Vorabhinweis:
Mit Ende des Schuljahres 2016/2017 sind die beiden für die Koordination der Oberstufe zuständigen Koordinatoren in den Ruhestand getreten. Die Landesschulbehörde hat erst vor kurzem die erste dieser Stellen besetzt, die andere íst offiziell noch nicht wieder besetzt. Die Informationen auf dieser Seite sind deshalb in Teilen nicht mehr bzw. noch nicht wieder ganz aktuell. Sie mögen zur Orientierung dienen, eine Gewähr kann nicht übernommen werden. Im Zweifelsfall wird darum gebeten, sich persönlich bei den Lehrkräften Matthias Holthaus oder Ralf Eggers zu informieren.

Die Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe des Gymnasiums besteht aus einem Schuljahr Einführungsphase und zwei Schuljahren Qualifikationsphase. Ziel des Unterrichts in der Oberstufe ist die Vermittlung einer breiten und vertieften Allgemeinbildung und der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife. Nach 12 bzw. zukünftig wieder 13 Jahren legen unsere Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfung ab; unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne Ablegen des Abiturs der Erwerb der Fachhochschulreife möglich.

Zum besseren Verständnis der folgenden Ausführungen folgt hier vorab eine Erläuterung der auf dieser Seite verwendeten Abkürzungen:

Abkürzung Bedeutung
G8 Abitur nach 8 Jahren Gymnasium (Ende Jahrgang 12)
G9 Abitur nach 9 Jahren Gymnasium (Ende Jahrgang 13)
E1 1. Schulhalbjahr der Einführungsphase
E2 2. Schulhalbjahr der Einführungsphase
Q1 1. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase
Q2 2. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase
Q3 3. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase
Q4 4. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase

Gründliche Information

Mit dem Eintritt in die Oberstufe beginnt die letzte Phase auf dem Weg zum Abitur. In dieser Phase und teilweise auch schon vor Beginn dieser Phase müssen die SchülerInnen Entscheidungen treffen, ob überhaupt und wenn ja, wie der Weg durch die Oberstufe konkret gestaltet werden soll.

Dazu bedarf es gründlicher Informationen, die die Schule bereitstellen und von den Betroffenen (SchülerInnen und Eltern) auch abgerufen werden muss. Neben den Informationstexten und Downloadangeboten auf dieser Seite hält das Gymnasium Wildeshausen hierzu ein umfangreiches Angebot an Informations- und Beratungsveranstaltungen ab Jahrgang 10 vor. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick und soll eine Orientierung geben.

