Physik am Gymnasium Wildeshausen

Im Physikunterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler beispielhaft, in welcher Weise und in welchem Maße ihr persönliches und das gesellschaftliche Leben durch Erkenntnisse der Physik mitbestimmt werden. Der Aufbau eines physikalischen Grundverständnisses in ausgewählten Bereichen ermöglicht ihnen, Entscheidungen und Entwicklungen in der Gesellschaft im Bereich von Naturwissenschaft und Technik begründet zu beurteilen, Verantwortung beim Nutzen des naturwissenschaftlichen Fortschritts zu übernehmen, seine Folgen abzuschätzen sowie als mündige Bürger auch mit Experten zu kommunizieren.


Unterrichtsorganisation

Am Gymnasium Wildeshausen wird das Fach Physik wird in den Jahrgängen 5, 8 und 10 zweistündig unterrichtet. In den Jahrgängen 7 und 9 wird Physik epochal erteilt. Im Jahrgang 6 erfolgt kein Physikunterricht. Der Unterricht findet in einer Doppelstunde statt. In der Qualifikationsphase bietet unsere Schule das Fach Physik als Kurs auf erhöhtem Niveau an. In den letzten Jahren ist es uns gelungen, dass immer mindestens ein Physikkurs zustande kommt.


Der Taschenrechner

Der graphikfähige Taschenrechner TI-84 plus (Bild unten links) bzw. ab Schuljahr 2015/2016 der TI-NSpire CX CAS (Bild unten rechts) wird beginnend mit Klasse 7 systematisch eingeführt und zur Auswertung von Messdaten aus Versuchen eingesetzt.


Schulbücher

Jahrgangsstufe Lehrwerk
5-10 Dorn-Bader (Schroedel-Verlag)
11-13 Dorn-Bader (Schroedel-Verlag)

Klassenarbeiten / Gewichtung

Die folgende Übersicht zeigt aktuell die Anzahl der Klassenarbeiten im einem Jahrgang sowie die Gewichtung.

Klassenstufe/Semester Anzahl Dauer Gewichtung schriftlich/mündlich
Sekundarstufe I 5 2 1 Ustd. 40:60
7-10 2 bis 2 Ustd.

Einführungsphase
(ab 2018/2019)

11      
Qualifikationsphase
(Kurs auf erhöhtem Niveau)
Q1 2 3 Ustd. 50:50
Q2 1 3 Ustd.
Q3 1 (Vorabitur) 300 Min.
Q4 1 3 Ustd.

Ergänzende Erläuterung

Zurzeit wird Physik am Gymnasium Wildeshausen in der Qualifikationsphase ausschließlich als Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau angeboten, eine Fortführung in einem Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau ist derzeit nicht möglich.


Unterrichtsinhalte

Jahrgang Themenbereiche
5 Magnetismus
Phänomenorientierte Optik
Elektrizität
7-8 Einführung des Energiebegriffs
Elektrik
Bewegung, Masse und Kraft
9 Halbleiter
Energieübertragung quantitativ
Atom- und Kernphysik
10 Dynamik
Energieübertragung in Kreisprozessen
Q1 Elektrische und magnetische Felder
Q2 Schwingungen und Wellen
Q3 Quantenobjekte
Atomhülle
Q4 Atomkern

Kerncurricula / Schuleigene Fachcurricula

Nachfolgend finden Sie die aktuellen niedersächsischen Kerncurricula und - soweit verfügbar - unsere schuleigenen Fachcurricula zum Download.


Räume / Ausstattung

Der Unterricht findet in drei Fachräumen statt, die erst kürzlich vollständig renoviert und modernisiert wurden. Dabei handelt es sich um einen Demonstrationsraum sowie zwei Schülerübungsräume. Die Übungsräume sind mit Deckenterminals ausgestattet (Bild unten mitte), wodurch eine Strom- und Gasversorgung an allen Schülerarbeitsplätzen einfach gewährleistet ist. Alle Räume sind zusätzlich mit White-Boards (Bild unten links) und automatischen Messwerterfassungssystemen (Cassys, Bild unten rechts) ausgestattet, so dass Messungen direkt per PC ausgewertet und neue Medien, Simulationen etc. automatisch in den Unterricht integriert werden können.

