Der Wettbewerb Jugend debattiert am Gymnasium Wildeshausen

Der Bundeswettbewerb Jugend debattiert ist ein Projekt auf Initiative des Bundespräsidenten. Das Projekt steht unter seiner Schirmherrschaft. Es fördert die rhetorischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in vorbildlicher Art und Weise. Es ist das größte Projekt zur Förderung sprachlicher und politischer Bildung in Deutschland.

Jugend debattiert behandelt die Königsdisziplin der Rhetorik, die Debatte. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in festen Rollen von Pro und Contra mit tagesaktuellen politischen oder werteorientierten Themen auseinander. Sprachliche, politische und werteorientierte Bildung sind die Früchte dieses Projekts.

Grundlage von Jugend debattiert ist ein bundesweites Schulnetz. Die Schulen sind ab Jahrgang 8 bis Jahrgang 13 schulartübergreifend in Verbünden organisiert. Die Lehrkräfte führen das Projekt im Rahmen einer Unterrichtsreihe in den Klassen ein und trainieren die Debatte. Die Klasse legt fest, welche zwei Schüler im Wettbewerb der Schule für die Klasse teilnehmen. In weiteren Ausscheidungswettkämpfen auf Regional-, Landes- und auf Bundesebene werden schließlich Sieger für die Sekundarstufe 1 und die Sekundarstufe 2 ermittelt. Für Lehrkräfte bietet Jugend debattiert Fortbildungen, den Schülern Training und Wettbewerb.

Daraus ergeben sich folgende Ziele:

  • Durch den Wettbewerb werden alle Schülerinnen und Schüler in einer Klasse individuell gefördert, indem sie im Klassenverband eine Debatte durchführen und indem sie ggf. im weiteren Verlauf des Wettbewerbs die Möglichkeit erlangen, ihre Debattierfähigkeit zu perfektionieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in festen Rollen von Pro und Contra mit tagesaktuellen politischen oder werteorientierten Themen auseinander.
  • Sie lernen ihre Position in Kurzreden strukturiert vorzutragen.
  • Sie lernen zuzuhören, kritische Fragen zu stellen und spontan und angemessen zu reagieren.
  • Sie lernen, politische Urteile (sachlich und wertorientiert) zu begründen.
  • Alle Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, durch ihre Erfahrungen in der freien Debatte im mündlichen Abitur, in Bewerbungsgesprächen oder auch als mündige Bürger in öffentlichen Diskursen zu profitieren.

Somit fördert  Jugend debattiert  gleichermaßen die schwächeren Schüler/innnen (indem ihnen Redemittel und eine feste Debattenstruktur an die Hand gegeben werden und sie somit selbstbewusst mitreden können) als auch die leistungsstarken, denen bei Erfolgen in Klassen-, Schul- , Regional- oder Landeswettbewerben eine intensive weitere Schulung angeboten wird.