Abitur nach 13 Jahren (G9) Abitur nach 12 Jahren (G8) Art der Information
10.Jg. 9.Jg. Bildungswege (November): Die Koordinatoren informieren die SchülerInnen und Eltern über mögliche Bildungswege und Abschlüsse in verschiedenen Schulformen; Schwerpunkt: Gymnasium.
10.Jg. 9.Jg. Elternsprechtage (Februar): Die Klassenlehrkräfte beraten auf der Basis der Ergebnisse der pädagogischen Dienstbesprechungen sowie der Halbjahreskonferenzen bezüglich möglicher Profile in den Schwerpunkten der Qualifikationsphase.
11.Jg. 10.Jg Profilwahl (Februar): Die Koordinatoren informieren die SchülerInnen und deren Eltern über die Schwerpunkte bzw. Profile in der Qualifikationsphase; Vorbereitung der Wahlentscheidung.
11.Jg. 10.Jg. Elternsprechtage (Februar): Die Klassenlehrkräfte beraten auf der Basis der Ergebnisse  Halbjahreskonferenzen bezüglich möglicher Profile in den Schwerpunkten der Qualifikationsphase.
12.Jg. 11.Jg. Elternabend für Q1/2-Eltern (2./3. Schulwoche): Wahlen zum Schulelternrat & Informationen zur Qualifikationsphase (besonders: Beleg-Einbringungsverpflichtung und sog. "Unterkurse") durch den Koordinator.
12.Jg. 11.Jg. Reader & PowerPoint-Präsentation: Die TutorInnen erhalten vom Koordinator einen Reader zur Qualifikationsphase (Beleg-Einbringungsverpflichtung und sog. „Unterkurse“, Anzahl und Umfang der Klausuren etc.) nebst Power Point Präsentation; auch zur Weiterleitung an die TutandInnen und deren Eltern bestimmt.
12.Jg. 11.Jg. Elternsprechtage (Februar): Die TutorInnen beraten auf der Basis der Ergebnisse des 1. Schulhalbjahres (Q1) bezüglich möglicher Abschlüsse in der Qualifikationsphase.
13.Jg. 12.Jg. Eckdaten zum Abitur (1. Schulwoche): Der Schulleiter informiert die SchülerInnen über Zeitpunkt und Ablauf der Prüfungen sowie Art und Umfang der Vorbereitung.
13.Jg. 12.Jg. Elternabend für Q3/4-Eltern (2./3. Schulwoche): Der Koordinator informiert zu Eckdaten, Vorbereitung & Ablauf der Abiturprüfung.
13.Jg 12.Jg. Reader & PowerPoint-Präsentation: Die TutorInnen erhalten vom Koordinator einen Reader über Zulassung zur & Durchführung der Abiturprüfung nebst Power Point Präsentation; auch zur Weiterleitung an die TutandInnen und deren Eltern bestimmt.
13.Jg. 12.Jg. Elternsprechtage (Februar): Die Tutorinnen beraten auf der Basis der Ergebnisse der Semester Q1-Q3 bezüglich möglicher Abschlüsse in der Qualifikationsphase.
13.Jg. 12.Jg. Belehrung (März/April): Die TutorInnen belehren die SchülerInnen im Rahmen der Meldung zum Abitur über den näheren Ablauf der schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie über Verhaltensmaßregeln während der Prüfung.

Als Ansprechpartner im Prozess der Schullaufbahnberatung fungieren beim G8-Abitur im Jahrgang 9 (letztes Jahr der Sekundarstufe I) und 10 (Einführungsphase) die Klassenlehrkräfte und im Jahrgang 11/12 (Qualifikationsphase) die Tutor/-innen, beim G9-Abitur sind dies entsprechend im Jahrgang 10 und 11 (Einführungsphase) die Klassenlehrkräfte und im Jahrgang 12/13 (Qualifikationsphase) die Tutor/-innen.
In allen Phasen wird diese Aufgabe zusätzlich von den Oberstufen-Koordinatoren übernommen, vor und in der Einführungsphase bevorzugt von Herrn Holthaus, in der Qualifikationsphase von Herrn Eggers.


Hospitationsmöglichkeiten am Gymnasium Wildeshausen

Interessierte Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der umliegenden Schulen können am Gymnasium Wildeshausen hospitieren. Sie können den Hospitationstag im Zeitraum November – Dezember frei wählen und Interessenschwerpunkte angeben. Dazu nehmen die Interessenten mit dem zuständigen Koordinator, Herrn Holthaus, Kontakt auf (ho[at]gymnasium-wildeshausen.de). Wir planen die Schüler individuell in die 10. Klassen ein (max. 2-3 pro Klasse).

Am verabredeten Hospitationstag erwarten wir die Gastschüler um ca. 7.45 Uhr im Sekretariat, erläutern ihnen den Ablauf des Tages und verteilen die Laufzettel zur Dokumentation der Unterrichtsteilnahme. Diese Laufzettel werden von den jeweiligen Fachlehrkräften nach Stundenschluss abgezeichnet und am nächsten Schultag der Klassenlehrkraft der Gastschüler vorgelegt.


Schulbesuch im Ausland

Regelungen für eine Beurlaubung zum Schulbesuch im Ausland

Beurlaubungen für Auslandsaufenthalte sind nur möglich, wenn während des Aufenthalts kontinuierlich der Unterricht an einer Schule besucht wird. Nach der Rückkehr ist eine entsprechende Bescheinigung vorzulegen. Eine Beurlaubung für Sprachreisen oder für rein private Auslandsaufenthalte ist nicht möglich.

