Musik am Gymnasium Wildeshausen

Musik am Gymnasium Wildeshausen - oder:
es gibt in Geschichte und Gegenwart keine Kultur ohne Musik

Empirische Untersuchungen zeigen, dass für 90-95% aller Jugendlichen Musikhören das wichtigste Freizeitvergnügen ist. Allein dieses Untersuchungsergebnis macht schon deutlich, welchen Stellenwert das Fach Musik an einer Schule haben müsste ... doch - fangen wir klein an:

Musikunterricht in der Schule bedeutet nicht selten für Schüler schon im Vorfeld konfliktreichen Unterricht, denn sie können sich meistens nicht vorstellen, dass sich ihre außerschulischen musikalischen Gewohnheiten mit dem, was sie für Musikunterricht halten bzw. von diesem im schulischen Umfeld erwarten, verknüpfen lassen.

DEM MUSS NICHT SO SEIN, denn auch wir Lehrer sehen diese Problematik, jedoch nur durch eine andere Brille. Das Motto lautet, Schüler "dort abzuholen, wo sie stehen". Zweifelsohne müssen Grundlagen der Musiktheorie vermittelt werden, denn schließlich kann niemand ein Buch lesen, der nicht vorher das ABC gelernt hat. Eine Menge musiktheoretische Inhalte lassen sich dabei aber meist problemlos anhand von U-Musik und auch mit Hilfe von entsprechender Software vermitteln: An unserem Gymnasium kommt Notendruck- und auch Sequencersoftware zum Einsatz und mit Hilfe dieser handlungsorientierten, interaktiven Methode kann auch der Theorie durchaus der Grauschleier genommen werden.

Nachdem dieses Problem gelöst ist, kommen wir zu einem weiteren wesentlichen Punkt. Aus der Sicht der Musiklehrer wäre es ein paradiesischer Zustand, wenn alle Schüler die Möglichkeiten hätten, privaten Musikunterricht zu erhalten - welch' eine Erleichterung für die unterrichtliche Arbeit! Diese Möglichkeit steht leider nicht jedem offen, jedoch eine andere. Die Rede ist von einem ganz besonderen Instrument: es ist transportabel, bereits bezahlt, jeder hat es und statistisch betrachtet sollten es auch 99% der Bevölkerung anhörbar benutzen können - die menschliche Stimme.

Besonders in der Unter- und Mittelstufe gehört das Singen unterschiedlichster Lieder zum Unterricht wie die Zahlen zur Mathematik. Der Lehrer (und manchmal auch ein Schüler) sitzt am Flügel, die Klasse umzingelt ihn und los geht's. Singen macht Spaß, baut Aggressionen ab, schult die Stimme und fördert den Gemeinschaftssinn - diesen insbesondere im Rahmen intensiver Vorbereitungen ausserunterrichtlicher Events an/von unserem Gymnasium, wie etwa Matinées im Rathaus, Musicals, Sommerkonzerte, Weihnachtskonzerte, Klassenkonzerte oder/und a-cappella-Aufführungen in der Kirche oder auch der Landscheune.

A propos "a-cappella" - ohne Instrumente lässt sich schon viel machen, jedoch nicht alles. Manchmal sind Instrumente ein MUSS. Eine Streicher-AG und das Orchester am Gymnasium Wildeshausen bedienen eher den E-Musik-Bereich, eine Schülerband deckt den (härteren) U-Musikbereich ab und eine Big Band sorgt für den nötigen Swing und Rock. Für den Fall, dass mal wieder ein "Riesen-Event“ geplant ist, können, wie z.B. bei Musical-Produktionen, vorhandene Kräfte auch fächerübergreifend gebündelt werden, damit gemeinsam Großes entstehen kann.

Noch einmal in aller Kürze die Antwort auf die Frage, worum es im Musikunterricht geht: wir wollen Grundlagen schaffen, auch weiterführende Neugierde befriedigen, aus Fähigkeiten Fertigkeiten machen, Schüler durch Kompetenz zur Mündigkeit führen und vor allem Freude am aktiven und passiven Musizieren vermitteln!