Das Gymnasium verfügt über eine hervorragend ausgestattete Physiksammlung sowie eine erst vier Jahre alte (neue) Schülerübung, die ständig weiter ausgebaut wird, d.h. alle gängigen Schüler- und Demonstrationsexperimente können im Unterricht durchgeführt werden.


Wettbewerbe

Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts können die Schülerinnen und Schüler an einer Vielzahl von Wettbewerben und Projekten teilnehmen, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen. Die Teilnahme an Wettbewerben ist sinnvoll, da

  • unsere Schüler hierbei wichtige inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen erwerben.
  • sie erworbenes Fachwissen in der Praxis anwenden und testen können.
  • durch die Teamarbeit die soziale Kompetenz gestärkt wird.
  • sie durch ihre Arbeit Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen und Firmen knüpfen.
  • ihr Interesse für Technik hierbei sehr stark gefördert wird.

Sollte Interesse an einem Wettbewerb bestehen, sprechen sie bitte die Physik-FachkollegInnen an.


Physik im Advent

Bei dem Wettbewerb Physik im Advent ,kurz "PiA" geht es für die Schülerinnen und Schüler darum, 24 spannende, von der Weinachtsfrau oder dem Weihnachtsmann vorgestellte, Experimente anzusehen und Fragen dazu zu beantworten.

Kurz vor den Sommerferien 2016 erreichte uns eine überraschende Nachricht. Die Auswertung der Klassensieger dauerte in diesem Jahr so lang, dass die Gewinnmitteilungen erst im Sommer verschickt wurden. Umso größer war die Überraschung, dass die Klasse 9b einen Preis in der Klassenwertung gewonnen hatte. Es gelang der Klasse zu einer der besten Klassen aus ganz Deutschland zu gehören. Mit ihrer hervorragenden Leistung gewann die Klasse einen Gutschein für einen Klassensatz Eintrittskarten ins Klimahaus Bremerhaven. Wir hoffen darauf, dass auch im folgenden Schuljahr eine weitere Klasse unseres Gymnasiums an diesen tollen Erfolg anknüpfen kann.


SolarCup

Schülerinnen und Schüler der AG Naturphänomene hatten seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 an möglichst leichten und schnellen Solarfahrzeugen gebaut. Ziel war die Teilnahme am vom Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. veranstalteten "SolarCup". Für die Solarfahrzeuge gab es lediglich Vorgaben bezüglich der zu verwendenden Materialien und Abmessungen. Details der Konstruktion waren somit von der Kreativität der Schülerinnen und Schüler und ihrem Einsatz über den Unterricht hinaus abhängig. Am Ende gelang es drei fahrbereite Fahrzeuge für den Wettbewerb fertigzustellen.

Beim Wettbewerb bestanden alle drei Fahrzeuge die technische Prüfung und konnten sich über Teilnahmeurkunden freuen. Dem Fahrzeug von Bastian Heitmann und Lasse Niemann gelang es sogar, die Vor- und Zwischenrunde zu überstehen. Im Halbfinallauf musste man sich dann dem späteren Siegerfahrzeug geschlagen geben und als 2. von 3 Fahrzeugen leider ausscheiden.

Mit vielen Ideen und Anregungen für die Teilnahme im nächsten Jahr sind die Schülerinnen und Schüler nach Wildeshausen zurückgekehrt. Wir hoffen darauf unsere Fahrzeuge weiter verbessern zu können und im folgenden Jahr noch besser abzuschneiden.


Mini-Design-Challenge der Fachhochschule Wilhelmshaven

Schüler nehmen engagiert an der Mini-DC teil – Vier Teams vom Gymnasium Wildeshausen am Start