In jedem Fall ist ein rechtzeitiger, schriftlicher Antrag an die Schulleitung  erforderlich (siehe Download-Links am Ende dieses Abschnitts).

Es gibt für einen Schulbesuch im Ausland folgende Möglichkeiten:

  • Ein Auslandsaufenthalt vor der 11. Jahrgangsstufe (Einführungsphase) ist möglich, wird aber aufgrund des Alters der Schüler eher die Ausnahme sein.
  • Man kann im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 (E-Phase) eine Schule im Ausland besuchen und nach der Rückkehr und dem Bestehen der Jahrgangsstufe 11 in die Jahrgangsstufe 12 (Q-Phase) vorrücken. Das heißt, dass bei dieser Variante der versäumte Lernstoff des ersten Halbjahres rasch nachgelernt werden muss.
  • Man kann in Jahrgangsstufe 11 ganzjährig oder im zweiten Halbjahr eine Schule im Ausland besuchen und anschließend ohne Versetzung auf Probe in die Jahrgangsstufe 12 (Q-Phase) vorrücken. Dazu muss im Ausland Unterricht nachgewiesen werden, der dem bei uns vergleichbar ist.
  • Man kann bei entsprechend guten Leistungen in der Jahrgangsstufe 10 einen Antrag auf Überspringen der 11. Jahrgangsstufe (E-Phase) stellen und nach dessen Genehmigng durch die Klassenkonferenz anstatt direkt in die Jahrgangsstufe 12 einzutreten, zunächst ein Jahr eine Schule im Ausland besuchen und erst anschließend in die Jahrgangsstufe 12 (Q-Phase) einsteigen.
  • Man kann in Jahrgangsstufe 11 ganzjährig eine Schule im Ausland besuchen und nach der Rückkehr die Jahrgangsstufe 11 wiederholen. Ein Vorrücken auf Probe in Jahrgangsstufe 13 ist nicht möglich, weil auch die Leistungen in Jahrgangsstufe 11 in die Abiturnote eingehen müssen.
  • Man kann nach dem ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11für ein ganzes Jahr eine Schule im Ausland besuchen und nach der Rückkehr das zweite Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 absolvieren.

Genauere Einzelheiten können folgenden Dokumenten entnommen werden:


Die Qualifikationsphase (Jg.11/12 beim G8-Abitur bzw. Jg. 12/13 beim G9-Abitur)

Die Qualifikationsphase ist in Kursen organisiert. Diese Phase dauert insgesamt vier Semester und endet mit der Abiturprüfung.


Schwerpunkte und Profile in der Qualifikationsphase (G8-Abitur)

Bitte beachten: Die hier aufgeführten Informationen beziehen sich auf die Qualifikationsphase beim G8-Abitur. Die Qualifikationsphase beim G9-Abitur wird erstmals im Schuljahr 2019/2020 durchgeführt, deren genaue Ausgestaltung am Gymnasium Wildeshausen wird derzeit noch erarbeitet.

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern drei Schwerpunkte zur Auswahl an:

  • Sprachlicher Schwerpunkt
  • Gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt
  • Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt

Der Unterricht wird in Schwerpunkt-, Kern- und Ergänzungsfächern erteilt. Eine besondere Stellung nimmt das Seminarfach mit der Facharbeit ein. Hier wird vier Semester lang verstärkt fächerübergreifend und projektorientiert gearbeitet. Es ergeben sich mindestens 32 Wochenstunden.

Das Gymnasium Wildeshausen bietet den Schülern und Schülerinnen in den drei zuvor benannten Schwerpunkten verschiedene Fächerkombinationen (A-, B- und C-Profile) an, in denen die gesetzlichen Vorgaben bereits berücksichtigt sind.

