„Jugend debattiert“ im Landesentscheid: ein voller Erfolg!

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Frau von der Ecken, Andrasch und Lotta beim Landesentscheid Jugend debattiert 2019 [zum Vergrößern anklicken].

Ein Bericht von Mette Meyer (10c):

Gut vorbereitet und etwas nervös ging es schon früh nach Hannover. Dort angekommen herrschte bereits reges Treiben, denn rund 65 Schülerinnen und Schüler konnten sich für den Landesentscheid am 19.03.2019 qualifizieren. So auch Andrasch Jörgensen und Lotta Matthiesen vom Gymnasium Wildeshausen. Alle Teilnehmenden, Jury-Mitglieder und Gäste wurden in den schlichten, aber trotzdem beeindruckenden „alten“ Landtag geführt und hörten zunächst interessante Begrüßungsreden. Danach ging es endlich los!

Die Debattantinnen und Debattanten teilten sich in die zahlreichen Räume auf und bereiteten sich mit ihren Debattenpartnern auf die Diskussion vor. In einer Debatte gibt es vier Teilnehmer - zwei für die Pro-Seite der Debattenfrage und zwei dagegen. Darüber hinaus gibt es vier Jury-Mitglieder, die am Ende ein Feedback geben und Punkte in verschiedenen Kategorien, wie z. B. Sachkenntnis und Ausdrucksfähigkeit verteilen. Andrasch, zugeordnet der Altersgrupe I (Jahrgang 8-10), musste zuerst darüber diskutieren, ob in der Europäischen Union alle Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen für mindestens ein halbes Jahr in einem anderen EU-Staat zur Schule gehen sollen. Die Gelassenheit verflog und jetzt wurde auch Andrasch nervös, weil er Bedenken hatte, dass er doch nicht gut genug vorbereitet sei. Aber alles lief beispielhaft und so konnte die nächste Debatte kommen. Nun wurde darüber diskutiert, ob außerhalb von öffentlichen Sportereignissen die künstliche Beschneiung von Skipisten verboten werden sollte. 

Gleichzeitig debattierte auch Lotta. Sie widmete sich den Fragen, ob die Bundeswehr EU-Bürger rekrutieren sollte und ob bei Wahlen zum Landtag die Parteien verpflichtet werden sollten, auf den Landeslisten gleich viele Frauen und Männer als Kandidaten aufzustellen. Auch hier konnte man eine hohe Qualität feststellen. Zudem war es bestimmt nicht einfach, sich mit Fragen auseinanderzusetzen, bei denen sich sogar die Politiker nicht einig sind. Große Anerkennung an alle Teilnehmer!

Nachdem alle zwei Mal debattiert hatten, wurden die Platzierungen bekanntgegeben. In die Finaldebatte kommen nämlich jeweils nur die vier besten Teilnehmer aus Sekundarstufe I und II.  Anspannung lag im Raum und jeder wartete aufgeregt auf die Verkündung der Platzierungen. Lotta belegte einen sehr guten 12. Rang in der Altersklasse II und Andrasch konnte sich vorerst den ersten Platz aus der Altersgruppe I sichern. Eine unglaubliche Leistung. Gratulation an beide! 

Jetzt wurde es ernst. Andrasch wurde mit Mikrofonen ausgestattet und für die Debatte im Landtag vor großem Publikum vorbereitet. In dieser Diskussion, ob außerhalb von Schulabschluss und Schulwechsel Notenzeugnisse durch Berichtszeugnisse ersetzt werden sollten, haben sogar Politiker des niedersächsischen Landtags die Debattanten bewertet. Nur die zwei besten können sich für den Bundesentscheid qualifizieren, also fieberten alle mit und versuchten Andrasch so viele Tipps wie möglich zu geben. Die Debatte war sehr ausgeglichen und hatte eine sehr gute Qualität. Niemand wäre gerne an der Stelle der Jury gewesen. Die Politiker zogen sich zurück und alle fingen an darüber zu spekulieren, wer welche Platzierung machen könnte. Die Jury kam nach etwa 15 Minuten zurück und verkündete ihre Ergebnisse. Andrasch konnte den dritten Platz für sich entscheiden. Zwar darf er nicht nach Berlin fahren, jedoch ist das trotzdem eine Platzierung, die sich auf jeden Fall sehen lassen kann und auf die wir alle sehr stolz sind. „So weit hat es noch nie ein Schüler geschafft!“, merkten Frau Bruhns und Frau Krönke an, die Lotta und Andrasch von Anfang an sehr engagiert unterstützt haben.

„Es war sehr interessant in den Debatten Positionen zu vertreten, die man sich auch nicht immer aussuchen konnte. Jugend debattiert macht aber trotzdem immer wieder Spaß.“ sagte Andrasch am Ende des aufregenden Tages.


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