Einen tollen Erfolg konnten die Teilnehmer des Seminarfaches "Energietechnik" am 17. November 2010 in Wilhelmshaven verbuchen. Mit vier Teams angetreten, konnte eines von ihnen, das Team "Robot Unity" mit Thorben Wilkens, Jan-Henning Wiese, Berit Selzer und Huy Nguyen, den Wettbewerb "Schüler-Design-Challenge" der Jade-Hochschule Wilhelmshaven für sich entscheiden. Worum ging es dabei: Aus einer Kiste mit Rohmaterial, z.B.Metallplatten und Elektronik-Bausteinen, mussten die teilnehmenden Gruppen innerhalb von sieben Wochen einen ferngesteuerten Roboter bauen, der dann in einem Parcours mehrere knifflige Aufgaben zu erledigen hatte. So galt es z.B. hydraulische Leitungen (Rohre) aufzunehmen und anschließend exakt in einer Art Schaltschrank zu positionieren. Die Rohre befanden sich sowohl in vertikaler als auch horizontaler Lage. Der Roboter musste also mit Greifzangen ausgerüstet werden und auch programmiert werden.Mit ihrem Sieg haben sich "Robot Unity" (auf dem Foto rechts fehlt Huy Nguyen) für die Teilnahme an der Studenten-Design-Challenge qualifiziert, die im Mai 2011 ebenfalls in Wilhelmshaven stattfindet.


Club Apollo 13

"Houston, wir haben ein Problem"

Unser Schulteam Columbia belegte 2005 den 2. Platz.

Mit der "Aufgabe des Monats" werden Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse jeden Monat im "Club Apollo 13" vor ein mathematisch-naturwissenschaftliches, technisches oder wirtschaftswissenschaftliches Problem gestellt. Die vier Aufgaben werden von verschiedenen Fakultäten entwickelt und ins Internet gestellt. Die Abgabe der Lösung erfolgt per E-Mail, sodass Schulen in ganz Niedersachsen problemlos teilnehmen können. In 3-5er Gruppen soll Schülerinnen und Schülern der Anreiz zur selbstständigen Teamarbeit gegeben werden. Mit einfachen, ihnen zugänglichen Mitteln und Methoden sollen sie innerhalb von ca. 4  Wochen von zu Hause aus eine Lösung entwickeln und in elektronischer Form zusenden. Nach der Bewertung der Lösungen wird stets eine Punktetabelle auf den Internetseiten des Projekts veröffentlicht. Die besten Teams werden in der Leibniz Universität Hannover durch studienfördernde Preise ausgezeichnet.

Informationen: http://www.unikik.uni-hannover.de/apollo13.html


Seminarfacharbeitenwettbewerb

Chaostheorie, Lichtstrahlen und Kippschwingungen

Auszeichnungen für besondere Leistungen im Fach Physik

Auch im Jahr 2005 führte die Universität Oldenburg gemeinsam mit der EWE-Stiftung und der Bezirksregierung Weser-Ems einen Wettbewerb mit dem Thema „physikalische Facharbeiten“ durch. Unter den nominierten Schülern befanden sich auch wieder drei Schüler des Leistungskurses Physik des Gymnasiums Wildeshausen. Die Preisverleihung erfolgte am „Tag der Physik“ am 9. November 2005 in Oldenburg. Manuel Jung erreichte mit seiner Facharbeit mit dem Thema „Chaos - Theorie, Versuche und einfache Computersimulationen“ den 3. Platz. Theresa Rüger wurde für ihre Arbeit mit dem Thema „Entwicklung unserer Anschauung von Wesen und Konstitution der Lichtstrahlen“ mit einem Buchpreis ausgezeichnet, Carsten Schröder für seine Arbeit mit dem Thema „Elektrische Kippschwingungen – Theorie und Versuche mit Glimmlampen und Transistoren“.

Eine weitere Auszeichnung überreichte Schulleiter Ralf Schirakowski den Schülern Manuel Jung und Carsten Schröder auf ihrer Abiturentlassung. Sie wurden von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen im Fach Physik mit einer einjährigen Mitgliedschaft in der DPG und einem einjährigen Abo der Zeitschrift „Physik Journal“ belohnt.

Das Gymnasium Wildeshausen ist stolz auf die Leistungen dieser drei Schüler und gratuliert den Nachwuchswissenschaftlern recht herzlich.


Jugend forscht und Schüler experimentieren

Diese Wettbewerbe aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik finden jährlich statt. Informationen finden Sie unter: www.jugend-forscht.de

Bisher haben schon mehrere Schülergruppen an diesem Wettbewerb teilgenommen. Am erfolgreichsten waren damals Rik Deemter, Felix Kallert und Conrad Kramer mit ihrer „Joystick gesteuerten Styroporschneidemaschine“. Sie erreichten im Regionalwettbewerb den 1. Platz.