  • Alle A-Profile (sprachlicher Schwerpunkt) bieten vierstündig an Deutsch, Mathe, eine Fremdsprache, eine weitere Fremdsprache, eine Naturwissenschaft und ein Fach aus dem Aufgabenfeld B.
  • Alle B-Profile (gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt) bieten vierstündig an Geschichte, Deutsch, Mathe, eine Fremdsprache, eine Naturwissenschaft und ein weiteres Fach aus dem Aufgabenfeld B.
  • Alle C-Profile (naturwissenschaftlicher Schwerpunkt) bieten vierstündig an Deutsch, Mathe, eine Fremdsprache, eine Naturwissenschaft, eine weitere Naturwissenschaft und ein Fach aus dem Aufgabenfeld B.

Alle angebotenen Profile haben wir in tabellarischen Übersichten zusammengefasst. Sie liegen als PDF-Dokumente vor und können nachfolgend heruntergeladen werden.


Mindest-Belegungsverpflichtungen (G8-Abitur)

Belegverpflichtung für die Schwerpunkte
Schwerpunkt Sprache Schwerpunkt GW Schwerpunkt NW Halbjahre Wochenstunden
FS1 GE NW1 4 4
FS2 POWI/EK NW2 4 4
DE DE DE 4 4
  FS FS 4 4
MA MA MA 4 4
NW NW   4 4
MU/KU/DS MU/KU/DS MU/KU/DS 2 2
GE   GE 2 2
POWI   POWI 2 2
RK/RE/WN RK/RE/WN RK/RE/WN 4 2
  FS2/NW2      
SF SF SF 4 2
SP SP SP 4 2
WF WF WF + +
12 J. Abitur 

Abkürzungen:
GW - Geisteswissenschaft; NW - Naturwissenschaft; FS1 - 1.Fremdsparache; FS2 - 2.Fremdsprache; NW1 - 1.Naturwissenschaft; NW2 - 2.Naturwissenschaft; DE - Deutsch; MA - Mathematik; GE - Geschichte; POWI - Politik/Wirtschaft; EK - Erdkunde; MU - Musik; KU - Kunst; DS - Darstellendes Spiel; FS - Fremdsprache; SP - Sport; RK - Religion (katholisch); RE - Religion (evangelisch); WN - Werte und Normen;  SF - Seminarfach; WF - Wahlfach; P3 - 3.Prüfungsfach


Prüfungsfächer (G8-Abitur)

  • 5 Prüfungsfächer (P1 – P5)
  • P1 – P4 schriftliche Prüfungsfächer
  • P5 mündliches Prüfungsfach
  • mindestens 2 der Kernfächer (DE, MA, FS)
  • die beiden Schwerpunktfächer
  • ein Fach pro Aufgabenfeld
  • P1 – P3: drei Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau (eN)
  • P4 und P5: zwei Kurse auf grundlegendem Anforderungsniveau (gN)
  • Prüfungsfächer sind so zu wählen, dass die Zahl von 36 Halbjahresergebnissen,die in die Gesamtqualifikation einzubringen sind, nicht überschritten wird.

Seminarfach (G8-Abitur)

  • Unterricht 2-stündig
  • Facharbeit im 2. Sem.
  • zwei Halbjahresergebnisse sind in die Abiturqualifikation einzubringen (Ergebnisse aus zwei aufeinander folgenden Schulhalbjahren, darunter das Ergebnis desSchulhalbjahres der Facharbeit)
  • Das Thema und die Note der Facharbeit erscheinen auf dem Abiturzeugnis.

