2. Forschernachmittag am Gymnasium Wildeshausen
Spannende Experimente, neugierige Fragen und viele begeisterte junge Forscherinnen und Forscher: Beim zweiten Forschernachmittag am Gymnasium Wildeshausen erhielten 24 Grundschülerinnen und Grundschüler aus der Region einen Einblick in die Welt der Naturwissenschaften.
Zum Auftakt trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem gemeinsamen Essen in der Schulmensa. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Kinder zunächst kennenlernen und stärken. Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung begann dann der eigentliche Forschernachmittag: In drei Forschungsrunden arbeiteten die jungen Nachwuchsforscher in kleinen Gruppen von jeweils acht Kindern. Jede Gruppe verbrachte etwa eine halbe Stunde in den Fachräumen der drei Naturwissenschaften und führte dort eigene Experimente durch.
In der Chemie wartete eine kleine Kriminalgeschichte auf die jungen Gäste: Ein geheimnisvoller schwarzer Filzstift sollte untersucht werden. Mithilfe der Papierchromatographie fanden die Kinder heraus, dass die scheinbar einheitliche schwarze Farbe in Wirklichkeit aus vielen verschiedenen Farbstoffen besteht. So konnten die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, wie Chemikerinnen und Chemiker Stoffgemische untersuchen und den Täter des Krimis ermitteln.
In der Biologie ging es anschließend in die faszinierende Welt des Mikrokosmos. Die Kinder untersuchten mit dem Mikroskop einen sogenannten Heuaufguss sowie eine Moosspülung. In den Proben aus Gewässern und aus Moos leben zahlreiche winzige Organismen, die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Unter dem Mikroskop konnten die jungen Forschenden verschiedene Mikroorganismen entdecken, darunter Pantoffeltierchen und sogar Bärtierchen. Besonders diese winzigen, achtbeinigen Überlebenskünstler sorgten für große Begeisterung, da sie für ihre erstaunliche Widerstandsfähigkeit bekannt sind und nur selten so deutlich zu beobachten sind.
Auch in der Physik untersuchten die Kinder ein spannendes Alltagsrätsel: Warum sinkt ein kleiner Stein im Wasser, während ein riesiges Schiff schwimmt? Um dieser Frage nachzugehen, experimentierten die Schülerinnen und Schüler mit Knete. Zunächst formten sie eine feste Kugel, die im Wasser sofort unterging. Anschließend gestalteten sie aus derselben Knete ein kleines Boot – und dieses schwamm. So fanden die jungen Forscherinnen und Forscher heraus, dass nicht nur das Gewicht entscheidend ist, sondern auch die Form eines Körpers und wie viel Wasser er verdrängt.
Während des gesamten Nachmittags arbeiteten die Kinder mit großer Begeisterung. Sie beobachteten genau, stellten viele Fragen und dokumentierten ihre Ergebnisse auf eigenen Arbeitsblättern – ganz wie echte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Der zweite Forschernachmittag am Gymnasium Wildeshausen war somit ein voller Erfolg. Die motivierten jungen Forscherinnen und Forscher zeigten eindrucksvoll, wie spannend Naturwissenschaften sein können – und vielleicht wurde bei dem einen oder der anderen bereits die Begeisterung für Chemie, Biologie oder Physik geweckt.