Folgende Projekte wurden schon bei diesem Wettbewerb in Physik / Technik eingereicht:

Projekt Teilnehmer
Eine joystickgesteuerte Styroporschneidemaschine Rik Deemter, Felix Kallert und Conrad Kramer
Warum trägt man in der Wüste weiße Kleidung? Valesca Vock, Laura Schwerdt und Vanessa Wagner
Energiesparlampten unter der Lupe Kristin Hansen und Louisa Hendrich
Der Kerzenauspuster für hohe Tannenbäume Hannah Gryczan und Nicola Eger
Dynamic Laser Position System Manuel Jung und Adrian Debbeler

Schulinterner Physikwettbewerb

1. Wildeshauser Physikwettbewerb Sekundarstufe I (7. Jahrgang) Juniorstufe


Schulinterner Wettbewerb: Formel-M

Projekt des Physikunterrichts in Jahrgang 7

Im Rahmen des Physikunterrichts zum Thema Energieumwandlung erhielten alle Schüler die Aufgabe ein Mausefallenauto zu konstruieren, d.h. ein Fahrzeug, das sich lediglich mit Hilfe der in einer Mausefallenfeder gespeicherten Energie antreibt und damit möglichst weit fährt. Die besten Schüler/innen des gesamten Jahrgangs traten dabei mit ihren Fahrzeugen in einem Wettbewerb gegeneinander an.

Regeln, die bei Bau einzuhalten waren

  • Um unerlaubtes Tuning, Doping usw. zu verhindern, darf als einziger Antrieb des Fahrzeugs nur die offiziell ausgegebene Mausefalle verwendet werden.
  • Die Mausefalle muss vom konstruierten Fahrzeug über die gesamte Fahrstrecke mittransportiert werden.
  • Das Fahrzeug muss im Eigenbau entstehen; es dürfen außer der Mausefalle beliebige Materialien zum Bau verwendet werden.
  • Außer der Mausefalle dürfen keine weiteren Energiequellen (z.B. Federn, Gummibänder, Batterien oder weitere Mausefallen) benutzt werden.
  • Die Konstruktion ist nicht vorgegeben.

Test der Konstruktionen

  • Zu einem geeigneten Zeitpunkt nach dem Abgabetermin findet der Test der Fahrzeuge statt. Gemessen wird die Entfernung vom Start bis zum stehen gebliebenen Mausefallen-Auto.
  • Jede Startergruppe hat zwei Versuche.
  • Der Test erfolgt auf einem ebenen, glatten Boden.

Die drei Sieger jeder Klasse traten nachmittags in der Turnhalle gegeneinander an.  Mit mehr als 22m Fahrweite gewann Maria Zatula (7c). Den zweiten Platz belegte mit knapp 15m Lukas Kolloge (7e). Den dritten Platz teilten sich mit immer noch 12m Ye-Eun Cho (7f) und Lina Rauer (7e). Herzlichen Glückwunsch!


Elektroprojekt in Klasse 6

Schüler und Schülerinnen bauen eigene Geräte zum Thema "Stromkreise"

In Jahrgang 6 beginnt am Gymnasium Wildeshausen der Physikunterricht. Um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren und ihnen physikalische Inhalte begreifbar zu machen, haben wir im Fach Physik mindestens einmal jährlich eine sogenannte Projektphase. In diesem Fall haben die Schülerinnen und Schüler Geräte zum Thema Stromkreise entworfen und gebaut. Man sieht z.B. den heißen Draht, eine Elektro-Zappelmännchen, eine Hausbeleuchtung, etc. Diese Projekte werden in Gruppen erstellt und anschließend in der Klasse präsentiert und benotet.


