Auf ein Wiedersehen mit spannenden Lebenswegen

Auf ein Wiedersehen mit spanenden Lebenswegen

Der Abiretour-Abend 2026 am Gymnasium Wildeshausen bot den Oberstufenschülerinnen und -schülern konkrete Einblicke in ganz unterschiedliche Lebenswege nach dem Abitur und stieß auf großes Interesse.

Informative Begegnung mit Ehemaligen

Am Freitag, 13. März 2026, fand der diesjährige Abiretour-Abend statt, zu dem die Jahrgänge 11, 12 und 13 sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigte eingeladen waren. Nach einer allgemeinen Begrüßung um 18 Uhr startete der Abend mit zwei Präsentationsrunden, in denen acht ehemalige Abiturientinnen und Abiturienten ihren persönlichen Werdegang seit dem Abschluss vorstellten. Zwischen den Runden blieb in einer Pause Zeit für Gespräche, Nachfragen und individuelle Beratung.

Breites Spektrum an Bildungswegen

Die Beiträge der Ehemaligen deckten ein breites Feld an Studien-, Ausbildungs- und Berufswegen ab – von der Molekularbiologie über Journalismus und Rechtswissenschaften bis hin zur Pflegeausbildung und zum dualen Studium „beim Bosch“. So berichtete etwa Referentin Anne Wöhler von ihrem Bachelorstudium der Molekularbiologie an der Universität Bielefeld und der anschließenden Ausbildung zur Physiotherapeutin am Evangelischen Klinikum Bethel und machte deutlich, warum eine Ausbildung trotz Abitur kein „Plan B“ sein muss.

Andrasch Jörgensen schilderte seinen Weg über ein Biomedizin-Studium in Marburg hin zu einem Masterprogramm im Rahmen der „IMPRS for Molecular Biology“ am Max-Planck-Institut für multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen. Andere Gäste gaben Einblicke in den Studienalltag in Journalistik und Politikwissenschaft an der Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover, in ein Biologiestudium an der Hochschule Bremen oder in den Aufbau eines Jura-Studiums an der Universität Münster.

Zwischen Freiwilligendienst, Dualstudium und Klinikalltag

Auch alternative Wege nach dem Abitur wurden anschaulich vorgestellt. Clara Vogelsang berichtete von einem zwölfmonatigen Jugendfreiwilligendienst in England, der Verbindung von sozialem Engagement und Auslandserfahrung sowie den Vorteilen, mit einer Organisation zusammenzuarbeiten. Im Anschluss stellte sie die Möglichkeiten eines Dreifach-Bachelors in Geschichte, Musikwissenschaft und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg sowie die Tätigkeit als studentische Hilfskraft an einem universitären Institut vor.

Praktisch orientierte Einblicke lieferte Georgios Kotsamidis, der derzeit in der Notaufnahme des Krankenhauses Johanneum arbeitet und zuvor eine Ausbildung zum Pflegefachmann absolviert hat. Charlotte Fischer erläuterte den Aufbau eines dualen Studiums „International Business“ an der DHBW Stuttgart in Kooperation mit der Robert Bosch GmbH und beschrieb den Arbeitsalltag in einem internationalen Unternehmen.

Chancen für Orientierung und Austausch

Die Schülerinnen und Schüler erhielten durch die authentischen Erfahrungsberichte nicht nur ein realistisches Bild von Studien- und Ausbildungsanforderungen, sondern auch von Entscheidungsprozessen, Umorientierungen und beruflichen Perspektiven. In beiden Präsentationsrunden konnten sie gezielt Fragen stellen, etwa zu Auslandsaufenthalten, Stipendien, Studienfinanzierung, Studienorganisation oder den ersten Schritten ins Berufsleben. „Das ist ein ganz wichtiger Baustein in unserem Berufs- und Studienorientierungskonzept“, so Heiner Krieger, der Beauftragte für Berufliche Orientierung an der Schule. Der Schulleiter Andreas Langen betonte, dass der Abiretour-Abend den Jugendlichen wertvolle Anregungen für ihre eigene Zukunftsplanung gebe. Die positive Resonanz von Seiten der Schülerinnen und Schüler wie auch der Eltern lasse erwarten, dass die Veranstaltung weiterhin fest im Konzept des Gymnasiums Wildeshausen verankert bleibt.