von Florian Süßmuth
Erfahrungsreich, wunderschön & interessant – Der Ungarn-Austausch vom 17.03.-24.03.2025
Bahnhof Wildeshausen:
Unsere Reise nach Budapest, Ungarn, begann zusammen mit Frau Albers und Frau Grünewald. Um 8 Uhr stiegen wir in unseren ersten Zug Richtung Bremen. Um 23 Uhr trafen wir am Bahnhof Budapest-Keleti ein, zwar eine Stunde später als geplant, aber trotzdem sehr glücklich. Dort verabschiedeten wir uns und machten uns mit unseren Gastfamilien auf den Weg nach Hause.
St. István-Gymnasium:
Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns in der Schule und durften den Morgen mit einer Runde Volkstanz starten. Nach diesem sportlichen Start wurden wir durch die Schule geführt und durften danach mit in den Deutschunterricht. Nach dem sehr lustigen Unterricht ging es für uns zum Mittagessen in die Mensa. Dort gab es für uns – typisch deutsch – Schnitzel und Kartoffeln, und für die Vegetarier*innen Bratkäse statt Schnitzel.
Unser letzter Punkt auf dem Plan war die Stadtrallye, bei der wir durch die ganze Stadt verteilt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten reisen mussten, um dort Fragen zu beantworten und Extra-Aufgaben wie z. B. „einmal um den Marktplatz rennen“ zu erledigen. Die restliche Gestaltung des Tages war uns überlassen – manche gingen essen, andere wiederum ins Museum.
Parlament:
Unseren zweiten Morgen begannen wir mit einer Führung durch das Parlament. Es war wirklich beeindruckend, dieses schon von außen imposante Gebäude nun auch von innen zu sehen. Wir hatten eine besondere Tour und durften somit in Räume, die bei normalen Führungen nicht gezeigt werden. Es war sehr interessant zu hören und zu sehen, wie viel Geschichte in diesem Gebäude steckt. Wir konnten uns die Krone anschauen und sogar in einem Plenarsaal sitzen.
Danach stand der Besuch im Haus der Musik an. Das Haus der Musik ist eine Art interaktives Museum, in dem man durch die Ausstellung von den Anfängen bis zur heutigen Musik geführt wird. Es war sehr eindrucksvoll, und so eine Art von Museum hatte noch keiner von uns zuvor erlebt.
Den Rest des Tages durften wir wieder eigenständig gestalten. Manche von uns besuchten die Markthalle, andere wanderten weiter durch die Stadt und ließen sich von ihren Austauschpartnern eine Geschichtsstunde geben.
Széll Kálmán:
Heute starteten wir in den Tag mit einer Wanderung in den Budaer Bergen zum Aussichtsplatz von Sissi. Oben angekommen, erwartete uns auf dem Aussichtsturm ein wunderschöner Blick über Budapest, die umliegenden Städte und die Natur. Da wir wirklich gutes Wetter hatten, konnten wir auch sehr weit schauen. Unser Weg nach unten wurde uns etwas erleichtert, denn wir konnten einen Teil davon mit einem Sessellift fahren.
Danach fuhren wir mit dem Bus zurück in die Stadt und hatten ab da wieder Freizeit. Diese nutzten wir für kulinarische Zwecke, um Lángos zu essen. Danach schlossen wir uns als ganze Gruppe wieder zusammen und machten eine Schifffahrt auf der Donau. Dann gingen wir weiter durch die Stadt und zur Margareteninsel, wo wir uns den Sonnenuntergang anschauten. Als uns der Hunger überkam, setzten wir uns am Marktplatz in ein Restaurant, aßen dort und schauten uns das Fußballspiel Ungarn gegen die Türkei an. Zum Schluss spazierten wir noch durch die Stadt, bis wir alle nach Hause gingen.
Széll Kálmán tér:
Am Freitag besuchten wir das Burgviertel, wo viele Sehenswürdigkeiten dicht beieinander lagen. Erst sahen wir die St.-Matthias-Kirche und dann die Fischerbastei, anschließend spazierten wir weiter zum Schloss, das momentan jedoch umgebaut wird. Deshalb konnte man davon leider nicht viel sehen. Dafür sahen wir die Nationalbibliothek. Auch vom Burgviertel hatte man einen atemberaubenden Blick über Budapest und die Donau. Wir kamen auch an der ältesten Konditorei Budapests vorbei, dort kauften sich dann viele in der Freizeit Kuchen. Nachdem unser Spaziergang beendet war, trennten sich unsere Wege wieder – manche blieben noch etwas im Burgviertel, andere fuhren zurück und spazierten durch die Innenstadt.
Um 15 Uhr trafen wir uns alle wieder in der Schule, denn dort wurde eine Talentshow veranstaltet. Einer unserer Austauschpartner nahm sogar teil und wir unterstützten ihn kräftig! Zwar wurde die Talentshow auf Ungarisch gehalten, trotzdem wusste man immer ungefähr, worum es gerade ging. Nach der Show wurden wir für den Tag entlassen und verstreuten uns wieder in der Stadt.
Budapester Zoo:
Am Samstag, unserem komplett freien Tag, entschieden wir uns als große Gruppe, den Zoo zu besuchen. Dieser war jedoch nicht sehr überzeugend, und auch das Wetter war nicht gut, weshalb wir den Zoo früher verließen und in kleineren Gruppen was anderes unternahmen.
Bahnhof Budapest Nyugati:
An unserem letzten richtigen Tag besuchten wir die Stadt Esztergom. Dafür mussten wir eine kurze Zugfahrt auf uns nehmen. Dort angekommen wanderten wir durch die Stadt zum Burgmuseum von Esztergom. Dort konnte man sich viele Artefakte anschauen und hatte einen sehr schönen Ausblick über Esztergom und die Slowakei. Auf der anderen Seite der Donau liegt nämlich die Slowakei, weshalb wir nach dem Museumsbesuch hinübergingen. Ab dort hatten wir für ein paar Stunden Freizeit.
In Budapest wieder angekommen, hatten wir erneut Freizeit. Die Gruppe trennte sich wieder in kleinere Gruppen – es wurden Museen besucht, geshoppt oder die Stadt weiter erkundet. Abends wollten wir dann noch als große Gruppe gemeinsam zum Abschied essen gehen und so konnten wir unseren letzten Abend gut ausklingen lassen.
Bahnhof Keleti:
Nun war unsere Woche in Ungarn zu Ende gegangen und wir traten, vollgepackt mit Essen, den Rückweg an. Der Abschied war emotional und tränenreich.
Um 23 Uhr erreichten wir Wildeshausen. Nach einem kurzen Abschied und einem Dank an Frau Grünewald und Frau Albers ging es für uns zügig nach Hause und schnell ins Bett, um am nächsten Tag wieder einigermaßen fit in die Schule zu starten.
Wir freuen uns auf den Gegenbesuch im September!
Der Bericht stammt von Anna-Charlotte Sternberg aus Jahrgang 11.