EWE-Energiemobil für zwei Wochen am Gymnasium Wildeshausen zu Gast

Belebung des Physikunterrichts für SchülerInnen der Jahrgänge 5 bis 8

Vom 20.-29. Januar 2009 stand ein ungewöhnliches Fahrzeug auf dem Schulgelände des Gymnasium Wildeshausen. Das EWE-Engeriemobil, ein Truck mit einem speziell ausgebauten Auflieger-Anhänger machte an unserer Schule Station und sollte dazu beitragen, Schülern und Schülerinnen im Rahmen des Physikunterrichts die Schwerpunktthemen Wind- und Solarenergie sowie Energieumwandlung näher zu bringen. Pro Schultag war jeweils eine Klasse im Schulungsbus und anschließend in zwei zu Werkstätten umfunktionierten Klassenräumen beim EWE-Mitarbeitern Karl-Heinz Raczek zu Gast. Im Infomobil erfuhren die Schüler unter anderem, wie Windenergieanlagen aufgebaut sind und wie mit Hilfe der Sonne Energie erzeugt wird. Nachdem im Computerraum Arbeitsblätter zum Thema bearbeitet wurden, ging es in die „Werkstatt“. Dabei konnten die Schüler zwischen unterschiedlichen Bausätzen wählen, deren Teile sie aber selbst mit Hilfe von Sägen, Bohrer, Fräsen und Lötkoben herstellen und zusammenbauen mussten. Unter anderem entstehen dabei ein Solar-Buggy, ein Solarboot, ein Mini-Windrad oder auch ein digitaler Windmesser. Die teilnehmenden SchülerInnen zeigten sich sehr angetan von der willkommenen Abwechslung im Fachunterricht, ein Effekt, von dem sich die Fachschaft Physik auch ein gesteigertes allgemeines Interesse am Fach Physik erhofft. Bislang war das Energiemobil dreimal zu Gast am Gymnasium. Für den Jahrgang 7 war es 2010 Teil der Projekttage vor den Sommerferien.


Regelmäßige Teilnahme mit 10. Klassen am Tag der Physik der Universität Oldenburg

Programm 2011:


Außerunterrichtliches Lernen an der Universität Oldenburg

Oberstufenworkshop zur Relativitätstheorie

Unter dem Motto „Schüler treffen Wissenschaftler“ nahmen vom 16. – 17. Januar 2009 sieben Schülerinnen und Schüle unseres Gymnasiums am Oldenburger Oberstufenworkshop zum Thema „Relativitätstheorie“ statt.

In diesem zweitägigen Workshop nutzten Lukas Wasylow, Torsten Bürmann, Katharina Schier, Marcel Spille, Alexej Stefko, Jonas Witt und Joschka Zimmermann (LK Physik 12) die Gelegenheit, Grundlegende Ideen der Relativitätstheorie und damit der modernen Physik kennen zulernen, Inhalte die in den Rahmenrichtlinien nicht berücksichtigt werden.

So ging man den Fragen nach, warum Zeit dehnbar ist, warum ein 7m langes Auto in eine 5m lange Garage passt, warum Zwillinge unterschiedlich schnell alt werden, warum sich der Raum krümmen kann, warum gleichzeitig nicht immer gleichzeitig ist und wie man die Geschwindigkeit des Lichts messen kann.

Insgesamt wurden in diesen zwei Tagen ein interessantes und abwechslungsreiches Programm geboten. Neben der theoretischen Einführung in die Relativitätstheorie durch Professoren und Studenten wurden verschiedene Experimente durchgeführt, die mit Schulmitteln nicht mehr realisierbar sind. Ebenso wurden Simulationen gezeigt und Programme zur Visualisierung relativistischer Effekte vorgestellt, die die Schüler auch auf CD bekamen. Abgerundet wurde das Programm durch zwei Fachvorträge von Prof. Dr. Andreas Engel zum Thema „Paradoxa der Speziellen Relativitätstheorie“ und Dr. Claus Lämmerzahl über die „Allgemeine Relativitätstheorie“.

Insgesamt hat dieser Workshop allen sehr gut gefallen, und es zeigt sich, dass Schüler auch außerhalb des Unterrichts bereit sind, sich für Naturwissenschaften zu engagieren. Gleichzeitig erfolgte ein erster Kontakt mit einem wissenschaftlichen Institut, so dass sich der Besuch wirklich gelohnt hat. Vielleicht studiert der ein oder andere nach dem Abitur ja Physik!


TecToYou

Besuch der Hannovermesse

Am 24. April 2008 besuchten die Klassen 11a und 11c im Rahmen ihres Physik­unterrichts die HANNOVER MESSE. Sie ist die größte Industriemesse der Welt. 2008 stellten 5.100 Aussteller aus 62 Ländern ihre Produkte und Anwendungen auf insgesamt 200.000 Quadratmetern Fläche aus und demon­strier­ten eindrucksvoll die Leistungsstärke und Innovationskraft der Industrie.

