von Elke Hohnholt

Chemieteam schnuppert Universitätsluft

Ausgestattet mit Schutzbrillen, Laborkitteln, Formelsammlungen und Taschenrechnern machte sich das Forscherteam aus dem Chemieleistungskurs (Merle Offer, Hendrik Moldenhauer und Elias Nachtigal) am frühen Montagmorgen auf den Weg zur Universität Oldenburg, um dort an dem Wettbewerb „ANALYSE“ teilzunehmen.

Bei diesem Wettbewerb, der vom Forschungszentrum Nordwest in Kooperation mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Institut für Chemie der Universität Oldenburg ins Leben gerufen wurde, handelt es sich um einen Experimentalwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe. Ziel des Wettbewerbs ist das Lösen eines analytischen Problems in einer vorgegeben Zeit. In diesem Jahr stand neben einer Auswertung von Infrarotspektren die „Coca Cola“ im Zentrum der Aufgaben. Nach dem Entfärben des Getränks mit Aktivkohle musste zunächst die Konzentration der Maßlösung durch eine Titration von den Schülerinnen und Schülern ermittelt werden, bevor sie schließlich die Konzentration der in der Cola enthaltenden Phosphorsäure durch Titration mit der Maßlösung bestimmen konnten.

Nach dieser anspruchsvollen Aufgabe im Labor durften sich die Forscher kurz in der Mensa stärken, bevor dann Dr. Alexander Weiz den Schülern in einer interessanten Vorlesung die Analogie zwischen den Hauptquantenzahlen und dem Befüllen von Zugwagons aufdeckte.

Der Tag an der Universität Oldenburg endete mit der Siegerehrung, in der Prof. Dr. Thomas Müller (Institutsleiter) und Prof. Dr. van der Vlugt (Anorganische Chemie)  persönlich die Urkunden an die Sieger-Teams überreichten und den zukünftigen Abiturienten noch einmal die unterschiedlichen Möglichkeiten eines Chemie-Studiums an ihrer Universität aufzeigten.

Leider gehörte unser Forscherteam in diesem Jahr nicht zu den besten drei Teilnahmeteams, aber das analytische Tüfteln im Labor und der Austausch mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern stärkte nicht nur die Begeisterung für das Fach Chemie, sondern ermöglichte auch einen spannenden Einblick in ein mögliches Studium im MINT-Bereich.