Besondere Lernleistung (G8-Abitur)

  • Die Besondere Lernleistung (BLL) ersetzt das 4. Abiturprüfungsfach.
  • Die (BLL) ist in der Regel an das Seminarfach gebunden; in besonderen Fällen kann die BLL auch an einen Wettbewerbsbeitrag gebunden werden.
  • Die Betreuung der Arbeit erfolgt duch die Seminarfach-Lehrkraft.
  • Die BLL ist am Ende des 2. Schulhalbjahres anzumelden.
  • Der schriftlicher Teil (Dokumentation) der BLL ist im 3. und 4. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase anzufertigen.
  • Form der Dokumentation: eine umfassende Seminararbeit (ca. 30 Seiten) oder als Schülerwettbewerbsbeitrag.
  • Die Dokumentation der BLL wird am Ende des 4. Schulhalbjahres abgegeben.
  • Die mündliche Vorstellung der Dokumentation der BLL erfolgt in einem Kolloquium. 
  • Aus den Leistungen in der schriftliche Dokumentation und im Kolloquium bildet der Fachprüfungsausschuss eine Gesamtnote.
  • Das Fach der BLL ist frei wählbar, sofern durch die Prüfungsfach-Wahl weiterhin alle drei Aufgabenfelder abgedeckt sind.
  • Soll die BLL eines der Kernfächer Deutsch, Fremdsprache oder Mathematik ersetzen, ist darauf zu achten, dass weiterhin zwei der drei Kernfächer Prüfungsfächer sind (gültig ab Abiturprüfung 2014).

Tutor/Studienfahrt

  • Tutor ist die Lehrkraft in den Seminarfachkursen (gültig ab Schuljahr 2013/14)
  • Studienfahrt zu Beginn des 3. Schulhalbjahres, gebunden an das Seminarfach

Erwerb des Abiturs: Die Gesamtqualifikation (G8-Abitur)

Aus den Leistungen in den Prüfungs- und weiteren Pflichtfächern der Qualifikationsphase (Block I) und aus den Leistungen in der Abiturprüfung (Block II) wird durch Addition der Punkte eine Gesamtpunktzahl ermittelt, die Gesamtqualifikation.

Wie das dann funktioniert, wird in den folgenden Abschnitten allgemein erläutert. Wer für sich selbst einmal überprüfen möchte, ob und wie er die Gesamtqualifikation erreicht, kann dies durch Ausfüllen der Vorlage "Stolperfallen auf dem Weg zum Abitur 2018/2019/2020" überprüfen:


Block I der Gesamtqualifikation (G8-Abitur): Einbringungsverpflichtungen und Zulassungsbedingungen

Um zur Abiturprüfung zugelassen zu werden, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein. Dieses umfasst Art und Anzahl einzubringender Kurse aus den Halbjahren Q1-Q4, sowie Mindestanforderungen an die dort erbrachten Leistungen.

Die einzubringenden Kurse sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Hinweis dazu: Die Tabelle ist an die am Gymnasium Wildeshausen angebotenen Profile angepasst, weitergehende Regelungen, die nicht für unsere Schule relevant sind, sind hier nicht berücksichtigt.

Fächer Anzahl einzubringender Kurse
Deutsch 4
Fremdsprache 1) 2) 4
weitere Fremdsprache 1) 3) 4
Kunst oder Musik oder Darstellendes Spiel 1) 2
Politik-Wirtschaft 7) 2
Geschichte 2
Religion oder Werte und Normen 2
Mathematik 4
Naturwissenschaft 1) 4
weitere Naturwissenschaft 1) 4) 4
Seminarfach 5) 2
weitere Fremdsprache oder weitere Naturwissenschaft 6) 2

1) Die Schulhalbjahresergebnisse müssen dasselbe Fach betreffen.

2) War nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. c VO-GO in der Einführungsphase mit einer Fremdsprache neu zu beginnen und wird die Einbringungsverpflichtung nicht durch die Schulhalbjahresergebnisse in der neu begonnenen Fremdsprache erfüllt, so sind zusätzlich zwei Schulhalbjahresergebnisse in der neu beginnenden Fremdspra-che einzubringen. Mit einer in der Einführungsphase neu begonnenen Wahlfremdsprache kann die Einbrin-gungsverpflichtung nur erfüllt werden, wenn Unterricht in dieser Fremdsprache in der Einführungsphase mit mindestens 3 Wochenstunden besucht worden ist.