Der Besuch war für die Schüler kostenlos, da er von TectoYou in Verbindung mit der ExxonMobil gesponsert wurde. TectoYou ist eine bundesweite Nachwuchsinitiative für Jugend, Technik und Zukunft. Namhafte Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gestalten mit TectoYou auf der HANNOVER MESSE einen wichtigen Teil Ihrer aktiven Nachwuchsarbeit.

Nach der Anfahrt mit dem Bus erwarteten in Halle 26 viele spannende Dinge auf die zwei Klassen. Zunächst lernten sie in zwei Workshops wie man aus der hellroten Metallschmelze ein Bauteil gießt (s. Foto) oder warum Magnetkreises fliegen können. Hier erfuhren sie auch, aus was Hitzeschilder in der Raumfahrt sind oder wie man Windparks im Meer baut - und wie die Energie dann ins Stromnetz kommt.

Ein Highlight war der RoboCup German Open 2008 im Ausstellungsbereich MOBILE ROBOTER, bei dem Teams mit autonomen Robotern gegeneinander Fußball spielen.

Am Nachmittag standen den Gruppen dann zwei Stunden lang persönliche Scouts zur Verfügung, die die Schüler je nach Interessen zu verschiedenen Ständen der Firmen führten, bei denen sie sich auch über Ausbildungsmöglichkeiten informierten, bevor sie anschließend alleine den Dschungel der Angebote durchstreifen konnten.

Insgesamt hat der Besuch allen viel Freude bereiten und bei einigen Schülern/innen vielleicht auch die Neugier und Faszination an Technik geweckt.


Einstein on Tour

Projekt „Einstein on Tour“ am Gymnasium Wildeshausen

Kaum eine wissenschaftliche Theorie ist vom Namen her so bekannt wie Einsteins Relativitätstheorie. Die Inhalte allerdings kennen und verstehen die wenigsten Menschen. Für Aufklärung sorgte „Einstein on Tour“, ein Projekt der Universität Tübingen sowie der Universität Oldenburg, das vom 29.11 – 10.12.2007 zu Gast an unserer Schule war.

Das Projekt „Einstein on Tour“ hat sich zum Ziel gesetzt, Einsteins Relativitätstheorie als interaktiv erfahrbare Wissenschaft direkt zu den Schülern zu bringen sowie das Material für schülergerechte Unterrichtseinheiten zur Relativitätstheorie bereitzustellen. Am 28.11. trafen die Materialien in einem riesigen Karton – darin befanden sich mehrer Computer und ein Trimmrad - ein und wurden von den Physikkollegen in einem Klassenraum aufgebaut. Es handelte sich um sechs interaktive Stationen. So konnten die Schüler/innen die Wirkung einer Gravitationslinse in Form eines schwarzen Lochs kennen lernen. Ebenso war es möglich mit dem Trimmrad eine virtuelle relativistische Fahrradfahrt durch die Tübinger Innenstadt zu machen. Der Clou hierbei war, dass sich die Sicht bei annähernder Lichtgeschwindigkeit stark verändert und sich der Raum verzerrt. Die gleichen Effekte machten es den Schülern bei einem Flugsimulator fast unmöglich, zu landen (s. Abb. rechts). An weiteren Computerstationen wurden anschauliche Lehrfilme und Simulationen zur speziellen sowie der allgemeinen Relativitätstheorie gezeigt. So wurde erklärt, warum bewegte Uhren langsamer „ticken“, bewegte Gegenstände kürzer werden oder sich der Raum in der Nähe großer Massen krümmt.

Während der Woche erhielten alle Schüler der Klassen 8 – 13 die Möglichkeit, sich nach einer 2stündigen Einführung im Physikunterricht das Projekt anzusehen. Zusätzlich hielt Professor Engel von der Universität Oldenburg einen 90minütigen Vortrag mit dem Thema „Relativitätstheorie leicht verständlich!“ zu dem auch die Öffentlichkeit eingeladen war. Insgesamt ermöglicht das Projekt „Einstein on Tour“ eine attraktive Präsentation, die Vermittlung fundierten Hintergrundwissens und den Aufbau eines vertieften Verständnisses für das schwierige Thema, das in den Rahmenrichtlinien und den Kerncurricula nicht vorgesehen ist.


