von Florian Süßmuth
SchülerInnen aus Q3 besuchen Werte und Normen-Kurs
Bereits im letzten Schuljahr hat sich der Werte und Normen-Kurs mit dem Thema „Verantwortungsvolles Handeln – Wie gehen wir mit unserem Planeten um?“ beschäftigt. Eine Gruppe hat sich in diesem Zusammenhang mit der Massentierhaltung beschäftigt und schreckliche Bilder von Mastställen im Internet gefunden. In einer kleinen Ausstellung wurden alle Ergebnisse in der Schulstraße vorgestellt.
Das haben Jan Möller, Johanna Lüschen und Laura Hacke, alle drei kommen von landwirtschaftlichen Betrieben mit Viehhaltung, gesehen und konnten das so nicht stehen lassen. Ihnen war es wichtig Aufklärungsarbeit zu leisten und das negative Bild, welches dort von Massentierhaltung präsentiert wurde, richtig zu stellen.
Gelegenheit dazu hatten sie am Montag, 21.10. in den ersten beiden Stunden. Zu Beginn wurde abgefragt, was die SchülerInnen gefrühstückt haben. Von Milch, Brot, Wurst, Käse und Müsli war alles dabei – alles landwirtschaftliche Produkte. Die drei SchülerInnen aus der Q3 haben drei Thementische zu Kuh, Schwein und Pute aufgebaut. Auf jedem Tisch gab es nicht nur Infomaterial vom Landvolk, sondern auch Futtermittel, Heu und Spielsachen für die Tiere. Alle drei Tiere wurden von der Einstallung bis zur Schlachtung von den SchülerInnen „begleitet“. Laura Hacke hat sogar eine abgelaufene Spermatube für Schweine mitgebracht, mit der die Sauen auf ihrem Hof besamt werden. Nach etwa 20 Minuten Bearbeitungszeit haben die SchülerInnen ihre Ergebnisse von ihrem jeweiligen Thementisch dem gesamten Kurs vorgestellt. Ein Highlight war der abgetrennte Bereich auf dem Flur, um zu simulieren, wieviel Platz eine Milchkuh in einem Stall haben muss.
Es wurde deutlich, dass die hiesigen Landwirte eine große Verantwortung für ihre Tiere tragen und ein großes Interesse haben, ihre Tiere gesund zu halten und gut zu versorgen. „Wenn mein Papa merkt, dass es einem Tier nicht gut geht, ist er auch nicht gut zufrieden.“, meinte Laura. Dennoch wurde auch klar, zu welchem Zweck die Tiere gehalten werden. Die Stunde endete mit einem Appell: „Kommt zu uns auf die Höfe, schaut euch an, wie wir unsere Tiere halten und sprecht mit uns Bauern!“