier kurz vorstellen werden. Mit Kunst sind wir bisher hauptsächlich in der Schule in Kontakt gekommen. Es begeistert uns, welche bildnerischen Fähigkeiten manche Leute haben. So hat uns beide zum Beispiel dieses ungewöhnliche und farbenfrohe Bild begeistert, für das wir uns hier entschieden haben.

Das Bild wurde im Hochformat gemalt, wahrscheinlich mit Acrylfarben. Im Vordergrund ist eine Taube zu sehen, die einen Großteil des Bildraums einnimmt. Sie trägt einen Hut und hat ein weißes Federkleid. Ihr Schnabel, ein Bereich um die Augen und die Füße sind orangerot. Um den Hals hat sie einen leuchtend roten Schal geschlungen. Wie eingepflanzt wirkt das Gefängnis, das in ihrem Bauchbereich zu sehen ist. Ein schwarz angezogener Mann steht anscheinend regungslos aufrecht vor dem Gitter. Das Innere der Zelle leuchtet braunrot. Im unteren Bilddrittel des Hintergrundes ist gelblicher Sand zu sehen, der wie eine Dünenlandschaft aussieht. Dahinter ist blaues Meer zu erkennen und fast die gesamte obere Bildhälfte des Hintergrundes wird von dem strahlend blauen Himmel eingenommen.

Durch den Warm-Kalt-Kontrast zwischen den Rot-, Orange- und Gelbtönen und dem Blau sowie durch den Qualitätskontrast (leuchtendes, gesättigtes Rot neben Grau-Weiß) wird der Bauch der Taube betont.

Wir denken beide, dass es einen tieferen Sinn in diesem Bild gibt. Das Bild sieht trotz der idyllischen Landschaft bedrohlich aus, weil der Mensch eingesperrt ist. Außerdem ist er in einem Vogel eingesperrt, was völlig unrealistisch ist. Da eine Taube normalerweise für Frieden und Freiheit steht, scheint das Bild das Gegenteil davon auszudrücken. Wir nehmen an, dass die Person sozusagen ihr Inneres versteckt und das Äußere „ordentlich“ präsentiert, mit Hut und Schal. Die Angst, das Einengende, ist nur innen.

Besonders faszinierend finden wir das Farbspiel, die sehr kreative und ungewöhnliche Bildidee und wie sauber hier gearbeitet wurde. Außerdem sind wir beeindruckt, dass hier so offensichtlich eine „Message“ dahintersteht, die man sich als Betrachter erschließen kann.

Zuhause aufhängen würden wir beide uns das Bild nicht, aber es sollte unbedingt dort hängen, wo generell viele Bilder aus der Kunst hängen.

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