Schülerakademie Energietechnik und –wirtschaft

Seit dem Jahr 2008 findet in Kooperation des Gymnasiums Wildeshausen mit der EWE, der Universität Oldenburg, dem Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg und der BBS Cloppenburg eine Schülerakademie statt. Insgesamt wird diese Schülerakademie im Jahr 2012 schon zum 6. Mal durchgeführt. Eine Idee von den Inhalten erhalten Sie in dem folgenden Artikel.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wildeshausen besuchten die 2. EWE-Schülerakademie Energiewirtschaft

Die Schüler Raphaela Heil, Djalila BenBouchta, Jan-Henning Wiese, Lasse Oetken, Piet Pölking und Dmitrij Scholl des Gymnasium Wildeshausen besuchten zusammen mit 12 weiteren Schülern aus Cloppenburg die zweite Schülerakademie „Energiewirtschaft“ der EWE-AG im „ZentrumZukunft“ in Emstek.  Von Freitag, den 20.03.2009 bis Montag, den 23.03.2009 setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien auseinander.

Vorbereitet wurde die Veranstaltung durch Kooperation der EWE, der Universität Oldenburg und den drei Schulen Gymnasium Wildeshausen,  Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg und der Berufsbildenden Schule Technik ebenfalls aus Cloppenburg. Auch bei der 1. Schülerakademie, die im Herbst 2008 stattfand, waren schon Schüler vom Gymnasium Wildeshausen dabei.

In verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeiteten  die Schülerinnen und Schüler zusammen mit Experten der EWE und den Lehrern Herrn Sudholz (Gymnasium Wildeshausen), Herrn Braun (CAG) und Herrn Hemker (BBS) Projekte zu den oben genannten Themen.

Dabei stand die praktische Anwendung des theoretischen Wissens im Vordergrund. Es fanden Messungen am Blockheizkraftwerk, Exkursionen zu Biogas und Fotovoltaikanlagen sowie zu den Ausbildungswerkstätten der EWE in Oldenburg statt. Die Schüler programmierten stromsparende Haustechnik, entwickelten neue Wohnvisionen und bestimmten Einsparpotenziale beim Energieverbrauch. Außerdem bauten sie in einem Fahrzeuge mit solarem Antrieb und eine handbetriebene Taschenlampe.

Am letzten Tag der Veranstaltung mussten die Schüler dann ihr Wissen zu den drei Themen in ein Energiekonzept für ihre eigene Schule umsetzen, das sie dann am Ende einem fiktiven Schulvorstand vorstellen sollten.

Das Unternehmen bezweckt mit dieser Veranstaltung, Schülerinnen und Schüler für ein naturwissenschaftliches Studium und eine Auseinandersetzung mit energiewirtschaftlichen Themen zu begeistern.

Das „ZentrumZukunft“ in Emstek wurde bewusst als Unterrichtsort gewählt, weil dort modernste Energietechnik erlebbar ist. Herr Sudholz zeigte sich von den Rahmenbedingungen beeindruckt. Die Mitarbeiter des Zentrums, Herr Funke und Herr Wessels, räumten ihre Arbeitsplätze. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten so wie die Profis ihre Arbeitsaufträge erfüllen.

Durch einen Auszubildenden und einen Studenten im dualen Studium wurden den Schülerinnen und Schülern die Ausbildungsmöglichkeiten bei der EWE vorgestellt.

„Neben den Noten in Physik und Mathematik spielen das Arbeits- und Sozialverhalten und die unentschuldigten Fehltage eine besondere Bedeutung für eine erfolgreiche Bewerbung“ erwähnte abschließend Herr Garbers, der Ausbildungsleiter für die technische Berufsausbildung.

In einer Abschlussbesprechung zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der Veranstaltung begeistert. Aufgrund des großen Erfolgs würden sich die Organisatoren über eine Wiederauflage der Schülerakademie Energiewirtschaft freuen.


Das Fachkollegium: Physik

Frau Dr. Olena Gertz
Herr Michael Robben
Herr Ulli Seeger Fachobmann Physik
Frau Elke Soermann
Herr Karsten Sudholz Stellvertretender Schulleiter
Herr Tom Weber IT-Administrator