„Model United Nations“ (OLMUN) in Oldenburg

Beitrag vom

Johannes Balke, Michelle Müller, Niklas Henke, Jennifer Meckelburg und Christopher Hoyer vertreten die Malediven und Uganda bei der diesjährigen OLMUN.
Wildeshauser Gymnasiasten bei der OLMUN 2018 [Zum Vergrößern anklicken].

Zum 18. Mal in Oldenburg findet das Planspiel „Model United Nations“ (OLMUN) statt, bei dem Schüler in die Rollen verschiedener Staaten und NGOs schlüpfen, um aktuelle internationale politische Konflikte diplomatisch beizulegen. 

Die OLMUN ist die größte MUN-Konferenz Europas mit knapp 900 Schülern aus aller Welt. Das Besondere an ihr ist vor allem, dass sie allein von Schülern für Schüler organisiert wird. Für den sogenannten „Inner Circle“ kann sich jeder Schüler bewerben. Dieses Planungsteam beginnt unmittelbar nach einer OLMUN mit der Planung der nächsten. Als Mitglied des Inner Circles nimmt man Einfluss auf alle zentralen Fragen, wie z.B. welche Probleme Gegenstand der nächsten Konferenz sein sollen. Dazu trifft sich der Inner Circle regelmäßig in Oldenburg. Christopher Hoyer (Q2) war diesmal Mitgliedglied des IC und wird im Jahresheft ausführlicher über seine Erfahrungen berichten.

Das Gymnasium Wildeshausen nimmt nun zum 3. Mal an der OLMUN teil. In diesem Jahr nehmen neben Christopher, der wie Michelle Müller (10a), auch im letzten Jahr an der OLMUN teilgenommen hat, Johannes Balke (8a), Niklas Henke (8a) und Jennifer Meckelburg (10b). Die Schüler vertreten die Malediven und Uganda. Sie haben sich unterschiedlichen Gremien der Vereinten Nationen ausgesucht und in die Thematik, die zur Debatte stand, eigenständig eingearbeitet. Johannes und Niklas haben sich mit Cyberkrieg als neue Bedrohung durch westliche Staaten für die Weltordnung beschäftigt. Jennifer und Michelle hingegen haben sich damit auseinandergesetzt, wie sich arme Länder gegen die Ausbeutung ihrer „human ressources“ durch illegalen Organhandel zu Gunsten reicher Industriestaaten wehren können. Christopher wiederum  musste die Frage klären, inwiefern die internationale Staatengemeinschaft nach großen Naturkatastrophen Verantwortung in Form der Unterstützung beim Wiederaufbau übernehmen wird. 

Es sind also wieder spannende Themen, die man so nicht im Unterricht behandelt. Bemerkenswert an dem Simulationsspiel ist, dass sich die Schüler die Probleme aus dem Blickwinkel eines Landes betrachten, mit dem sie sich in der Regel nicht beschäftigt haben. Meist kennen die Schüler aus den Medien und der Schule nur die westliche bzw. europäische Sicht auf viele Problemfragen. Der Perspektivwechsel ist neben dem Austausch mit vielen Delegierten aus aller Welt die größte Bereicherung, die die OLMUN ermöglicht. 

Das Gymnasium Wildeshausen wünscht seiner Delegation viel Freude beim Debattieren und freut sich schon auf die nächste OLMUN.


Zurück