von Elke Hohnholt

Drei Monate Italien

Abschlussbericht von Ella Vianden

Die Feiertage und der Jahreswechsel sind nun vorbei und ich schaue auf meinen Austausch in Monza wie folgt zurück:

Zuerst einmal bin ich unfassbar dankbar, dass mir so eine Möglichkeit geboten wurde. Ich war in diesem zweiten Jahr des Austauschprogrammes alleine in Monza, da sonst niemand aus meinem Jahrgang an dem Programm teilnehmen wollte, was ich persönlich nur sehr schwer verstehen kann. Denn es war unglaublich! Ich durfte und konnte so unfassbar viele neue Dinge sehen und erleben. Ich habe Menschen und Familien kennengelernt und obwohl diese zum Teil sehr unterschiedlich waren, war jeder besonders und wird für immer ein Teil von mir sein.
Die Sprache war für mich zu Anfang ein Problem, da ich nur ein paar Monate zuvor angefangen hatte, mir Italienisch selbst beizubringen, und ich kein Sprachtalent bin. Aber mit jeder Woche verstand ich mehr, es formten sich längere und bessere Sätze in meinem Kopf und ich wurde ermutigt, selbst zu sprechen. Am Ende bin ich nun in der Lage, auch die Gespräche am Nachbartisch zu verstehen und eine einfache Konversation umzusetzen.
Zur Schule lässt sich sagen, dass ich das Gymnasium Wildeshausen schon auch vermisst habe: Das Schulgebäude in Monza war sichtbar alt und die Ausstattung könnte verbessert werden. So macht es für mich einen großen Unterschied, nun täglich wieder ins GymnasiumWildeshausen zu gehen. Dennoch bin ich sehr dankbar, durch den Besuch einer Schule im europäischen Ausland eine neue Perspektive erhalten zu haben, die mir verdeutlicht, wie es woanders aussieht. Dadurch schätze ich nun höher, was ich habe.
Zu meiner persönlichen Entwicklung kann ich reflektieren, dass diese nicht enorm war, da ich von Anfang an selbstbewusst und offen an diese Erfahrung herangetreten bin. Dennoch merke ich ganz klar Unterschiede in Feinheiten wie z. B. dem Umgang mit neuen Menschen. Hier bin ich nun noch ein klein bisschen offener und auch weniger befangen, wenn es um das Führen einer Unterhaltung geht.
In den letzten Wochen meines Austauschs habe ich erfahren, dass jetzt im Januar sieben Schüler:innen aus Monza für acht Wochen ans Gymnasium Wildeshausen kommen und darüber freue ich mich sehr. Ich kann nur jede Schülerin und jeden Schüler ermuntern, selbst an solch einem Austausch teilzunehmen, denn man kann nur gewinnen. Es ist ein einmaliges Erlebnis, dass so nie wieder nachgeholt werden kann.

Also, jetzt oder nie! Erasmus+ ist wirklich ein tolles Programm und ermöglicht es einem, viel über andere Länder und sich selbst zu lernen.

Alles in allem bin ich aber auch froh, wieder zu Hause zu sein. Ich habe Freunde und Familie gegen Ende meines Aufenthaltes schon sehr vermisst, da Telefonieren und Schreiben einfach nicht dasselbe ist, als wenn man sich umarmen und zusammen lachen kann. An Weihnachten wieder zu Hause zu sein, war sehr schön, ebenso wie wieder die familieneigenen Gewohnheiten zu leben.

Ella Vianden, 11b