Schulbücher

Jahrgangsstufe Lehrwerk
5-6  Spielpläne 1 (Klett-Verlag)
7-12  kein Lehrwerk

Klassenarbeiten / Gewichtung

Klassenstufe/Semester Anzahl Dauer Gewichtung
schriftlich/mündlich
Sekundarstufe I 5-9 1 1 Ustd. 40:60
Einführungsphase 10 2 2 Ustd. 40:60
Qualifikationsphase
Grundlegendes Niveau,
mündl. Prüfungsfach
Q1 2 2 Ustd. 50:50
Q2 1 2 Ustd.
Q3 2 2 Ustd.
Q4 1 2 Ustd.
Qualifikationsphase,
Gundlegendes Niveau,
kein Prüfungsfach
Q1 1 2 Ustd. 40:60
Q2 1 2 Ustd.
Q3 1 2 Ustd.
Q4 1 2 Ustd.

Ergänzende Erläuterung

Das Fach Musik wird am Gymnasium Wildeshausen in der Oberstufe ausschließlich als Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau angeboten, die Wahl eines Kurses auf erhöhtem Anforderungsniveau ist nicht möglich.


Musik als Prüfungsfach im Abitur

Als Prüfungsfach im Abitur kann Musik an unserer Schule derzeit ausschließlich als mündliches Prüfungsfach (P5) gewählt werden. Wie jedes andere Prüfungsfach muss Musik 4-stündig belegt werden. Dies geschieht an unserer Schule nach dem sog. "2+2 Prinzip":

  • Es finden 2 Stunden regulärer Musikunterricht statt.
  • 2 weitere Stunden müssen über Musikpraxis in Form einer AG abgeleistet werden.
    • Die AG-Arbeit wird (durch die AG-Leitung) benotet und fließt gleichwertig zum Unterricht in die Semesternote ein (50:50).
    • Momentane Möglichkeiten für AGs/Musikpraxis: Streichorchester, BigBand und acappella (kann von Schuljahr zu Schuljahr je nach Angebot variieren)
  • Die SchülerInnen erhalten so die Möglichkeit, ihr ggf. ohnehin außerunterrichtliches Engagement nutzbar zu machen und sinnvoll in das Abitur einbinden zu können.
  • Notwendige Voraussetzung für das Belegen von Musik in der Q-Phase ist die Teilnahme am Musikunterricht im Jahrgang 10.
  • Interessierte SchülerInnen sollten jeweils mit den Koordinatoren klären, in welchem Profil das Fach Musik als Prüfungskurs wählbar ist.
  • Der Unterricht findet auf Grundlage der Themenschwerpunkte des Zentralabiturs statt.
  • Um das Zustandekommen eines Kurses zu gewährleisten, soll zukünftig möglichst jahrgangsübergreifend gearbeitet werden.
  • In der P5-Prüfung ist es fakultativ möglich, eine fachpraktische Prüfung abzulegen: die Hälfte der mündlichen Prüfung besteht dann aus instrumentalen bzw. vokalen Vorträgen von Wahl- und Pflichtstücken.
  • Die Ergebnisse der fachpraktischen Prüfung und des Prüfungsgespräches gehen im Verhältnis 1:1 in die Gesamtbewertung der Prüfung ein.

Kerncurricula / Schuleigene Fachcurricula

Nachfolgend finden Sie die aktuellen niedersächsischen Kerncurricula und - soweit verfügbar - unsere schuleigenen Fachcurricula zum Download.


Das Fachkollegium: Musik

Herr Dr. Walter Bialek Fachobmann Musik
Frau Heidi Bovensmann
Frau Eske David
Frau Hiltrud Imig
Frau Tina Niemann
Herr Patrick Tellmann Referendar
Frau Inga Träger