3) Diese Einbringungsverpflichtung besteht nur im sprachlichen Schwerpunkt.

4) Diese Einbringungsverpflichtung besteht nur im mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt.

5) Es ist das Schulhalbjahresergebnis einzubringen, indem die Facharbeit geschrieben worden ist, und ein weiteres Schulhalbjahresergebnis. Dabei muss es sich um ein angrenzendes Schulhalbjahr handeln.

6) Diese Einbringungsverpflichtung besteht nur im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt.

7) Im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt besteht diese Einbringungsverpflichtung nicht, wenn das Fach Erdkunde als Schwerpunktfach gewählt worden ist.

Um alle Einbringungsverpflichtungen in der Tabelle zu erfüllen, sind unabhängig vom gewählten Profil 32 Kurse mit ihren Noten einzubringen. Zusätzlich können noch zusätzlich bis zu vier weitere Kursnoten eingebracht werden.

Für alle eingebrachten Kurse gelten dabei folgende Bedingungen:

  • es dürfen keine Schulhalbjahresergebnisse aus Schulhalbjahren sein, in denen themengleich unterrichtet worden ist.
  • keine Kursnote darf 0 Punkte betragen.
  • aus einem Fach dürfen nicht mehr als fünf Schulhalbjahresergebnisse in die Gesamtqualifikation eingebracht werden.
  • Wird im Fach Sport mehr als ein Schulhalbjahresergebnis in die Gesamtqualifikation eingebracht, so müssen die Ergebnisse in mindestens zwei verschiedenen Sportarten, darunter in mindestens einer Individualsportart, erreicht worden sein.
  • die Anzahl der Kursnoten mit weniger als 5 Punkten (so genannte Unterkurse) darf eine bestimmte Anzahl nicht überschreiten, die von der Gesamtzahl der eingebrachten Kursnoten abhängt und der folgenden Tabelle zu entnehmen ist:
    Anzahl eingebrachter Kursnoten 32 33 34 35 36
    max. Anzahl der Unterkurse insgesamt 6 6 6 7 7
    darunter höchstens in den Fächern auf erhöhtem Niveau (P1-P3) 3 3 3 3 3
  • Die in den eingebrachten Kursnoten erreichte Gesamtpunktzahl (die Zulassungspunktzahl) muss mindestens 200 Punkte betragen. Die Berechnung erfolgt dabei nach folgender Formel, wobei die 12 Kursnoten aus den drei Fächern auf erhöhtem Niveau zuvor doppelt gezählt werden, alle anderen einfach:
    Zulassungspunktzahl = (Summe aller Kursnoten) : (Anzahl der eingebrachten Kursnoten + 12) * 40

Block II der Gesamtqualifikation (G8-Abitur): Die Abiturprüfungen

Die Leistungen in den Abiturrüfungen in den 5 Prüfungsfächern ergeben den zweiten Teil der Gesamtqualifikation. An die Stelle einer Prüfung im vvierten Prüfungsfachs kann das Ergebnis einer besonderen Lernleistung treten (siehe weiter oben). Die Punktzahl in diesem zweiten Teil berechnet sich durch Addition der Einzelnoten, wobei jede Note vierfach gewertet wird.

Auch hier müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, damit das Abitur bestanden wird:

  • Die Gesamtpunktzahl muss mindestens 100 Punkte betragen.
  • Maximal zwei der fünf Noten dürfen weniger als 05 Punkte betragen (einfach gewertet).

Berechnung der Gesamtqualifikation

Die Punktzahl der Gesamtqualifikation ergibt sich als Summe der in Block I und in Block II erreichten Punktzahlen. Theoretisch möglich sind 900 Punkte, das erforderliche Minimum liegt bei 300 Punkten. Die erreichte Punktzahl wird gemäß der folgenden Tabelle in eine Durchschnittsnote umgerechnet:

Punkte Note   Punkte Note
300  4,0   571 - 588  2,4
301 -318  3,9   589 - 606  2,3
319 - 336  3,8   607 - 624  2,2
337 - 354  3,7   625 - 642  2,1
355 - 372  3,6   643 - 660  2,0
373 - 390  3,5   661 - 678  1,9
391 - 408  3,4   679 - 696  1,8
409 - 426  3,3   697 - 714  1,7
427 - 444  3,2   715 - 732  1,6
445 - 462  3,1   733 - 750  1,5
463 - 480  3,0   751 - 768  1,4
481 - 498  2,9   769 - 786  1,3
499 - 516  2,8   787 - 804  1,2
517 - 534  2,7   805 - 822  1,1
535 - 552  2,6   823 - 900  1,0
553 - 570  2,5      

Erwerb der Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife wird erworben durch bestimmte Leistungen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe (schulischer Teil) und durch ein mindestens einjähriges berufsbezogenes Praktikum, das den Vorschriften über die praktische Ausbildung in der Klasse 11 der Fachoberschule entspricht oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung (beruflicher Teil).

Der schulische Teil der Fachhochschulreife kann in der gymnasialen Oberstufe frühestens am Ende des ersten Schuljahres der Qualifikationsphase erworben werden.

Bei dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife durch die Leistungen in zwei aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase sind folgende Leistungen zu erbringen:

  • Es müssen insgesamt 15 Schulhalbjahresergebnisse eingebracht werden.
  • Unter diesen insgesamt 15 Schulhalbjahresergebnissen müssen je zwei in Deutsch, in derselben Fremdsprache, in Geschichte (oder einem anderen gesellschaftswissenschaftlichen Fach, das als Prüfungsfach gewählt worden ist), in Mathematik und in derselben Naturwissenschaft sein.
    Zudem müssen die Prüfungsfächer P1-P3 mit jeweils zwei Kursnoten vertreten sein.
  • In den vier Ergebnissen aus dem ersten und zweiten Prüfungsfach (P1/P2) müssen insgesamt mindestens 40 Punkte in zweifacher Wertung erreicht worden sein, darunter in zweien dieser Schulhalbjahresergebnisse mindestens jeweils 10 Punkte (d.h. maximal zwei Ergebnisse mit weniger als 5 Punkten in einfacher Wertung).
  • In den weiteren elf Schulhalbjahresergebnissen müssen insgesamt mindestens 55 Punkte in einfacher Wertung erreicht worden sein.
  • Unter allen 15 Schulhalbjahresergebnissen dürfen maximal 4 Kursnoten weniger als 5 Punkte betragen (in einfacher Wertung).

Aus den zu berücksichtigenden Schulhalbjahresergebnissen wird durch Addition eine Gesamtpunktzahl und daraus eine Duchschnittsnote ermittelt.

Im Fall der Wiederholung von Schulhalbjahren können die Voraussetzungen zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife mit Schulhalbjahresergebnissen auch aus dem ersten Durchgang erfüllt werden. Es können dabei jedoch Schulhalbjahresergebnisse nur aus dem ersten oder zweiten Durchgang eingebracht werden.

Auf Antrag stellt die Schule ein Zeugnis der Fachhochschulreife aus, wenn der schulische und der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife nachgewiesen wird.

Nachfolgend stellen wir als Orientierungshilfe einen individuellen Berechnungsbogen für den schulischen Teil der Fachhochschulreife bereit, ebenso wie die Hinweise des Kultusministeriums zu den Praktikumsregelungen beim beruflichen Teil.


Studien- und Berufsberatung

Neben der Schullaufbahnberatung bieten wir eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen zur Studien- und Berufswahl an. Wir kooperieren mit der Agentur für Arbeit, mit regionalen Verbänden und Arbeitgebern sowie den umliegenden Universitäten und Fachhochschulen. Näheres dazu findet man auf unserer Seite zur Berufsorientierung.


Download: Allgemeines Infomaterial zur Oberstufe


Download: Schulinterne Formulare, Anträge, Wahlbögen u.ä.